Carl Almenräder: Duos für 2 Fagotte op.10 Nr.1 & 2 auf Super Audio CD
Duos für 2 Fagotte op.10 Nr.1 & 2
Die SACD verwendet eine höhere digitale Auflösung als die Audio-CD und bietet außerdem die Möglichkeit, Mehrkanalton (Raumklang) zu speichern. Um die Musik in High-End-Qualität genießen zu können, wird ein spezieller SACD-Player benötigt. Dank Hybrid-Funktion sind die meisten in unserem Shop mit "SACD" gekennzeichneten Produkte auch auf herkömmlichen CD-Playern abspielbar. Dann allerdings unterscheidet sich der Sound nicht von einer normalen CD. Bei Abweichungen weisen wir gesondert darauf hin (Non-Hybrid).
+Duettini für 2 Fagotte op. 8 Nr. 1 & 2; Introduktion & Variationen op. 4 über "Es eilen die Stunden des Lebens so schnell dahin" für Fagott & Klavier
+Wilhelm Hermann Heckel: Kleines Konzert für Fagott & Klavier "Meine Gedanken"
- Tonformat:
- stereo/multichannel (Hybrid)
- Künstler:
- Michael Kaulartz, Carl-Sönje Montag, Johann Blanchard
- Label:
- MDG
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12803515
- UPC/EAN:
- 0760623239361
- Erscheinungstermin:
- 18.9.2026
Ohne ihn ist das moderne Fagott nicht vorstellbar: Vor fast 200 Jahren gründete Carl Almenräder gemeinsam mit Johann AdamHeckel die Instrumentenmanufaktur, die bis heute unangefochten den Weltmarkt für Fagotte beherrscht. Almenräders Können auf dem Instrument, sein feines Klanggespür und Heckels präzise Handwerkskunst legten den Grundstein für den Erfolg, den Almenräder als reisender Virtuose mit eigenen Kompositionen in die Welt hinaustrug. Michael Kaulartz und Carl Sönje Montag präsentieren das oft belächelte Instrument mit Almenräders Duetten auf beeindruckend agile, virtuose und doch überraschend reichhaltige und abwechslungsreiche Weise.
Doch das Virtuosentum war Almenräder nicht in die Wiege gelegt – seine ersten Versuche unternahm er als Autodidakt auf einem wurmstichigen Fagott vom elterlichen Dachboden. Bereits als Dreizehnjähriger bemühte er sich um Verbesserungen am Instrument, später verdiente er sich mit dem Anfertigen von Rohrblättern ein kleines Zubrot zum Lebensunterhalt. Waren es diese Erfahrungen, die ihn zu ersten Überlegungen veranlassten, ein Fagott für kleine Kinderhände zu entwickeln?
Die beiden Fagottstimmen in den Duetten op. 8 & 10 sind als absolut gleichberechtigte Stimmen komponiert. Besondere Aufmerksamkeit verdienen die langsamen Mittelsätze, wie etwa der ausdrucksstarke Trauermarsch aus op. 10 Nr. 2 oder das bewegende Adagio aus op. 8 Nr. 2. Die Virtuosität in den Ecksätzen wird durch die Variationen op. 4 noch verstärkt, für die Kaulartz die klangsensible Klavierbegleitung von Johann Blanchard in Anspruch nimmt.
Kaulartz und Blanchard heben sich ein ganz besonderes Juwel für die Zugabe auf: Die einzige Komposition von Wilhelm Hermann Heckel, dem Enkel von Johann Adam, entstand 1946 zum hundertsten Todestag von Almenräders. Sie trägt denTitel »MeineGedanken« und offenbart den Firmenchef als sensiblen, emotionalen und nachdenklichen Menschen, der sich der außergewöhnlichen Qualität seines Instruments voll bewusst ist – eine seltene, überraschende und wertvolle Entdeckung.
Rezensionen
»Musik eines Instrumentenbauers, der mit 67 Jahren seine einzige Komposition vorstellt, hört man nicht alle Tage. Wilhelm Hermann Heckel, Fagottbauer und einer der Väter des Heckelphons, macht es möglich. Zum hundertsten Firmenjubiläum notierte er 1946 »Meine Gedanken« für Fagott und Klavier. Der Fagottist Michael Kaulartz präsentiert sie hier als Zugabe zu Musik Carl Almenräders (1786-1843), die er gemeinsam mit seinem Kollegen Carl-Sönje Montag vorstellt. Almenräder, jahrzehntelang als Fagottist in Orchestern tätig, ist zwar ebenfalls eher als Instrumentenbauer bekannt, komponierte aber auch für sein Instrument. In seinen Duetten für zwei Fagotte lässt er alle ihre Farben und Klangmöglichkeiten aufscheinen – ob im effektvollen Trauermarsch des op. 8 oder im Allegro marcato op. 10. Klanglich ausgeglichen und mit Liebe zum Detail widmen sich die beiden schön aufgenommenen Fagottisten seiner Musik. Richtig virtuos wird es dann in den eigentlich als Fagottquartett komponierten Variationen op. 4, die hier vom Klavier begleitet werden. (Klassik Festival)»Diese SACD gehört zu jener Kategorie von Aufnahmen, die sowohl musikwissenschaftlichen als auch rein musikalischen Charakter haben und es ermöglichen, ein Instrument neu zu entdecken, indem sie es in den Kontext seiner Entstehungsgeschichte und seiner Entwicklung einordnen. Sie würdigt Carl Almenräder (1786–1843) und Wilhelm Hermann Heckel (1879–1952), zwei prägende Persönlichkeiten der Entwicklung des deutschen Fagotts im 19. und 20. Jahrhundert... Von Anfang bis Ende der Aufnahme verkörpern Michael Kaulartz, Carl-Sönje Montag und Johann Blanchard auf bewundernswerte Weise einen Ansatz, der Virtuosität und Musikalität nicht voneinander trennt – zur großen Freude des Musikliebhabers.« (opushd.net)
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