Heinrich Mann: Mutter Marie, Kartoniert / Broschiert
Mutter Marie
- Glanz und Abgrund
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH, Berlin, 06/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783743756410
- Artikelnummer:
- 12779346
- Umfang:
- 148 Seiten
- Gewicht:
- 246 g
- Maße:
- 220 x 155 mm
- Stärke:
- 11 mm
- Erscheinungstermin:
- 14.6.2026
Weitere Ausgaben von Mutter Marie |
Preis |
|---|---|
| Buch, Gebunden | EUR 24,80* |
Klappentext
Heinrich Mann: Mutter Marie. Glanz und Abgrund
Erstdruck: Wien, P. Zsolnay, 1927.
Neuausgabe. Herausgegeben von Karl-Maria Guth. Berlin 2026.
Der Text dieser Ausgabe wurde behutsam an die neue deutsche Rechtschreibung angepasst.
Umschlaggestaltung von Thomas Schultz-Overhage.
Gesetzt aus der Minion Pro, 11 pt.
Henricus - Edition Deutsche Klassik GmbH
In einer Berliner Villa, deren Glanz längst zu bröckeln beginnt, kämpft die Familie von Lambart um den Rest ihres Ansehens. Der General ist müde geworden, die Generalin hält mit eiserner Haltung an Rang und Form fest, und ihr Sohn Valentin taumelt zwischen Schulden, Spiel, gesellschaftlichem Ehrgeiz und einer aussichtsreichen Verbindung mit der jungen Prinzessin Adele. Da tritt Baronin Marie Hartmann in sein Leben: reich, elegant, einsam und von einer alten Wunde getrieben.
Marie glaubt in Valentin das Kind wiederzufinden, das ihr einst genommen wurde. Was als Hilfe beginnt, wird zu einem gefährlichen Bündnis aus Muttersehnsucht, Besitzanspruch und Rettungsphantasie. Valentin lässt sich tragen, Adele liebt mit kindlicher Unbedingtheit, die Generalin rechnet, und um alle herum verschiebt sich eine Gesellschaft, in der Adel, Geld und Moral ihren alten Sinn verloren haben.
'Mutter Marie' erzählt von mütterlicher Liebe und Selbsttäuschung, von verarmtem Glanz und neuer Macht, von Menschen, die einander retten wollen und sich dabei an ihren eigenen Illusionen verstricken.
Über den Autor:
1871 als erstes Kind des Lübecker Kaufmanns und späteren Senators Thomas Johann Heinrich Mann und dessen brasilianisch-deutscher Ehefrau Julia da Silva-Bruhns in den hanseatischen Wohlstand der Gründerjahre hineingeboren, verlässt Luiz Heinrich Mann das Gymnasium bereits in der Unterprima und absolviert nach einer rasch wieder abgebrochenen Buchhändlerlehre in Dresden ein Volontariat bei S. Fischer in Berlin. Bis zum Kriegsausbruch unternimmt er - in München lebend - ausgedehnte Reisen nach Italien, oft in Begleitung seines jüngeren Bruders Thomas, mit dem er sich 1914 über dessen deutschnationale Anschauung überwirft. Er emigriert mit seiner zweiten Ehefrau Nelly Kröger 1933 nach Frankreich, nachdem die Nazis ihn zunächst aus der Akademie der Künste ausschließen und ihm schließlich die deutsche Staatsbürgerschaft aberkennen. In Paris wird er Vorsitzender des Vorbereitenden Ausschusses der deutschen Volksfront (Lutetia Kreis) und die SPD wählt ihn zu ihrem Ehrenpräsidenten. 1940 fliehen Nelly und er in die USA. Land und Leute seines Zufluchtslandes bleiben ihm fremd, noch vor Kriegsende begeht die schwer alkoholkranke Nelly Selbstmord - wie zuvor beide Schwestern Heinrich Manns (Clara 1910 und Julia 1927). 1949 wird er zum Präsidenten der Deutschen Akademie der Künste in Ostberlin gewählt. Am 11. März 1950 stirbt Heinrich Mann in Santa Monica, Kalifornien, unweit des Wohnsitzes seines Bruders Thomas in Pacific Palisades, bevor er die geplante Rückkehr nach Deutschland antreten kann. Seine Urne wird 1961 in die DDR überführt und auf dem Dorotheenstädtischen Friedhof beigesetzt.
Biografie
Heinrich Mann, geb. 1871 in Lübeck, begann nach dem Abgang vom Gymnasium eine Buchhandelslehre. 1891-92 volontierte er im S. Fischer Verlag, Berlin. Gleichzeitig war er Gasthörer an der Universität. Tätig als freier Schriftsteller veröffentlichte er Romane, Novellen, Essays, Schauspiele. 1933 emigrierte er nach Frankreich, später in die USA. Heinrich Mann starb 1950 in Santa Monica/Kalifornien.Anmerkungen:
Bitte beachten Sie, dass auch wir der Preisbindung unterliegen und kurzfristige Preiserhöhungen oder -senkungen an Sie weitergeben müssen.
Mehr von Heinrich Mann