Maik Grote: Walter Landauer 'Nach Paris werde ich nicht so bald wieder kommen können', Kartoniert / Broschiert
Walter Landauer 'Nach Paris werde ich nicht so bald wieder kommen können'
- Ein deutschjüdischer Verleger im Exil in Amsterdam bei Allert de Lange 1933-44
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- BoD - Books on Demand, 10/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783695750597
- Artikelnummer:
- 12955616
- Umfang:
- 440 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 592 g
- Maße:
- 215 x 135 mm
- Stärke:
- 31 mm
- Erscheinungstermin:
- 7.10.2026
- Gesamtverkaufsrang: 7017
- Verkaufsrang in Bücher: 171
Klappentext
Walter Landauer wird 1902 im Wilhelminischen Berlin in eine deutschjüdische Kaufmannsfamilie hineingeboren und beginnt nach dem Jurastudium seine berufliche Laufbahn als Lektor beim Berliner Verlag Die Schmiede, wo Joseph Roth als Buchautor debütiert. In der Weimarer Republik wird er Prokurist beim Gustav Kiepenheuer Verlag, wo sein ehemaliger Schulkamerad Fritz Landshoff Teilhaber geworden ist, und emigriert wie seine Freunde im Frühjahr 1933 aus Hitlerdeutschland, als es für den modernen Kiepenheuer Verlag mit seinen linksbürgerlichen Autoren keine Zukunft mehr gibt. In Amsterdam übernimmt er im Herbst die Leitung der neu gegründeten deutschen Abteilung beim Allert de Lange Verlag und wird der Verleger von emigrierten Schriftstellern wie Roth, Irmgard Keun, die erst mit einem Vertrag von ihm sich traut, über die Grenze zu gehen, Bertolt Brecht, Gina Kaus, Adrienne Thomas, der jungen Annemarie Selinko, deren Interessen er vertritt, Ödön von Horváth, Alma Mahler oder Stefan Zweig. Als Landshoff mit dem deutschen Querido Verlag dort einen weiteren Exilverlag gründet, wird Amsterdam 'die wichtigste Zufluchtsstätte des freien deutschen Buches', wie Klaus Mann schreibt. Als im Mai 1940 deutsche Truppen die Niederlande überfallen, versuchen Freunde und Bekannte, die es bereits nach Übersee geschafft haben, ihn aus dem besetzten Europa herauszuholen. Doch Landauer will erst gehen, wenn auch seine Mutter Margarete, die nach dem Novemberpogrom endlich aus Berlin zu ihm nachgekommen ist, ein Visum erhält, und taucht in Amsterdam unter. 'Das vorbehaltlose Vertrauen, immer und unter allen Umständen, hatte ich nur zu ihm', notiert Mopsa Sternheim über ihren untergetauchten Freund. 'Der einzige, der mich, wenn ich sehr schwach, sehr elend, ja heruntergekommen war, nie schlecht behandelte. Der immer ganz da war für mich. Mein Ruhepunkt. Meine ganze Familie. Der immer half, nie etwas verlangte.' Im Sommer 1943 versucht Walter Landauer, nachdem unerwartet alle Bemühungen erfolglos bleiben, in die Schweiz zu fliehen, und wird dabei an der belgischen Grenze aus dem Autobus heraus verhaftet. Zunächst wird er in das Polizeiliche Durchgangslager Westerbork gebracht und von dort aus Anfang 1944 in das Konzentrationslager Bergen-Belsen bei Celle überstellt, wo er im sogenannten 'Austauschlager' auf seine Freilassung durch einen Austausch wartet. Für die Biografie wurden u. a. Archivalien aus deutschen, niederländischen, österreichischen und schweizerischen Archiven ausgewertet.
Anmerkungen:
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