Richard Thompson: Hippies, Thugs and Heroes auf CD
Hippies, Thugs and Heroes
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- New West
- Aufnahmejahr ca.:
- 2026
- Artikelnummer:
- 12844669
- UPC/EAN:
- 0607396662722
- Erscheinungstermin:
- 16.10.2026
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Preis |
|---|---|
| 2 LPs, (150g) | EUR 39,99* |
- Gesamtverkaufsrang: 6729
- Verkaufsrang in CDs: 2953
Nach sechzig Jahren einer Karriere, die bei Fairport Convention begann und ihn als einen der gefeiertsten Singer-Songwriter der Rockmusik etablierte, ist Richard Thompson immer noch auf der Suche nach dem Überraschenden. Auf Hippies, Thugs and Heroes überlässt er seinem Unterbewusstsein das Steuer und schöpft aus einem Repertoire alter Freunde, falscher Gurus, früherer Ichs und erfundener Charaktere, die darauf bestanden, dass ihre Geschichten erzählt werden.
Das Ergebnis ist ein Album, das sich nicht festlegen lässt. Es beginnt mit dem hellen, von den Byrds inspirierten Gitarrensound von „The Sorcerer's Apprentice“ – einem Song, der in Thompsons eigenen Erfahrungen mit spirituellen Bewegungen der 1970er Jahre und der komplizierten Anziehungskraft charismatischer Anführer wurzelt –, geht dann in den wilden Song „Everybody's Stealing“ über und mündet schließlich in den bluesigen Schlusstitel „Stringer“. Dazwischen liefert „Cocaine Walking, Booze Talking“ einige seiner bisher einfallsreichsten Gitarrenpassagen: ein nervenaufreibender Aufbau, der in ein zerklüftetes, psychedelisches Solo mündet und das Milieu der Londoner Aufsteiger und Intriganten einfängt.
Aufgenommen wurde das Album live mit seiner langjährigen Band – Taras Prodaniuk (Bass), Michael Jerome (Schlagzeug), David Mansfield (Gitarre und Fiedel) sowie seiner Frau Zara Phillips (Begleitgesang) – im Hobosound Studio in Weehawken, New Jersey. Die Aufnahmen verliefen zügig, oft genügten zwei bis vier Takes. Doch das Songwriting selbst geht in die Tiefe: Ausgefeiltere Demoaufnahmen von zu Hause verliehen Thompsons eigener musikalischer Identität auf der fertigen Platte mehr Gewicht, sodass ein Album entstand, das er selbst als „weniger ‚die anderen‘ und mehr ‚ich‘“ beschreibt.
Entstanden ist eine spirituelle Spurensuche im Gewand eines Rockalbums – eine Meditation über die Türme, die wir errichten, und den Ruin, der folgt, wenn wir uns ihnen zu sehr verschreiben. Thompson versteht nicht jeden Song auf der Platte bis ins letzte Detail, und genau darum geht es. Hippies, Thugs and Heroes beweist, dass auch nach sechzig Jahren die Freude daran, nicht zu wissen, wohin einen ein Song führen wird, kein bisschen nachgelassen hat.
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