Marco Benevento: Glera auf CD
Glera
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- Big Crown
- Aufnahmejahr ca.:
- 2026
- Artikelnummer:
- 12690017
- UPC/EAN:
- 0349223020526
- Erscheinungstermin:
- 24.7.2026
Weitere Ausgaben von Glera |
Preis |
|---|---|
| LP | EUR 26,99* |
| LP, (Limited Indie Edition) (Coke Bottle Clear Vinyl) | EUR 27,99* |
Big Crown Records freut sich, »Glera« zu präsentieren, Marco Beneventos Debütalbum auf dem Label. Marco Benevento hat sich schon immer wie jemand bewegt, der das Studio als eigenes Instrument begreift - nicht bloß als Raum, in dem das Spielzeug herumsteht. Lange bevor er auf Bühnen mit Freddie Gibbs und Madlib auftauchte oder in den Liner Notes von Alben von Clairo und Leon Bridges erwähnt wurde, dachte Benevento bereits wie ein Produzent: Er hörte auf Texturen, Spannungen und Negativräume - und auf jene seltsame emotionale Alchemie, die entsteht, wenn Groove und Neugier aufeinandertreffen. Sein neues Album Glera schärft diesen Instinkt und rückt Benevento nicht nur als virtuosen Keyboarder und Bandleader ins Licht, sondern als Komponisten, der aus Rhythmus, Klang und Gefühl ganze Welten formt.
»Glera« ist ein genreübergreifendes Jazzalbum, das Soul und das elastische Low-End des Reggae mit einem offenen Sinn für Möglichkeiten verbindet. Das Projekt begann vor drei Jahren als eine Art privates Experiment: Benevento schrieb intuitiv, inspiriert von italienischen Filmmusiken und Melodien. Mit der Zeit entwickelten sich diese Skizzen zu etwas Größerem und Kraftvollerem - und mündeten schließlich in die hier zu hörende majestätische Ausformung.
Entstanden ist Musik mit filmischer Bewegung, ohne dabei kostbar oder überladen zu wirken. Die Stücke fühlen sich mal wie Verfolgungsjagden, mal wie langsame Überblendungen an - manchmal sogar innerhalb desselben Songs. Jazz-Improvisation teilt sich den Raum mit Reggae-Grooves, orchestralen Elementen und einer psychedelischen Pop-Atmosphäre. Explorativ, aber geerdet; komplex, doch stets klar groove-orientiert.
Der Album-Opener »Frizzante« ist eine reine musikalische Feier - ein energiegeladener Feel-Good-Banger, auf Band gebannt, in dem Marco über einem unnachgiebigen Groove Melodien mit sich selbst austauscht. Auf »Turandot« wird Benevento von Italiens Marianne Mirage am Gesang begleitet; der düstere, cineastische Track bewegt sich mühelos zwischen den Welten von Portishead und Serge Gainsbourg. Mit »Big Top« erweitert sich die klangliche Palette noch weiter: ausgestattet mit Sprachaufnahmen und Pfauengeräuschen lässt sich der Song am treffendsten als »Zirkus-Funk« beschreiben. Ein Pfiff - und das Spiel beginnt mit »Houdini«, einem jazz-fusionhaften Dancefloor-Füller, der vom ersten Schlagzeugschlag an die Tür eintritt. Auf »I Can't Control This Bliss« mischt Benevento Dream Pop unter und bittet Dream Crease ans Mikrofon - für eine Dosis lo-fi-getränkter Schönheit. Elizabeth Steiner steuert ihre renommierte Harfenarbeit zu »Miss Neptune« bei, getragen von einem tief vibrierenden, reggae-inspirierten Fundament. Mit Vollgas prescht »Sprezzatura« wie eine Hochgeschwindigkeitsverfolgung durch enge Straßen, während »Quattro Passi« das Tempo drosselt und zum entspannten Schlendern einlädt - mit Jazzsängerin Chiara Civello als Feature.
Marco Benevento agiert hier auf höchstem Niveau, formt Klang mit Zielstrebigkeit und Neugier. Dieses Album kündigt sich laut an - zugleich nach außen gerichtet und zutiefst intim. Es ist Musik in Bewegung: zwischen Genres, Tempi und Registern, stets verankert in der Freude am Entdecken. Ein Album, das Bewegung verkörpert, die Vergangenheit mitnimmt und doch niemals stehen bleibt.