Snail Mail: Ricochet auf CD
Ricochet
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- Matador
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12602795
- UPC/EAN:
- 0191401220927
- Erscheinungstermin:
- 27.3.2026
Weitere Ausgaben von Ricochet |
Preis |
|---|---|
| LP, (Red Vinyl) | EUR 26,99* |
| LP | EUR 26,99* |
- Gesamtverkaufsrang: 8985
- Verkaufsrang in CDs: 4365
Snail Mail – das Projekt von Lindsey Jordan – kündigt ihr mit Spannung erwartetes drittes Album „Ricochet“ an. Nach fünf Jahren Pause kehrt sie mit neuer Klarheit und Souveränität zurück und etabliert sich als Songwriterin ihrer Generation mit einer geschärften Perspektive. Während ihre frühen Werke die emotionalen Turbulenzen junger Liebe thematisierten, offenbart „Ricochet“ eine tiefere Auseinandersetzung: Zeit, Vergänglichkeit und die stille Angst, die Dinge, die man liebt, zu verlieren. Die elf Songs des Albums sind geprägt von Selbstreflexion, Angst und Akzeptanz – der Erkenntnis, dass sich die Welt weiterdreht, unabhängig davon, was im eigenen Umfeld geschieht.
Parallel zur Ankündigung veröffentlicht Jordan die erste Single des Albums, „Dead End“, ein herausragendes Lied, das die Einfachheit einer Vorstadtjugend besingt: das Parken in einer Sackgasse und das Rauchen mit Freunden. Musikalisch verbindet der Song eine Wand aus Grunge-Klängen mit einem durchdringenden Gitarrenriff und eingängigen Hooks. Die Spannung wird so lange aufgebaut, bis sie in einem explosiven „Nah-nah-nah“-Mitsing-Finale gipfelt. Über das Video, bei dem sie zusammen mit Elsie Richter Regie führte, erzählt Lindsay: „Wir haben das Video zu ‚Dead End‘ an verschiedenen Orten im ländlichen North Carolina zwischen 17 und 4 Uhr morgens in einer der kältesten Nächte meines Lebens gedreht. Wir wollten mit dem Feuerwerk eigentlich unauffällig bleiben, aber jemand hat die Polizei gerufen.“
Entstanden in einer Zeit intensiver persönlicher Veränderungen, darunter der Umzug von New York City nach North Carolina, setzt sich Jordan auf „Ricochet“ mit Fragen auseinander, die sie einst vermieden hatte: Tod und das, was danach kommt. Das Album verbindet ihre prägnanten Texte mit neuen, weitläufigen Melodien, kunstvollen Streicherarrangements und hypnotischen Klanglandschaften und markiert so eine natürliche Weiterentwicklung von Lushs souveränem Gitarrenspiel und Valentines roher emotionaler Wucht. Klanglich kanalisiert „Ricochet“ die strahlende Seite des Alternative Rock der 90er-Jahre – mit Anklängen an die Smashing Pumpkins in ihrer sonnigsten Phase, Radiohead in ihrer Britpop-Phase und den Shoegaze-Sound von Bands wie Catherine Wheel und Ivy – alles gefiltert durch Jordans einzigartige Stimme.
Nach einer Operation wegen Stimmbandpolypen und intensiver Sprachtherapie im Vorfeld der Valentine-Tour 2021 präsentiert sich Jordan auf „Ricochet“ als selbstbewusstere und kontrolliertere Sängerin – eine paradoxe Stärke für ein Album, das sich um das Thema Ungewissheit dreht. Sie nahm das Album mit Produzent und Bassist Aron Kobayashi Ritch (Momma) in den Fidelitorium Recordings in North Carolina sowie in den Nightfly und Studio G Studios in Brooklyn auf. Die Sessions, so Jordan, fühlten sich „erfrischend, vertrauensvoll und angenehm“ an und ermöglichten es ihr, sich ohne Kompromisse voll und ganz in die Songs hineinzuversetzen.
Das Album markiert auch eine Wende in Jordans kreativem Prozess. „Ich habe das noch nie zuvor gemacht, aber ich habe alle Instrumentalstücke und Gesangsmelodien am Klavier oder an der Gitarre geschrieben und dann die Texte innerhalb eines Jahres auf einmal verfasst“, erklärt sie. Diese Umstellung gab ihr mehr Zeit, die vielschichtigen Melodien zu gestalten, die den Sound von Ricochet prägen.
Die Texte des Albums sind von Kunst beeinflusst, die sich mit der Existenz selbst auseinandersetzt. Charlie Kaufmans „Synecdoche, New York“ spielt eine große Rolle, während Stücke wie „Nowhere“ von Laura Gilpins Gedicht „The Two-Headed Calf“ inspiriert sind. In „My Maker“ stellt sich Jordan vor, wie sie in einer himmlischen Flughafenbar zu lange verweilt und fleht: „Oh, Türsteher im Himmel, lasst mich rein, ich habe Angst zu sterben.“ An anderer Stelle beklagt „Ricochet“ verblassende Freundschaften, verlorene Einfachheit und den Schmerz emotionaler Distanz – ein Album, das nicht von der Angst vor dem Schlechten handelt, sondern von der Vergänglichkeit des Guten.
Das Albumcover spiegelt die Themen wider. „Ricochet“ ist die erste Veröffentlichung von Snail Mail, auf der Jordans Gesicht nicht zu sehen ist; stattdessen schwebt eine spiralförmige Muschel in einem düsteren blauen Hintergrund und symbolisiert sowohl inneren Zusammenbruch als auch äußere Unendlichkeit – das Wechselspiel von Wachstum, Distanz und Perspektive.