Franz Grillparzer: Selbstbiographie, Gebunden
Selbstbiographie
- Kommentierte Ausgabe mit zeitgenössischen Texten
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- Herausgeber:
- Thomas Brooks
- Kommentar:
- Thomas Brooks
- Verlag:
- Wallstein Verlag GmbH, 11/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783835362093
- Umfang:
- 304 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 18.11.2026
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Klappentext
Die Autobiographie des österreichischen Nationaldichters neu ediert mit zahlreichen Quellen und Begleittexten
Mit Grillparzers Selbstbiographie hat es eine eigene Bewandtnis. Gemessen an ihrer literarischen Bedeutung, ihrem stilistischen Rang, ihrem unschätzbaren Quellen- sowie schieren Unterhaltungswert erscheint es fast unerklärlich, dass dieses Buch bis heute nur den 'happy few' bekannt ist. Kafka, Musil und Thomas Mann haben den Text gelesen und sich von ihm im eigenen Schaffen inspirieren lassen, ein breiteres Publikum aber hat er sich nie erschließen können. Das möchte diese Edition ändern. Sie setzt dazu auf Kontextualisierung mittels Ko-Textualisierung. Die Ko-Texte (Briefe von, an und über Grillparzer, Memoiren, Tagebuch-notate, Zensurakten, usw.) sind in den Marginalien platziert, sodass sie direkt in Dialog mit dem Haupttext treten können. Einen thematischen Schwerpunkt bilden die Dokumente, die sich auf Grillparzers Konflikte mit den Obrigkeiten im Allgemeinen und der Zensur im Besonderen beziehen. Außerdem bietet die Edition einen umfassenden Stellenkommentar, eine Familiengeschichte in Form von Biogrammen der Eltern und der Brüder, ein ausführliches Nachwort, das den Text als komisches Meisterwerk würdigt, sowie ein Dutzend Porträts von Grillparzer und Zeitgenossen.
Biografie (Franz Grillparzer)
Franz Grillparzer, 15.1.1791 Wien - 21.1.1872 ebd., Sohn eines Wiener Rechtsanwalts arbeitete nach Abschluss seines Jurastudiums (1807-11) zunächst als Privatlehrer, war dann Praktikant an der Hofbibliothek und hatte von 1813 an verschiedene Beamtenstellen inne (Hofkammer, Finanzministerium); von 1832 bis zu seiner Pensionierung als Hofrat 1856 amtierte er als Direktor des Hofkammerarchivs. 1816 lernte er Joseph Schreyvogel, den Direktor des Burgtheaters, kennen, der zu seinem wichtigsten Förderer wurde und 1817 'Die Ahnfrau', 1818 'Sappho' mit großem Erfolg aufführte. Nach dem Suizid seiner Mutter unternahm G. 1819 eine Italienreise; das nach seiner Rückkehr in einem Almanach 1821 veröffentlichte Romgedicht 'Campo vaccino' brachte ihm mit der Gegenüberstellung von großer Vergangenheit und 'neuer, flacher Zeit' den Ruf des Radikalismus ein und sorgte damit auch für künftige Zensurprobleme. Weitere Reisen führten ihn nach Deutschland (1826, 1847), Paris und London (1836) sowie Konstantinopel und Athen (1843). 1861 wurde er zum Mitglied des österreichischen Herrenhauses auf Lebenszeit ernannt. Nach dem Misserfolg seines Lustspiels 'Weh' dem, der lügt!' (UA 1838), zog sich G. vom Theater zurück; seine späten Stücke wurden erst postum veröffentlicht. G.s Dramatik verbindet Momente des spanischen Barocktheaters, der Wiener Theatertradition und der Weimarer Klassik, ohne die Spannungen zwischen zeitenthobener Ordnungsvorstellung und geschichtlicher Veränderung bzw. neuzeitlichem Subjektivismus verleugnen zu können. Er versuchte sich in den verschiedensten dramatischen Gattungen - Schicksalstragödie, Künstlerdrama, Besserungsstück, Traumspiel, Geschichtsdrama, Liebestragödie -, nahm deren Traditionen auf und erweiterte zugleich ihre Ausdrucksmöglichkeiten durch eine psychologisierende Charakterdarstellung und die Einbeziehung der Widersprüchlichkeit der Erfahrungen der Moderne. Gerade aus seinem Konservatismus heraus griff er die Degeneration des habsburgischen Herrscherhauses an, so wie er andererseits nach anfänglicher Bejahung der Revolution von 1848 durch diese den Zerfall des Staates durch separatistische Tendenzen befördert sah. Die Widersprüchlichkeit, die er sich selbst in seinen autobiographischen Schriften und Tagebüchern zuschrieb, und die Problematik der künstlerischen Existenz unter dem Regime Metternich reflektiert - vieldeutig - die Erzählung 'Der arme Spielmann'.Anmerkungen:
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