Mohamed Bourouissa: Lila auf LP
Lila
Die gute alte Vinyl - Langspielplatte.
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- Label:
- PAN
- Artikelnummer:
- 12778298
- UPC/EAN:
- 0756029613171
- Erscheinungstermin:
- 24.7.2026
Der von der Kritik gefeierte Fotograf und in Paris lebende, aus Algerien stammende Künstler Mohamed Bourouissa hegt seit langem ein tiefes, alles umfassendes Interesse an Klängen. »LILA» ist sein Solo-Debüt, ein selbst bezeichnetes »musikalisches Objekt«, das die wichtigen Beziehungen in seinem Leben auflistet; jeder der Tracks des Albums ist einer Person gewidmet (und nach ihr benannt), an die er dachte, als er das Album komponierte. Mit Gastauftritten von französisch-senegalesischen Künstlers Le Diouck und der italienischen Avantgarde-Künstlerin Valentina Fanigliulo (alias Mushy und Phantom Love) wirkt das Album wie ein Tagebuch hypnagogischer Reflexionen, das mit schwerelosen Synthesizern, herzzerreißendem Auto-Tune-Gesang und dissoziierten Beat-Sequenzen ein Bild von Bourouissas innerer Realität zeichnet.
Emotional aufgeladen und verwurzelt in der Ästhetik, die Bourouissa mit seiner Verbundenheit zu Klang, Menschen und Kunst verbindet, ist es so komplex und vielschichtig wie jede seiner gefeierten Installationen oder Ausstellungen. Bourouissas erste erkennbare klangliche Referenz war »Temps Morts» aus dem Jahr 2009, eine bewegende Videoarbeit, die er nach dem legendären Debütalbum des französischen Rappers Booba benannte, und seitdem ist er seiner Intuition gefolgt und hat nach und nach herausgefunden, wie er Klang nicht nur in seine Werke integrieren, sondern ihn in den Mittelpunkt stellen kann. 2017 arbeitete er gemeinsam mit dem libanesischen Free-Improv-Gitarristen Sharif Sehnaoui und Sina Araghi (alias Sina XX) an »Si Di Kubi«, einer Compilation, die experimentelle Klänge aus der arabischen Welt in den Vordergrund stellte, und sein Weg wurde klar. »In diesem Moment wurde der Klang zu einem integralen Bestandteil meiner künstlerischen Praxis«, erklärt er.
Bourouissa arbeitete 2021 mit dem französischen Sounddesigner und Programmierer Jordan Quiqueret zusammen, um herauszufinden, wie sich die von der Akazie erzeugten Frequenzen in Rhythmen auf »Brutal Family Roots« umsetzen lassen, wobei er Gedichte des Waddi-Waddi-Rappers MC Kronic und des ägyptisch-australischen MC Nardean integrierte. Später arbeitete er mit Fanigliulo an »Haral!« - einem Duo-Projekt, das dem Künstler endlich das Selbstvertrauen gab, seine Fähigkeiten anzunehmen und seinen eigenen Produktionen Vorrang einzuräumen. Sogar seine jüngste Ausstellung »SIGNAL» im Palais de Tokyo, Bourouissas erste Retrospektive, wurde ähnlich wie ein Album zusammengestellt, wobei der Künstler besonderen Wert auf die musikalische Logik ihrer Struktur und die ihr innewohnenden Rhythmen legte. »Ich sehe Klang als Träger von Geschichte und Erinnerung, manchmal traumatisch«, sagt er. »Die Arbeit mit Frequenzen, Geräuschen und Atemzügen eröffnet einen Raum für Heilung, eine kathartische Möglichkeit. »Und genau diese Philosophie leitet »LILA«, von den hallenden Klavierakkorden und Chor-Echos von »INTRO« bis hin zu den mikrotonalen Summtönen und verschleierten Rhythmen, die sich spiralförmig um das kurze, bewegende »OUTRO« winden. Es ist ein Album, das sich schwer einordnen lässt; es gibt Spuren von Pop in »HFC», einer beatlosen Suite aus modularen Schluckaufgeräuschen und biomechanischen Schreien, die in Richtung Kakophonie übergeht, und Überreste von Clubmusik, die an den Fenstern und Wänden des schweißtreibenden »MG« zurückbleiben, in den zitternden Trommelwirbeln und Le Dioucks schrillen Ausrufen. Der rote Faden, der sich durch das Ganze zieht, ist die Tatsache, dass Bourouissa in der Lage ist, eher ein Gefühl als einen Klang darzustellen. Mit einer Palette, die er im Laufe des letzten Jahrzehnts stetig verfeinert hat, bewegt er sich schimmernd durch eine persönliche Landschaft, die sich in ein lebendiges, atmendes klangliches Ökosystem verwandelt. Auf »AF» schweben gespenstische FM-Arpeggios unheimlich um seine lässigen, herzlichen Worte, und auf dem beunruhigenden »SEUM« kontern mehrschichtige Synth-Drones sein verzerrtes Crooning mit elektrisierenden xenharmonischen Akkorden. Instrumentale Dunstwolken schweben durch angespannte rhythmische Ausbrüche auf »MN», und als Fanigliulo auf dem Titeltrack auftaucht, rückt das Album in den Fokus, während warme, hoffnungsvolle Pads einige von Bourouissas eindringlichster Texte. »What did you say, why should I cry«, wiederholt er in die Leere hinein und presst die Worte durch metallische Verzerrung und ungleichmäßige Beats. Es ist Musik, die so greifbar ist, dass man sie fast berühren kann.
LP
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1 Intro
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2 Hfc
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3 Mg Feat. Le Diouck
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4 Fzb
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5 Nmb Feat. Lion
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6 Af Feat. Assounta
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7 Seum
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8 Mn
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9 Jq
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10 Lila Feat. Mushy
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11 Ab
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12 Outro