Abyssian: Let Me Die Under The Stars auf CD
Let Me Die Under The Stars
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Label:
- Black Widow
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12761035
- UPC/EAN:
- 8058093422935
- Erscheinungstermin:
- 18.5.2026
Die Abyssian starten mit »Let Me Die Under the Stars« ins Jahr 2026, als würden sie aus einer tieferen Schicht jenes Abgrunds auftauchen, den sie schon immer heraufbeschworen haben. Hier ist Doom nicht mehr nur langsam oder atmosphärisch: Er ist zu etwas Abgelagertem geworden, wie nasses Gestein, das noch atmet. Der Sound ist kompakter als vorher, mit weniger kosmischer Ausdehnung und mehr klanglicher Masse. Die Gitarren »riffen« nicht im klassischen Sinne: Sie graben sich ein. Sie sind langsame, raue Wände, die sich wie unter Druck stehende Spalten öffnen und schließen. Die Drum-Machine und das Schlagzeug koexistieren nach wie vor, jedoch nicht als offensichtliche stilistische Entscheidung: eher wie zwei Einheiten, die nie wirklich verschmolzen sind, und genau deshalb funktionieren sie.
Im Vergleich zu »Godly« geht hier ein Teil der »offenen« melodischen Komponente verloren, dafür gewinnt das Ganze an Dichte. Die Stücke scheinen weniger darauf ausgelegt zu sein, in Erinnerung zu bleiben, als vielmehr darauf, durchgestanden zu werden. Umberto Vonos Gesangslinien sind weniger erzählerisch und eher ritualistisch: Sie führen nicht, sondern beschwören etwas herauf. Manchmal fühlt es sich fast so an, als käme die Stimme aus einer Ebene unterhalb der Musik, nicht darüber. Die Bildsprache bleibt die des klassischen Abyssian – versunkene Zivilisationen, uralte Götter, Nibiru, sumerische Anklänge –, doch nun ist sie kein Rahmen mehr: Es ist, als wäre bereits alles zusammengebrochen. Man hört nicht die Geschichte eines Abgrunds – man befindet sich mitten im Abgrund nach dem Zusammenbruch. Es gibt Momente, in denen sich die Stücke öffnen, aber nicht, um »zu atmen«, sondern um einen noch mehr die Orientierung verlieren zu lassen. Dies ist ein Album, das mehr durch Druck als durch Dynamik wirkt.
Tracklisting
Disk 1 von 1 (CD)
-
1 In My Times of Forlorn
-
2 Let Me Die Under the Stars I
-
3 Let Me Die Under the Stars II
-
4 Let Me Die Under the Stars III
-
5 Back to Tilmun + AD 2026
-
6 Avalon (Roxy Music cover)