Frederic Chopin: Walzer Nr.1-19 auf CD
Walzer Nr.1-19
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Künstler:
- Richard Raymond, Klavier
- Label:
- Analekta
- Aufnahmejahr ca.:
- 2001
- Artikelnummer:
- 4240660
- UPC/EAN:
- 0774204315825
- Erscheinungstermin:
- 1.1.2014
Ob kurze Gedichte oder große musikalische Klanglandschaften, die Walzer von Frédéric Chopin (1810-1849) beziehen ihre verführerische Kraft aus ihrer Intimität, ihrer Sensibilität und ihrer Fantasie. Chopin vertraute sein musikalisches Genie fast ausschließlich dem Klavier an, dem bevorzugten Musikinstrument der Romantik. Er war selbst ein brillanter Pianist und hatte das Glück, seine Werke so aufzuführen, wie er sie in Gedanken hörte.
Im Gegensatz zu Liszt bevorzugte Chopin das kleinere Publikum in Salons gegenüber dem in Konzertsälen, das sich nach Virtuosität sehnte. George Hogarth, ein damaliger Kommentator, fasste den Aufführungsstil und die Werke des Pianisten des Komponisten folgendermaßen zusammen: »Sein Spiel strahlt höchste Zartheit aus, einen sanften und klaren Klang, mit einer klaren Rundheit in schnell bewegten Passagen, während seine Musik.« zeichnet sich durch Gedankenfreiheit, eine ganze Palette an Ausdruckskraft und eine romantische Melancholie aus, die die natürliche Veranlagung des Künstlercharakters zu verkörpern scheint.‹
Chopin: Patriotische Melancholie
Der in Polen geborene Chopin wanderte 1831 nach Paris aus, blieb aber seinem Heimatland tief verbunden. Sowohl eine patriotische Melancholie als auch die inhärente Melancholie des romantischen Jahrhunderts durchdringen sein gesamtes Werk, ebenso wie die lebendige Energie der polnischen Folklore, die besonders in seinen Mazurkas und den Polonaisen zum Ausdruck kommt. Diese natürlichen Inspirationen wurden durch Chopins große Liebe zur italienischen Oper ergänzt, die in den Theatern Europas des 19. Jahrhunderts beliebt war. Giacomo Bellini, mit dem er befreundet war, war einer seiner Lieblingskomponisten. Diese Inspirationsquelle mag der Grund dafür sein, dass Chopins Melodien oft mit Gesang verglichen werden. Neben diesen Einflüssen ist auch die Musik Johann Sebastian Bachs zu erwähnen, den Chopin schon sehr früh für sich entdeckte.
Eine große Anzahl von Chopins Werken beziehen ihre Grundrhythmen aus Tänzen wie der Mazurka, der Polonaise oder dem Walzer: ›Chopin hat große Freude daran, seine Inspiration an einen bestimmten Rhythmus zu binden, der wie im Fall des Walzers recht rudimentär sein kann. und indem er seiner Fantasie freien Lauf ließ und darauf Konstruktionen von außergewöhnlicher Leichtigkeit baute. (A. Einstein, 1959). Zwischen 1829 und 1847 komponierte er 19 Walzer. Seine Opus 18, 34, 42 und 64 wurden noch zu seinen Lebzeiten veröffentlicht, während die anderen erst posthum erschienen. Ob langsam und meditativ wie Op. 2 und Op. 69 Nr. 2, oder schnell und brillant, zeichnet sich jeder Walzer durch einen üppigen harmonischen Fluss und äußerst einfallsreiche Wendungen aus, und das trotz des einfachen Dreiertakts, der ihn vorantreibt.
Chopin forderte seine Schüler immer auf, die Begleitung so zu spielen, dass die Bewegung zur Unterstützung der Melodie »etabliert« wurde. Die folgende Beobachtung von Liszt vermittelt die subtile Beziehung zwischen den melodischen und harmonischen Dimensionen von Chopins Musik: »Sehen Sie sich diese Bäume an: Der Wind rauscht durch ihre Blätter und lässt sie zittern, aber der Baum bleibt still. Das ist die Essenz des Chopin-Rubato.« .»
Brillante Walzer
34 sind vivo und vivace (mit Ausnahme des Walzers Nr. 2, der mit lento gekennzeichnet ist). Gleich in den ersten Takten kündigen wiederholte Noten und breite Akkorde die Raserei an, die noch bevorsteht, die überschäumende Energie, die alle seine Valses Brillantes an den Tag legen.
