Franz Liszt: Klavierwerke in Orgelbearbeitungen auf CD
Klavierwerke in Orgelbearbeitungen
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
Klaviersonate h-moll; Sposalizio; Consolation Des-Dur; La lugubre gondola
- Künstler:
- Diederik Blankesteijn (Bätz-Orgel Domkerk Utrecht)
- Label:
- Brilliant Classics
- Aufnahmejahr ca.:
- 2022
- Artikelnummer:
- 11633202
- UPC/EAN:
- 5028421968551
- Erscheinungstermin:
- 15.12.2023
Franz Liszt (1811-1886), berühmter Pianist und Komponist der Romantik, hatte eine enge Beziehung zur Orgel. Er spielte selbst Orgel, und seine Improvisationen auf dem Instrument hatten eine überwältigende Wirkung. Wie in seinen Klavierwerken brachte Liszt auch das Komponieren für Orgel auf ein neues Niveau. Die Orgel spielt in seinem Schaffen eine relativ große Rolle; zudem sind von einer Reihe von Werken sowohl Orgel- als auch Klavierfassungen erhalten geblieben. Andere Werke, die für Klavier konzipiert wurden, lassen sich sehr gut auf die Orgel übertragen. Dieses Album enthält vier Orgeltranskriptionen von Klavierwerken von Liszt. Die Aufnahme beginnt mit einer Hochzeit (Sposalizio - Zur Trauung) und endet mit einem Leichenzug (La lugubre gondola - Die Trauergondel). Diese beiden besonderen Momente des Lebens werden in der europäischen Kultur häufig mit Kirche und Kirchenorgel in Verbindung gebracht. In beiden Werken – so unterschiedlich sie auch sein mögen – verwendet Liszt Glockenmotive. Sowohl im Sposalizio als auch im enthaltenen Adagio ist eine typische musikalische Religiosität des 19. Jhs. zu spüren, die auch Liszt sehr zu eigen war. Auf die monumentale Sonate h-Moll folgt in dieser Aufnahme La lugubre gondola als düsterer Epilog, der Liszts musikalische Fortschrittlichkeit und emotionale Tiefe weiter unterstreicht. Eingespielt wurden die Transkriptionen auf der berühmten Bätz-Orgel des Utrechter Doms, die zwischen 1825 und 1831 erbaut wurde und deren Disposition im Booklet enthalten ist.
Rezensionen
"Das Instrument, das man mit dem Namen Franz Liszt am meisten verbindet, ist sicherlich das Klavier, dessen (Instrumental-)Geschichte er wie kaum ein anderer Komponist und Klavier-Virtuose seiner Zeit mitgeprägt hat. Seine Klaviersonate in h-Moll, entstanden im „Zentrum“ des 19. Jahrhunderts (zwischen 1849 und 1853), gilt als einer der bedeutendsten – und spieltechnisch anspruchsvollsten – Gattungsbeitrag dieses Säkulums nach Beethoven. Liszt selbst hat seine Sonate nie für die Orgel bearbeitet, obschon dieses Instrument in seinem Leben stets eine wichtige Rolle spielte. Andere nach ihm haben das getan, genannt seien hier vor allem Edwin Henry Lemare (seine Fassung ist sicher die berühmteste) und Marcel Dupré (Letztgenannter hat das Werk für zwei Orgeln arrangiert) sowie, aus neuerer Zeit, Andreas Rothkopf und Bernhard Haas. Organist Winfried Lichtscheidel hatte die Haas-Fassung 2010 für Ambiente-Audio (ACD 1047) auf hohem Niveau eingespielt. Nun bringt der niederländische Organist Diederik Blankesteijn seine eigene Bearbeitung der h-Moll-Sonate für das Label Brilliant zu Gehör. Sie bildet das Herzstück des Albums, und laut Booklet-Text ist die Transkription speziell für eine niederländische Großstadtorgel aus dem 18. und 19. Jahrhundert entstanden. Die Hauptorgel des Utrechter Doms, zwischen 1825 und 1831 von den Brüdern Jonathan und Johan Martin Willem Bätz erbaut und 1974-75 von der Utrechter Firma Gebrüder van Vulpen vollständig restauriert, gilt als herausragendes Beispiel für diesen Instrumententyp. Neben der h-Moll-Sonate erklingen auf der CD drei weitere Orgelbearbeitungen Lisztscher Klavierwerke. Die „Reise“ beginnt mit einer Hochzeit („Sposalizio“, der erste Satz aus der zweiten Suite der „Années de pèlerinage“, arr. von E.H. Lemare) – und sie endet mit einem Trauerzug („La lugubre gondola“, arr. von Blankesteijn). Das an zweiter Stelle stehende „Adagio (Consolation)“ in Des-Dur erklingt in einer Fassung, die der mit Liszt befreundete Organist Alexander Wilhelm Gottschalg vorgenommen hat. Diederik Bankesteijn begeistert (mich) sowohl als Organist und auch als Arrangeur auf ganzer Linie. Selten habe ich die h-Moll-Klaviersonate so intensiv erlebt wie auf dieser grandios klingenden Orgel mit ihren 50 Registern und 3698 Pfeifen. Wüsste man es nicht besser, könnte man Blankesteijns kongeniale Orgelfassung glatt für das Original von Liszt halten. Unter seinen Fingern und Füßen wächst dem Werk eine – mich unmittelbar überzeugende – (Klang-)Dimension zu, die das Klavier nicht bieten kann und die an keiner Stelle künstlich „nachkoloriert“ wirkt, um es so auszudrücken. Diese – auch dramaturgisch einleuchtende – Fassung ist orchestral empfunden, hat einen Sinn für feinste Farbnuancen und wahrt dabei doch die rohe Wucht und diabolische Energie des pianistischen Urbilds. Mehr kann man von einer guten Transkription fast nicht verlangen. Diederik Blankesteijn ist in jeder Hinsicht – musikalisch, interpretatorisch und was die Wahl des Instruments betrifft – eine starke Einspielung gelungen. Die Akustik des Albums lässt keine Wünsche offen. Klare Empfehlung!" (Musica Sacra, Burkhard Schäfer)Disk 1 von 1 (CD)
Années de pèlerinage, 2e année: Italie S 161 (Auszug)
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1 Sposalizio (bearb. für Orgel von Edwin Henry Lemare)
Consolations S 172 Nr. 1-6 (6 kurze Klavierstücke) (Auszug)
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2 Nr. 4 Adagio (bearb. für Orgel von Alexander Wilhelm Gottschalg)
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3 Sonate für Klavier h-moll S 178 (bearb. für Orgel von Diederik Blankensteijn)
Trauergondeln (La lugubre gondola) Nr. 1-2 S 200 (Auszug)
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4 Nr. 2 (ohne Satzbezeichnung) (bearb. für Orgel von Diederik Blankensteijn)
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