Courant Zéro: Solari auf CD
Solari
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- Constellation
- Aufnahmejahr ca.:
- 2026
- Artikelnummer:
- 12899137
- UPC/EAN:
- 0666561019426
- Erscheinungstermin:
- 25.9.2026
Weitere Ausgaben von Solari |
Preis |
|---|---|
| LP | EUR 29,99* |
Courant Zéro ist der neue Künstlername des Multimedia-Installationskünstlers aus Montréal und Mitbegründers des Labels Kohlenstoff, Maxime Corbeil-Perron, und signalisiert seine Rückkehr zur rein auf Aufnahmen basierenden elektronischen Musikproduktion, nachdem er sich mehrere Jahre lang auf preisgekrönte experimentelle Film- und audiovisuelle Werke konzentriert hatte. Solari lässt seine filmische Sensibilität und seine jahrzehntelange Auseinandersetzung mit Klangkunst und elektroakustischem Kontrapunkt in tiefgründige Stücke maximalistischer Ambient-Elektronik einfließen. Ausgehend von seinem frühen Hintergrund als Pianist und Jazz-Schlagzeuger webt Corbeil-Perron mit seiner einzigartigen Klangpalette ein Geflecht aus melodischen und rhythmischen Vektoren, das moderne Komposition, IDM, Ambient, Glitch und Noise auf einem Debütalbum miteinander verknüpft, das vor klanglichen Details und emotionaler Resonanz nur so strotzt.
Seit den frühen 2010er Jahren ist Corbeil-Perron als Schöpfer und Kurator ein fester Bestandteil der Klangkunstszene in Montréal. Sein Schaffen reicht von einem »hypnotischen A/V-Ansturm« (FACT Magazine) bis hin zur »nuancenreichen akusmatischen Reise« seiner 2018 erschienenen EP »Polychrome« (Bandcamp »Best Contemporary Classical Of The Month«), wobei frühere elektronische und techno-nahe Projekte wie »Political Ritual«, »Dresden« und »Le poisson d'argent« unter anderem von Avantgarde-Musikmagazinen wie »A Closer Listen«, »Silence and Sound« und »Musicworks« hochgelobt wurden. Courant Zéro nutzt diesen gesammelten Reichtum an experimentellen Klangerfahrungen im Dienste unverwechselbarer Kompositionsarchitekturen und elektronischer Musikpfade, die Fans von Floating Points, Jan Jelinek, Squarepusher, Tim Hecker und Oneohtrix Point Never fesseln dürften.
Der Titeltrack »Solari« eröffnet das Album mit einer höhlenartigen Ambient-Glitch-Drone-Klanglandschaft, die sich um die sich ständig wandelnden Klangfarben modularer Arpeggios legt und als Einleitung zum Fanfarenruf von »En deçà du réel« dient, einer Hommage an die Videokünstlerin Manon Labrecque, in der sich Schichten aus ineinander verwobenen melodischen Kontrapunkten, gespielt auf Buchla und anderen Synthesizern, langsam zu einer immersiven Intensität im Breitbildformat steigern; »Ich habe diese Vision von Labrecque, die ewig zwischen zwei Frames eines magnetischen VHS-Bandes schwebt – das langsame Tempo des Stücks ist zudem von Tarkovskys Herangehensweise an die Szenografie inspiriert«, sagt Corbeil-Perron. »Strange Aorta« ist ein ektoplasmischer Ambient-Track mit wehmütigen Melodielinien, die sich entlang eines zentralen Fadens wandeln, umspült von wechselnden Wellen tiefer Frequenzen und abprallenden tonalen Glitches; der Titel ist ein Verweis auf »den pochenden Rhythmus, der um die Hauptmelodie herum schlägt – und die schweren Nachwirkungen der Trauer im Zusammenhang mit dem Tod meines Vaters und einer brutalen Konfrontation mit meiner eigenen Sterblichkeit vor einigen Jahren.« Stücke wie »La peau des dents« und »Eroding Us« sind stärker in der elektroakustischen und aleatorischen Systemmusik verwurzelt, in der aufeinanderprallende Loops zu instabilen Strömungen aus dekonstruierten Verschiebungen und erneuter Konvergenz geformt werden. Diese beiden Stücke umrahmen den zentralen Kern des Albums: die wunderschöne Piano-Digitalia von »Horizon n'arrête« und die huschende Electronica des 9-minütigen Opus »Unyeldd«, dessen hüpfender Broken Beat und kaskadenartiger melodischer Glanz an eine Ansammlung von Aufziehspieluhren in einem lichtdurchfluteten Wald erinnern – und für Corbeil-Perron teilweise auch von den mittlerweile zu den Constellation-Labelkollegen gehörenden Do Make Say Think inspiriert: »Ich habe viel Zeit damit verbracht, ihre Alben wiederzuentdecken, nachdem ich sie letzten September [2024] gesehen hatte, was dieses Stück definitiv beeinflusst hat.«
Das Debüt von Courant Zéro ist ein lebendiges klangliches Rätsel an der Schnittstelle von elektronischer, elektroakustischer, Noise- und Ambient-Musik, das sich einer einfachen Kategorisierung entzieht. »Solari« schafft eine fesselnde Balance zwischen beunruhigender Desorientierung und einladender Wärme, durchdrungen von authentischen Gefühlen. Das Gemälde »Cryptography I« von Yen-Chao Lin auf dem Albumcover verkörpert diese vorherrschende Stimmung: Die labyrinthartigen Schaltkreise sind klar ausgearbeitet und prägnant dargestellt, zugleich jedoch mit handgefertigten Details und handwerklicher Patina verziert.
Disk 1 von 1 (CD)
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1 Solari
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2 En Deçà Du Réel
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3 Strange Aorta
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4 La Peau Des Dents
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5 Horizon N'Arrête
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6 Unyeldd
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7 Eroding Us
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8 Journée Au Bout de La Nuit