Heinrich Seidel: Vorstadtgeschichten, Kartoniert / Broschiert
Vorstadtgeschichten
- Erzählungen
- Verlag:
- Jaron Verlag GmbH, 06/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783897739819
- Artikelnummer:
- 12583821
- Umfang:
- 224 Seiten
- Gewicht:
- 200 g
- Maße:
- 192 x 122 mm
- Stärke:
- 27 mm
- Erscheinungstermin:
- 26.6.2026
- Serie:
- Die Berlin-Bibliothek - Band 12
Klappentext
Ein junger Mann im Norden Berlins will sich einen Papagei kaufen und verliebt sich stattdessen in die Verkäuferin. Eine fröhliche Zecherrunde verlässt im Morgengrauen eine Kneipe, trifft auf einen einsamen Leichenwagen und gibt dem Toten kurzerhand das letzte Geleit. Ein Gelehrter zieht im Kampf gegen eine Sperlingsfamilie, die seine Studien stört, überraschend den Kürzeren. Und ein Luftschiffer steigt mit seinem Ballon vom Tempelhofer Feld aus so hoch, dass er sich plötzlich vor Petrus am Himmelstor wiederfindet und mit ihm zusammen eine Flasche aus dem Weinhaus Bötefür leert. In seinen 1880 erstmals erschienenen "Vorstadtgeschichten" schildert Heinrich Seidel das Leben in den damals noch idyllischen Randbezirken Berlins. Mit genauem Blick, Sprachwitz, einem teils kräftigen Schuss Phantasie und vor allem der Fähigkeit, das (manchmal verborgene) Schöne in der Welt zu sehen.
Biografie
Der Ingenieur und Schriftsteller Heinrich Seidel wurde im Sommer 1842 als Sohn eines Landpfarrers in Perlin geboren einem Dorf im Mecklenburgischen. Später siedelte die kinderreiche Familie nach Schwerin über. Seidel besuchte dort das Gymnasium und absolvierte in der Schweriner Lokomotivreparaturwerkstätte eine Art praktisches Jahr. Dann studierte er zunächst am Polytechnikum in Hannover und arbeitete anschließend einige Jahre in zwei Maschinenfabriken in Güstrow, bevor er erneut ein Studium aufnahm, diesmal an der Königlichen Gewerbeakademie in Berlin. Als Ingenieur bei der Berlin-Anhaltischen Eisenbahn-Gesellschaft beschäftigt, berechnete und konstruierte Seidel unter anderem das eiserne Hallendach des 1880 eingeweihten Anhalter Bahnhofs in Berlin damals eine ingenieurtechnische Sensation. Im selben Jahr entschloss sich der erfolgreiche Ingenieur, freier Schriftsteller zu werden. Schon einige Jahre hatte er nebenbei geschrieben und nach eigenen Worten eine sonderbare Doppelexistenz geführt. Acht Jahre später gelang ihm mit den Prosa-Idyllen um Leberecht Hühnchen der literarische Durchbruch. In seinem künstlerischen Schaffen wurde Seidel von Gottfried Keller, Theodor Storm und Theodor Fontane geschätzt und kritisch begleitet. 1895 kaufte Seidel für seine Familie ein kleines Haus in der damaligen Gartenstadt Lichterfelde nahe Berlin. Dort starb Heinrich Seidel 1906.Anmerkungen:
Bitte beachten Sie, dass auch wir der Preisbindung unterliegen und kurzfristige Preiserhöhungen oder -senkungen an Sie weitergeben müssen.