Walzer op. 64, 69 und 70
Die drei Walzer aus Op. 64 aus den Jahren 1846 und 1847 weisen jedoch andere Merkmale auf. Im ersten Walzer, der als »Minutenwalzer« oder »Kleiner-Hunde-Walzer« bezeichnet wird, dreht sich die Melodie in sich selbst, während sie sich im Mittelteil des zweiten Walzers in Arabesken entfaltet. Das erste Thema im letzten Walzer dieses Opus ist mit chromatischen Passagen verziert, deren Schwung in jedem Takt unterbrochen wird. In der Melodie aus Op. 69 Nr. 2 unterstreicht die Synkope auf dem ersten Schlag den trägen Charakter des Werks.
Die meisten dieser poetischen Miniaturen sind den aristokratischen Frauen gewidmet, die Chopin umgaben: Baroninnen und Gräfinnen, treue Amateurinnen. Der Komponist, der nie geheiratet hat, widmete zwei davon den Frauen, die er liebte. Er komponierte den Walzer Opus 70 Nr. 3 als Hommage an Constance Gladowska, seine erste Liebe in Warschau, und Op. 1, auch »Abschiedswalzer« genannt, für seine Verlobte Marie Wodzinska. Es sollte jedoch erwähnt werden, dass dieses letzte Stück 1835 geschrieben wurde, während die Verlobung erst 1837 gelöst werden sollte. Die beiden Walzer haben eine außergewöhnliche Feinheit gemeinsam: Der erste, 1829 komponierte, zeichnet sich durch seine Chromatik und Dualität aus melodische Stimmen, die an ein Opernduett erinnern; Das zweite wiederum ist voller Vorschläge und Vorschlagsnoten, die Liszt mit Wassertropfen verglich. Chopins Kompositionen für Klavier, die aus der Spontaneität seiner Improvisationen entstanden sind, wären ohne seine lebhafte Fantasie und sein raffiniertes Gespür für Verzierungen nicht ganz dasselbe. Wie in einem Spiel fliegen in Opus 70 die Noten schnell und dicht umher. 1 sowie in seinen posthumen Walzern in E-Dur und e-Moll. Schließlich leitet ein langer Triller die feierlichste Grande Valse op. 42 ein, ein perfekter Ausdruck der Meisterschaft des Komponisten, die Verzierung so umzuwandeln, dass sie ihr bei Bedarf eine dramatische Rolle und Beredsamkeit verleiht, die über bloße dekorative Kunst hinausgeht. »[Chopin] war der ultimative Lobredner der Liebe und Freiheit.« E. Ganche, 1928
»Chopins Schöpfungen sind dazu bestimmt, die Freuden, den Trost und die tröstenden Gefühle, die Kunstwerke in den Seelen erwecken, denen sie gewidmet sind, in ferne Länder und Epochen zu transportieren und so eine dauerhafte Verbindung zwischen erhabenen Geistern aus allen Teilen herzustellen.« der Erde und aller Zeitperioden [...].‹
? Liszt, 1851
© Claudine Caron, Mai 2001, für Trancées (Schreib- und Übersetzungsdienste der Société québécoise de recherche en musique). Übersetzung: Marc Hyland
Tracklisting
Disk 1 von 1 (CD)
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1 Valse No.1 <
> En Mi Bemol Majeur / In E Flat Major,Op.18 -
2 Valse No.2 <
> En La Bemol Majeur / In A Flat Major, Op.34-1 -
3 Valse No.3 <
> En La Mineur / In A Minor, Op.34-2 -
4 Valse No.4 <
> En Fa Majeur / In F Major, Op.34-3 -
5 Valse No.5 <
> En La Bemol Majeur / In A Flat Major,Op.42 -
6 Valse No.6 <
> En Re Bemol Majeur / In D Flat Major, Op.64-1 -
7 Valse No.7 En Do Diese Mineur / In C Sharp Minor, Op.64-2
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8 Valse No.8 En La Bemol Majeur / In A Flat Major, Op.64-3
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9 Valse No.9 En La Bemol Majeur / In A Flat Major, Op. 69-1
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10 Valse No.10 En Si Mineur / In B Minor, Op.69-2
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11 Valse No.11 En Sol Bemol Majeur / In G Flat Major, Op.70-1
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12 Valse No.12 En Fa Mineur / In F Minor, Op.70-2
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13 Valse No.13 En Re Bemol Majeur / In D Flat Major, Op.70-3
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14 Valse No.14 En La Bemol Majeur / In A Flat Major, Op.Posth
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15 Valse No.15 En Mi Majeur / In E Major, Op.Posthume
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16 Valse No.16 En Mi Mineur / In E Minor, Op.Posthume
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17 Valse No.17 En La Mineur / In A Minor, Op.Posthume
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18 Valse No.18 En Mi Bemol Majeur / In E Flat Major, Op.Posth
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19 Valse No.19 En Mi Bemol Majeur / In E Flat Major, Op.Posth
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