Bellbird: The Call auf LP
The Call
Die gute alte Vinyl - Langspielplatte.
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- Label:
- Constellation
- Artikelnummer:
- 12599999
- UPC/EAN:
- 0666561019013
- Erscheinungstermin:
- 6.2.2026
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Preis |
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- Gesamtverkaufsrang: 8104
- Verkaufsrang in LPs: 2706
Bellbird hat seinen Namen und seine musikalische Inspiration von dem Vogel, der für einen der lautesten und markantesten Rufe im Tierreich bekannt ist. Die Band beschäftigt sich mit Themen wie der Verbundenheit zwischen Musikern, Genres und der Natur. Ihr zweites Album und erstes für Constellation, »The Call«, ist direkt vom Weißglockenvogel inspiriert, dessen extremer, unverwechselbarer Ruf analysiert und direkt in den explosiv schönen Titeltrack des Albums eingewoben wurde.
Das in Montréal ansässige Quartett bestehend aus Claire Devlin (Tenorsaxophon), Allison Burik (Altsaxophon, Bassklarinette), Eli Davidovici (Bass) und Mili Hong (Schlagzeug) begann während der Pandemie bei Park-Jams zusammen zu spielen, inspiriert von der Jazz- und Free-Improvisationsszene, die sich um das Café Résonance gebildet hatte. Aber die vier Montrealer Neuzuzügler fanden erst nach einer Einladung zum Ottawa Jazz Festival 2021 als Bellbird zusammen und haben seitdem ihre Harmonie und ihren gemeinsamen Sound durch jahrelanges Touren und Zusammenspiel verfeinert. Das Quartett geht über sein gefeiertes, 2023 selbst veröffentlichtes Debütalbum »Root in Tandem« hinaus und setzt auf einen stark kollaborativen Kompositionsprozess.
Nachdem sie zuvor die Kompositionsaufgaben aufgeteilt hatten, entstanden die acht Songs auf »The Call« aus musikalischen Workshops und Improvisationsspielen, wobei sie sich auf Gedichte und Gespräche stützten, die sie während ihrer Aufenthalte außerhalb der Stadt ausgetauscht hatten. Das Ergebnis ist ein kraftvolles, stimmiges Statement, das ihre jazzzentrierte Instrumentierung mit Einflüssen aus Rock, Fusion und Folk verbindet, von Mingus und Eric Dolphy bis hin zu Ornette Colemans Prime Time und Indie-Rock. Ein wesentliches Merkmal ihres Sounds ist, wie sie die üblichen Rollen ihrer Instrumente umkehren, wobei die Blasinstrumente rhythmische Muster und unterstützende Texturen einsetzen, während Akustikbass und Schlagzeug die Form bestimmen.
Dieser Ansatz ist ein Mikrokosmos der egalitären Ethik der Band: Sie agieren als echtes Kollektiv, ohne ihre individuellen Stimmen zu opfern. Das Album schafft einen Ausgleich zwischen kraftvollen Kompositionen wie dem Titelsong »The Call« und Momenten, in denen die Band das Tempo drosselt, um sich der thematischen Einfachheit hinzugeben, wie in »Soft Animal« und »Phthalo Green«. Im Gegensatz zu ihrem Debütalbum, das in der Stadt erarbeitet, aber auf dem Land aufgenommen wurde, wurde »The Call« im legendären Hotel2Tango in Montréal von der Toningenieurin Sylvaine Arnaud aufgenommen, die die rohe Energie der Live-Auftritte der Band einfängt. Die Produktion verzichtet weitgehend auf eine traditionelle Ästhetik und setzt stattdessen auf kraftvolle Drums und einfallsreiche analoge Bearbeitung, die die viszerale Wirkung der Musik unterstreichen. Obwohl die Musik oft melodisch reichhaltig und zugänglich ist, scheut sich die Band auch nicht vor »hässlichen« Klängen und nutzt Multiphonics, gestrichenen Bass und metallische Texturen, um eine Klangpalette zu schaffen, die ebenso eindringlich und naturalistisch wie explosiv ist.
Das Album ist sozial und politisch engagiert und ein Beweis für die tiefgründige Musik, die nicht von einem einzelnen Leader, sondern von einem zutiefst einfühlsamen Quartett geschaffen wurde, das als Einheit zuhört, reagiert und kreiert. »The Call« vermittelt die Gefühle der Band zur Klimakrise und zur globalen Solidarität, wobei einer der zentralen Titel des Albums, »Blowing on Embers«, ausdrücklich einem freien Palästina gewidmet ist. »The Call« ist ein entscheidender Schritt nach vorne, ein einheitlicher Aufschrei einer Band, die ihre kraftvolle kollektive Stimme voll und ganz gefunden hat.