Trauma Ray: Carnival EP auf CD
Carnival EP
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
Sie können den Titel schon jetzt bestellen. Versand an Sie erfolgt gleich nach Verfügbarkeit.
- Label:
- Dais
- Artikelnummer:
- 12696552
- UPC/EAN:
- 0683950563247
- Erscheinungstermin:
- 22.5.2026
- Gesamtverkaufsrang: 8389
- Verkaufsrang in CDs: 3973
Auf der »Carnival EP« versammeln Trauma Ray einige ihrer stärksten, intensivsten und experimentellsten Werke. Seit ihrem Durchbruch mit Chameleon, ihrem Debütalbum von 2024 bei Dais Records, hat die Band in der aktuellen Welle der Shoegaze-Revivalisten sich weiter etabliert, ist dabei aber immer agiler geworden und sind 2025 mit Kollegen wie Deafheaven, Loathe, und Touche Amore auf Tour gewesen.
Mit einer Mischung aus blitzschnellen Riffs und karger Schönheit entwickelt sich ihr Sound weiter und knüpft an die Laut-Leise-Laut-Größen aus Metal, Grunge und Shoegaze von Slowdive bis Smashing Pumpkins an. Die Carnival EP taucht in stimmungsvolleres, intellektuelleres Material ein, als würde man ihre früheren Ausflüge vor einem Zerrspiegel betrachten. Diese Songs vermitteln ein deutliches Gefühl der Unruhe, entstanden in einer flüchtigen Zeitspanne, was beweist, dass die Band unter Druck und wenn sie aus den dunkelsten Ecken ihres Unterbewusstseins schöpft, am besten funktioniert.
Das wortlose »Carousel« leitet die beunruhigende Atmosphäre der EP mit Störgeräuschen und melancholischen Gitarrenklängen ein, die in »Hannibal« übergehen, einem hymnischen Track voller kraftvoller Riffs und roher Emotionen. Die Band hat diese Art von purer Kraft schon mal gezeigt, von »Solstice« aus dem Jahr 2018 bis zu »Chameleon«, während »Hannibal« mit einem Hauch von beispielloser Boshaftigkeit, Schlängeligkeit, »Stone Temple-y, Alice in Chains-y«, wie Avila witzelt, verzerrt ist. Textlich greift er die Angst der Teenager auf, das Gefühl, zerlegt und abgelehnt zu werden.
»Méliès«, benannt nach dem französischen Illusionisten und Filmemacher, wechselt zwischen schweren, schlammigen Akkorden und einem himmlischen Refrain, »von etwas Beängstigendem zu etwas wie einem Traumzustand«, sagt Avila, der die surreale Abstraktion seines Namensvetters kanalisiert. »Funhouse« taucht in den Doom Metal ein, mit spärlicher Gitarrenarbeit und dem wahrscheinlich langsamsten BPM der Band.
Im Gegensatz dazu rüttelt, blitzt und hämmert der letzte Track »Clown«, als hätte der Hörer das andere Ende eines Horrorhauses erreicht und wäre nun vollständig in die grelle, verwirrende Beleuchtung des Jahrmarkts eingetaucht. Personifiziert durch eine knorrige, synthetische Leadgitarre erinnert »Clown« an Robin Williams, einen Archetyp tragischer Fröhlichkeit, der zeigt, dass diejenigen, die am meisten versuchen, andere zum Lachen zu bringen, insgeheim vielleicht die Traurigsten sind. Klanglich verweist die Band schnell auf den Einfluss von »Undone« und »Stuck on You« von der Kultband Failure aus den 90ern, neben dem allgegenwärtigen Loveless, was die Größe von Trauma Ray ausmacht: fünf Musiker, die das, was sie lieben, aufnehmen, synthetisieren und erweitern. Die »Carnival EP« bietet einen kurzen und sehr loopbaren Abstecher in die Dunkelheit einer Band, die von Minute zu Minute beeindruckender wird.
Disk 1 von 1 (CD)
-
1 Carousel
-
2 Hannibal
-
3 Méliès
-
4 Funhouse
-
5 Clown