Ralph Towner: Solstice auf CD
Solstice
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Label:
- ECM
- Aufnahmejahr ca.:
- 1974
- Artikelnummer:
- 5551616
- UPC/EAN:
- 0602517758575
- Erscheinungstermin:
- 19.9.2008
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Preis |
|---|---|
| CD, (SHM-CD), Japan-Import | EUR 21,99* |
- Gesamtverkaufsrang: 237
- Verkaufsrang in CDs: 111
Dies ist wohl die erste Aufnahme, die die Klangfülle, für die ECM bekannt wurde, vollends entfaltet. Obwohl mir die immense musikalische Aufbruchstimmung der 1970er-Jahre durchaus bewusst ist, war ein Album wie dieses für junge Musikentdecker jener Zeit zweifellos ein erfrischendes und wahrhaft bewusstseinserweiterndes Erlebnis. Mit Musikern, die später die Bedeutung von ECM maßgeblich prägen sollten, ist „Solstice“ ein Meisterwerk an Musikalität, Komposition, Arrangement und Aufnahmetechnik.
Jeder Track sprüht vor Leben und zeugt von feinfühligem Einsatz verschiedenster Instrumentalkombinationen und Studio-Know-how. „Oceanus“ präsentiert Garbarek in Höchstform, mit ungezügelter emotionaler Wucht. Towners zwölfsaitige Gitarre entfaltet wie immer ein breites Klangspektrum. Christensens brillantes Schlagzeugspiel ergänzt Webers üppige Melodielinien, dessen Celloklänge ins Unendliche reichen, während sein Bass wie der kegelförmige Nachhall eines Wassertropfens emporsteigt. „Visitation“ hüllt diese Leidenschaft in eine nächtliche Vision voller lachender Geister. „Drifting Petals“ ist ein langsamer Prozess, ein zaghafter Blick auf eine staubige Ebene, wo die Verheißung der Freiheit größer erscheint als die Gefahr. Doch dann hallt der Rat eines Älteren in unseren Ohren und treibt uns voran. Wie von selbst bewegen sich unsere Füße und ziehen uns dem immer weiter verschwindenden Horizont entgegen, während die ersten Tropfen eines Gewitters über unsere Stirn streifen. Towner beweist einmal mehr, dass seine Klavierimprovisationen nicht zu unterschätzen sind, denn sie gehören zu den eindringlichsten Stücken des Albums. Ein transzendentes 12-saitiges Solo (mit sanfter, raumgreifender Unterstützung von Weber) eröffnet „Nimbus“ und entfaltet sich bald zu einem Klanggewitter aus Flöten, Schlagzeug und einem gestrichenen Bass, der mit der schrillen Leichtigkeit einer Sarangi erklingt. Garbareks Saxophon mischt sich ein und entfesselt sein harmonisches Feuer. Die gekonnt überlagerten Flöten kehren zurück, breiten kurz ihre Flügel aus, bevor sie in der Ferne verklingen. „Winter Solstice“, „Piscean Dance“ und „Red and Black“ bilden ein Triptychon von Duetten: das erste für klassische Gitarre und Saxophon, das zweite ein mitreißendes Jam für 12-saitige Gitarre und Schlagzeug und das dritte für 12-saitige Gitarre und Bass. „Sand“ beschließt unsere kosmische Reise mit einer von Garbareks tiefgründigsten Meditationen für Saxophon, untermalt von den seltsam fesselnden Klängen von Christensens Flexaton im Hintergrund.
Melodisch kraftvoll und zugleich strukturell flexibel – dieses Album ist ein Schatz und ein Muss für jeden, der ECM wirklich kennenlernen möchte. Ein wahrhaft außergewöhnliches Zusammentreffen musikalischer Genies.
Ralph Towner: 12-saitige und klassische Gitarre, Klavier
Jan Garbarek: Tenor- und Sopransaxophon, Flöte
Eberhard Weber: Bass, Cello
Jon Christensen: Schlagzeug, Perkussion
Deutscher Schallplattenpreis winner 1976. A pooling of talent characteristic of ECM’s first decade, with Garbarek, Eberhard Weber and Jon Christensen all responding creatively to the demands of Towner’s compositions.
Rezensionen
S.Katz in Audio 8/85:"Einen Meilenstein der jüngeren Jazzgeschichte gibt es jetzt endlich auch auf CD."Disk 1 von 1 (CD)
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1 Oceanus
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2 Visitation
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3 Drifting Petals
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4 Nimbus
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5 Winter Solstice
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6 Piscean Dreams
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7 Red And Black
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8 Sand
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