Jacques Casterede: Konzert für Klavier & Streichorchester auf CD
Konzert für Klavier & Streichorchester
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
+Präludium & Fuge für Streicher
+Andre Jolivet: Symphonie für Streicher
+Jean-Yves Daniel-Lesur: Serenade für Streicher
- Künstler:
- Paolo Giacometti, Ciconia Consort, The Hague String Orchestra, Dick van Gasteren
- Label:
- Brilliant Classics
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12479711
- UPC/EAN:
- 5063758974080
- Erscheinungstermin:
- 12.12.2025
- Gesamtverkaufsrang: 5730
- Verkaufsrang in CDs: 2436
Diese Aufnahme des Ciconia Consort, Couleurs de France, bietet eine seltene und eindrucksvolle Reise durch vier weniger bekannte Werke für Streichorchester von drei bedeutenden französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts: André Jolivet, Jacques Castérède und Daniel-Lesur.
Jacques Castérèdes Verbindung zu seinen französischen Vorgängern zeigt sich in der Verwendung modaler, chromatischer und diatonischer Skalen. Als Schüler von Olivier Messiaen entwickelte Castérède dennoch einen höchst persönlichen Harmonikstil innerhalb eines erweiterten tonalen Idioms, der sich durch melodische Klarheit und Zugänglichkeit auszeichnet. Seine Kompositionen scheinen die verschiedenen französischen Stile des 20. Jahrhunderts harmonisch zu vereinen. In seinem Werk hören wir die klanglichen Einflüsse von Arthur Honegger, Daniel-Lesur und seines Lehrers Messiaen – allesamt zu einem kohärenten, lyrischen Ganzen verwoben.
Zeit seines Lebens strebte André Jolivet danach, »der Musik ihre ursprüngliche, uralte Bedeutung zurückzugeben, als sie noch als magischer, beschwörender Ausdruck der religiösen Überzeugungen menschlicher Gemeinschaften diente.«* Seine späteren Kompositionen setzten diese Suche fort und ergründeten die ursprüngliche Funktion der Musik als emotionale, rituelle und festliche Ausdrucksform. Seine Symphonie pour cordes, ein Auftragswerk des französischen Rundfunks und Fernsehens, entstand 1961 und wurde am 9. Januar 1962 uraufgeführt. Die Symphonie verlangt allen Ausführenden außergewöhnliche technische Fähigkeiten ab. Sie ist in einer frei atonalen Tonsprache geschrieben und zeichnet sich durch intensive Dissonanzen aus. Daniel Jean Yves Lesur (1908–2002) war ein französischer Komponist, Organist und Lehrer, der eng mit der Gruppe La Jeune France, zusammen mit Olivier Messiaen und André Jolivet, verbunden war. Seine Musik spiegelt oft ein Gleichgewicht zwischen Tradition und Moderne wider und verbindet eine reiche Harmonik mit spiritueller Tiefe. Lesurs Werk umfasst Chorwerke, Kammermusik und Orchesterkompositionen, dennoch ist er weniger bekannt als einige seiner Zeitgenossen.
Zu seinen Instrumentalwerken zählt die Sérénade pour cordes (1949), ein leuchtendes Stück, das seinen lyrischen Stil und seine feine Handwerkskunst unterstreicht. Das für Streichorchester geschriebene Werk vereint klassische Klarheit mit der Erkundung farbenreicher modaler Harmonien, die für Lesurs persönliche Stimme charakteristisch sind.
Diese Aufnahme ist die fünfte CD des Ciconia Consort (Den Haag Streichorchester), einem niederländischen Streichorchester unter der Leitung von Dick van Gasteren, einem international tätigen Dirigenten, der 1995 beim Mahler Festival Amsterdam Bernard Haitink assistierte. Die CD erschien bei Brilliant Classics.
Rezensionen
"„Couleurs de France“ ist bereits das fünfte Album, das das niederländische Ciconia Consort für Brilliant eingespielt hat. Den Zweitnamen „The Hague String Orchestra“ hat sich das Ensemble zugelegt, um damit seine Standortverbundenheit (Den Haag) zum Ausdruck zu bringen. Genau wie die vier Vorgänger-Alben „Slavic Rhapsody“, „Rheingold“, „American Pioneers“ und „French Music“ hat auch dieses wieder einen Länder-Fokus. Und es schließt in doppelter Hinsicht an das (leider vergriffene!) Debüt-Album „French Music“ an: Erstens erklingen wieder selten gespielte Werke aus Frankreich, zweitens liegt auch hier der Schwerpunkt auf Jacques Castérède. Sein herrliches Konzert für Klavier und Streichorchester von 1954 ist die „Sahnehaube“ des Albums (auf „French Music“ war es seine 1. Sinfonie für Streichorchester). Noch nie hat das „Consort“ auf einem so hohen Niveau musiziert wie hier! Und das betrifft nicht nur das Konzert von Castérède, sondern auch die Streichersinfonie (1961) von André Jolivet und die Serenade für Streicher (1954) von Jean-Yves Daniel-Lesur. Das Spiel der Niederländer ist unmittelbar packend, hoch energetisch, ja geradezu elektrisierend. Hat man einmal angefangen, die CD zu hören, kann man sich kaum mehr von der Musik „loseisen“. Der Albumtitel „Couleurs de France“ passt dabei wie die Faust aufs Auge, denn das Ciconia Consort lässt die Klang-Farben der Werke in schönstem Licht erstrahlen. Prädikat: Très bien!" (FONO FORUM, Burkhard Schäfer)Disk 1 von 1 (CD)
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1 Präludium und Fuge für Streichinstrumente
Konzert für Klavier und Streichorchester
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2 1. Pastorale
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3 2. Scherzo
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4 3. Nocturne
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5 4. Rondo
Sinfonie für Streichinstrumente
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6 1. Farouche
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7 2. Flottant
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8 3. Trépidant
Sérénade für Streichinstrumente
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9 1. Allegretto
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10 2. Adagio
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11 3. Allegro deciso
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