Media Vita In Morte Sumus - Mittelalterliche Gesänge auf CD
Media Vita In Morte Sumus - Mittelalterliche Gesänge
Mit Werken von:
Walther von der Vogelweide (1170-1230)
, Guiraut Riquier (1230-1292)
, Thibaut de Champagne (1201-1253)
Mitwirkende:
Ioculatores
CD
CD (Compact Disc)
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
-
Werke von Thibaut de Champagne, Walther von der Vogelweide, Riquier
+Antiphonen, Sequenzen, Responsorien
- Künstler:
- Ioculatores
- Label:
- Raumklang
- Aufnahmejahr ca.:
- 1997
- Artikelnummer:
- 2083344
- UPC/EAN:
- 4018767097078
- Erscheinungstermin:
- 18.8.2004
Mitten im Leben sind wir vom Tod umfangen
Das Leben des mittelalterlichen Menschen war in vielfältiger Weise mit dem Tod konfrontiert. Grausame Kriege und Kreuzzüge, verheerende Hungersnöte, Kindersterblichkeit und unvorstellbare Pestepidemien zehrten an Gesundheit und Lebensmut. Im Totentanz drückte sich die Allgegenwärtigkeit des Todes exemplarisch aus: Bettler, Bürger, Kleriker und Edelleute, Kaiser und Papst werden gleichermaßen vom Sensenmann in den Reigen geführt. Und wenn Dichtung und Darstellung tanzend lebendig werden, dann wird das Leben selbst als Totentanz inszeniert.
In unvergleichlicher Weise beeinflusst die unvorhersehbare Allmacht des Todes das Leben und die Kultur im Mittelalter. Aufbauend auf den christlichen Hoffnungen auf ein Leben nach dem Tode eskalieren im Hohen Mittelalter die Vorkehrungen, die aus Sorge um das Seelenheil schon zu Lebzeiten zu treffen sind. Das ganze Leben steht unter dem Vorzeichen des memento mori. Die in bizarrer Logik entwickelten und perfektionierten Ideen von Fegefeuer, Hölle, Jüngstem Gericht und dem ewigen Reigen der Seligen im Himmel werden zu prägenden Gedanken. Es entwickelt sich eine Kultur des „schönen Todes“. Von hier aus dringt das Ideal des Todes als der eigentlichen Erfüllung des Lebens in alle Bereiche vor. Der Liebestod wird zur Erfüllung des Sehnens der Minnenden verklärt, der Opfertod der Märtyrer zum Ideal der Lebensvollendung. Die sterblichen Reste der Heiligen, die Reliquien, Objekte der Anbetung und Verehrung, von denen unglaubliche Wunder ausgehen…
Um die unterschiedlichen, teilweise sehr gegensätzlichen Sichtweisen auf dieses Thema und ihre Ausdrucksweisen in eine Dramaturgie einzubinden, arbeitet Ioculatores in konzertanten Aufführungen mit variablen Spielorten und Ausschnitten historischer Texte. Auch die CD-Einspielung greift auf veränderliche Klangräume zurück und gewinnt teilweise hörspielartigen Charakter.
Das Leben des mittelalterlichen Menschen war in vielfältiger Weise mit dem Tod konfrontiert. Grausame Kriege und Kreuzzüge, verheerende Hungersnöte, Kindersterblichkeit und unvorstellbare Pestepidemien zehrten an Gesundheit und Lebensmut. Im Totentanz drückte sich die Allgegenwärtigkeit des Todes exemplarisch aus: Bettler, Bürger, Kleriker und Edelleute, Kaiser und Papst werden gleichermaßen vom Sensenmann in den Reigen geführt. Und wenn Dichtung und Darstellung tanzend lebendig werden, dann wird das Leben selbst als Totentanz inszeniert.
In unvergleichlicher Weise beeinflusst die unvorhersehbare Allmacht des Todes das Leben und die Kultur im Mittelalter. Aufbauend auf den christlichen Hoffnungen auf ein Leben nach dem Tode eskalieren im Hohen Mittelalter die Vorkehrungen, die aus Sorge um das Seelenheil schon zu Lebzeiten zu treffen sind. Das ganze Leben steht unter dem Vorzeichen des memento mori. Die in bizarrer Logik entwickelten und perfektionierten Ideen von Fegefeuer, Hölle, Jüngstem Gericht und dem ewigen Reigen der Seligen im Himmel werden zu prägenden Gedanken. Es entwickelt sich eine Kultur des „schönen Todes“. Von hier aus dringt das Ideal des Todes als der eigentlichen Erfüllung des Lebens in alle Bereiche vor. Der Liebestod wird zur Erfüllung des Sehnens der Minnenden verklärt, der Opfertod der Märtyrer zum Ideal der Lebensvollendung. Die sterblichen Reste der Heiligen, die Reliquien, Objekte der Anbetung und Verehrung, von denen unglaubliche Wunder ausgehen…
Um die unterschiedlichen, teilweise sehr gegensätzlichen Sichtweisen auf dieses Thema und ihre Ausdrucksweisen in eine Dramaturgie einzubinden, arbeitet Ioculatores in konzertanten Aufführungen mit variablen Spielorten und Ausschnitten historischer Texte. Auch die CD-Einspielung greift auf veränderliche Klangräume zurück und gewinnt teilweise hörspielartigen Charakter.
Rezensionen
SCALA/WDR 5: "Mit viel Phantasie nähern sich die Musiker den Totentanz-Melodien auf Fidel, Harfe oder Laute, mittelhochdeutsche Spruchdichtung zur Vergänglichkeit der Welt - eine phantastische Klang-Reise ins Damals und Jenseits."-
Tracklisting
- 1 Track 1
- 2 Track 2
- 3 Track 3
- 4 Track 4
- 5 Track 5
- 6 Track 6
- 7 Track 7
- 8 Track 8
- 9 Track 9
- 10 Track 10
- 11 Track 11
- 12 Track 12
- 13 Track 13
- 14 Track 14
- 15 Track 15
- 16 Track 16