Oliver Janz: Das symbolische Kapital der Trauer, Gebunden
Das symbolische Kapital der Trauer
- Nation, Religion und Familie im italienischen Gefallenenkult des Ersten Weltkriegs
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- De Gruyter, 09/2009
- Einband:
- Gebunden, HC runder Rücken kaschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783484821200
- Artikelnummer:
- 7639894
- Umfang:
- 524 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 09001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Copyright-Jahr:
- 2009
- Gewicht:
- 1068 g
- Maße:
- 246 x 179 mm
- Stärke:
- 38 mm
- Erscheinungstermin:
- 16.9.2009
Beschreibung
Wie haben Angehörige und Freunde um die Gefallenen des Ersten Weltkriegs getrauert? In welchen Formen vollzog sich das familiäre und lokale Totengedenken? Wie wurde der Kriegstod gedeutet und die Trauernden getröstet? Das Buch behandelt diese Fragen am Beispiel Italiens. Als Quelle dienen Gedenkschriften, die hier in großer Zahl von bürgerlichen Familien und ihren Freunden für einzelne Gefallene publiziert worden sind. Sie geben in einzigartiger Weise Aufschluss darüber, wie die Urkatastrophe des 20. Jahrhunderts und das Trauma des Kriegstods im europäischen Bürgertum verarbeitet worden ist.
Klappentext
Das Buch behandelt die Frage, wie die italienischen Mittel- und Oberschichten den Tod ihrer Gefallenen im Ersten Weltkrieg und den Jahren danach verarbeitet haben. Als Quelle dienen Gedenkschriften für einzelne Tote, die von bürgerlichen Familien in großer Zahl publiziert worden sind. Diese ?Kriegerdenkmäler aus Papier? stellen eine italienische Besonderheit dar und sind bisher nicht erforscht worden. Sie sind zwischen privater Trauer und öffentlichem Gedenken angesiedelt und erlauben Einblicke in die Mikrogeschichte des Nationalismus, die Religions- und Mentalitätsgeschichte des Bürgertums und die historische Anthropologie der Trauer in der Zeit des Weltkriegs. Das Buch fragt nach den Formen und Phasen der Trauer und des Gefallenengedenkens und den verschiedenen nationalen, zivilreligiösen und traditionell-christlichen Deutungen des Todes, die in ihnen zum Tragen kommen. Die Gedenkschriften werden daneben als Kulte bürgerlicher Familien untersucht und vor diesem Hintergrund Hypothesen entwickelt, die ihre besondere Verbreitung in Italien erklären.
Biografie
Dr. Oliver Janz ist Privatdozent für Neuere Geschichte an der Freien Universität Berlin.Anmerkungen:
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