Antoine Dougbe & L'Orchestre Poly-Rythmo De Cotono: Antoine Dougbe et L'Orchestre auf 2 LPs
Antoine Dougbe et L'Orchestre
Die gute alte Vinyl - Langspielplatte.
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- Label:
- Analog Africa
- Artikelnummer:
- 12650016
- UPC/EAN:
- 4260126062214
- Erscheinungstermin:
- 17.4.2026
- Hinweis
- Enthält Downloadcode
- Gesamtverkaufsrang: 5969
- Verkaufsrang in LPs: 1950
Antoine Dougbé – Der Premierminister des Teufels - Wer war Antoine Dougbé? Selbst der engagierteste Plattensammler könnte sein ganzes Leben lang keine der drei LPs finden, die er in den späten 1970er und frühen 1980er Jahren veröffentlichte. Analog Africa veröffentlich jetzt eine Werkschau des Künstlers!
Doch alle Musiker, die ihm begegnet sind, erinnern sich mit einer Mischung aus Bewunderung und Furcht an ihn, denn Antoine Dougbé war nicht nur einer der kreativsten Songwriter, die die fruchtbare Musikszene von Cotonou hervorgebracht hat, sondern auch ein mächtiger Vodún-Eingeweihter, dessen enge Verbindung zur Geisterwelt es ihm ermöglichte, sich selbst als »Premierminister des Teufels« zu bezeichnen. Als junger Mann zog er von Abomey nach Cotonou, einer Stadt, die sich als eines der Zentren der westafrikanischen Musikszene etabliert hatte.
Dort lernte er die meisten populären Stile der afrikanischen und lateinamerikanischen Musik kennen und fühlte sich, wie viele seiner Generation, zum kubanischen Son und zur Rumba hingezogen. Obwohl ihn vor allem kongolesische Rhythmen faszinierten, war es seine Begeisterung für die traditionellen Rhythmen Benins – insbesondere diejenigen, die mit Vodún-Zeremonien in Verbindung stehen –, die es Dougbé ermöglichte, seine Musik in eine Richtung zu entwickeln, die weit entfernt war von allem, was im Kongo geschah.
Zu Beginn seiner Karriere war Dougbé dafür bekannt, Musiker einzuschüchtern und zu bedrohen, wenn sie nicht nach seinem Geschmack spielten, und als es darum ging, eine Band zu finden, die bereit war, mit ihm aufzunehmen, hatte er Schwierigkeiten. Aber laut Mélomé Clément, dem Gründer des mächtigen Orchestre Poly-Rythmo de Cotonou, Dougbé stellte für sie kein Problem dar, da der Schlagzeuger der Band, Yehouessi Leopold, und der Bassist, Bentho Gustave, selbst in Vodún eingeweiht waren und Dougbé es nie wagte, sie herauszufordern.
Dougbé war unter den externen Mitarbeitern der Band insofern einzigartig, als er weder sang noch einen der wichtigsten Instrumentalparts spielte. Es wurde vermutet, dass seine Verbindung zum Vodún – in dem das Singen eine entscheidende Rolle bei wichtigen Ritualen spielt – ihn effektiv daran hinderte, seine Stimme für etwas so Frivoles wie einen populären Song einzusetzen. Stattdessen stellte er seine Songs Melome Clément zur Verfügung, der sie für die Band arrangierte; der Großteil des Gesangs wurde von Lohento Eskill und Amoussou William übernommen.
Ob nun getrieben von der Begeisterung für die Musik oder aus Angst, sich mit dem Premierminister des Teufels anzulegen – auf allen Platten von Dougbé spielt das Orchestre Poly-Rythmo auf dem absoluten Höhepunkt seiner beachtlichen Fähigkeiten. Dougbé veröffentlichte drei LPs und eine Handvoll Singles unter seinem eigenen Namen, die erste davon erschien 1977 bei Disques Tropiques. Und obwohl Dougbé mit der frühen Single »Nounignon Ma Kpon Midji« mäßigen Erfolg hatte, fanden seine anderen Platten nie ganz das Publikum, das sie verdient hätten, und Anfang der achtziger Jahre war er aus der Musikszene verschwunden.
1992 erkrankte er und zog daraufhin nach Parakou im Norden Benins, wo er weitere vier Jahre lebte und arbeitete. Antoine Dougbé starb am 20. September 1996 während eines Urlaubs in seiner ehemaligen Heimatstadt Cotonou an Leberzirrhose und hinterließ ein kleines, aber außergewöhnliches Werk und ein Vermächtnis, das noch immer von Geheimnissen umgeben ist.
Tracklisting
LP
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1 Side A: We Tayi Sin Assi Tche
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2 Ze Nou Mi
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3 Djomido Ma Dougbe Tch
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4 Side B: Gnin We A Na Mon
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5 Ye Ko Gni Me Towe Dea
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6 Adin Gban Non Chouw
LP
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1 Side C: Gbe Nan Tche
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2 Vile De Nan Gni Noude
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3 Mon Non Doto Nagbe Leo
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4 Side D: Towe Nin
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5 Vio Se Gan
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6 Ma Won Min Towe Leo