Annie Lennox: Bare auf CD
Bare
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
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- Label:
- Sony
- Aufnahmejahr ca.:
- 2003
- UPC/EAN:
- 0828765325721
- Erscheinungstermin:
- 10.6.2003
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Zwölf Millionen Einheiten hat sie von ihren Solo-Alben "Diva" und "Medusa" weltweit verkauft. Mit der vielleicht einzigartigsten Stimme ihrer Zeit wurde Annie Lennox zur Ikone, zum Symbol für innovative Qualität, ein echter Star in einer Pop-Kultur, die sich so oft von Trends und Sternchen blenden lässt.
Die Songs, ob als Sängerin der Eurythmics oder als Solokünstlerin interpretiert, sind längst ein fester Bestandteil im Soundtracks unseres Lebens. Sie haben uns berührt, wie es nur die Arbeiten der talentiertesten, intuitivsten Künstler vermögen, wenn sie unsere geheimsten Gedanken erraten, in Worte fassen und es ihnen dabei gelingt, das hochgradig Spezielle so treffend plakativ zu verallgemeinern. Kurz gesagt: Annie Lennox ist in der Lage, uns aus der Seele zu sprechen und mit unserem Herzen Kontakt aufzunehmen.
Mit der Veröffentlichung von "Bare", einem erstaunlich direkten, mutigen Album, beweist sie das sogar noch eindeutiger als je zuvor. Es ist gleichzeitig das erste selbst geschriebene Solo-Album seit "Diva" aus dem Jahre 1992. Elf Songs, die eindrucksvoll beweisen, dass sie eine neue Ebene als Singer / Songwriter erreicht hat. Die Stimme hat sich unglaublich entwickelt - was Farbe, Ausdruck und Kraft angeht. Und die Songs? "Sie drücken allesamt negative Gefühle aus. Das muss ich wohl zugeben. Man kann sich dem nicht entziehen", erklärt Annie. Und dann lächelt sie: "Eigentlich sollte dieses Album eher in den 'Selbst-Therapie'-Regalen der Buchläden stehen, als in den Plattenläden."
Es ist jedenfalls das erste musikalische Lebenszeichen seit der 95er-CD "Medusa", einer Kollektion bekannter Interpretationen. Produziert hat ein alter Weggefährte von Annie: Stephen Lipson. Es führt uns in eine schmerzhafte, verzweifelte Welt. Das Ende einer Beziehung steht im Mittelpunkt, textlich umgesetzt mit so originellen Ausdrücken und Gedanken, wie man sie bisher selten gehört hat. Jeder, der jemals Liebeskummer hatte, begreift schnell, dass es sich hier um "the real deal" handelt, ein Stück Wahrhaftigkeit.
"Ich war immer der Meinung, dass Künstler leiden müssen", meint Annie. Ich wusste, sie müssen eine Art schwarzen Schatten auf ihrer Seele spüren, eine Art Kreuz mit sich tragen, um diesen Stempel, dieses Zertifikat zu erlangen, was besagt: Ja, du bist authentisch. Ich kann nur sagen: Ich hab's mir verdient. Jetzt bin auch ich da."
Die Fans werden zweifellos der gleichen Meinung sein. "Bare" klingt absolut zeitgemäß und doch zeitlos. Trotz verschiedenster stilistischer Stimmungen ist es leicht auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen: schwarze amerikanische Wurzeln. Es ist ein Soul-Album im klassischen Sinne, kommt und spricht aus der Seele. "Immer, wenn ich eine Situation analysieren möchte oder wenn ich meine Gefühle ausdrücken möchte, dann schreibe ich was mich beschäftigt auf - ganz instinktiv. In den letzten vier Jahren habe ich viel geschrieben, vieles davon eigentlich nur für mich und sonst niemand. Trotzdem entstanden zeitgleich und genau während dieses Prozesses die neuen Songs. Und ganz klar: Sie sind absolut persönlich. Fakten und Fiktion mischen sich auf eine metaphorische Art und Weise, so dass die Songs auf viele Situationen anwendbar werden. Ich habe den Verdacht, dass sich möglicherweise eine ganze Generation mit dem identifizieren kann, was ich hier sage. Die Trennungen, die persönlichen Tragödien und all das...Ich kenne eigentlich wenige Leute ab einem gewissen Alter, die überhaupt keinen blassen Schimmer haben, worüber ich hier singe. Diese Gefühle sind ja nicht ausschließlich meine, sie sind vielmehr symptomatisch für jeden erwachsenen Menschen auf dieser Welt."
Annies Glaube an ihr neues Album drückt sich in dem Ehrgeiz aus, es live auf die Bühne und zu ihrem Publikum zu bringen. So wird sie im Frühjahr und Sommer zum ersten Mal überhaupt als Solo-Künstlerin auf Tour gehen. Annie ist begeistert: "Ich habe diese wundervollen Songs - so viele wundervolle Songs, wenn ich allein zurück blicke - und deshalb will ich dort oben stehen, auf meinen eigenen Beinen, zum ersten Mal ganz ich sein und für die Leute singen, ohne eine Spur von Peinlichkeit."
Mit neuen und alten Songs im Gepäck startete die Annie-Lennox-Solo-Tour in den USA bereits im März. Anschließend kommt sie nach Europa. Das Highlight für die britischen Fans wird die Performance im Londoner Club "Sadler's Wells" am 6. und 7. Juni.
"Wenn man Musik hört, die einen bewegt, dann kann das sehr heilend sein. Zumindest empfinde ich das so. An diesem Punkt meines Lebens fühle ich, dass meine Aufgabe auf diesem Planeten darin bestehen könnte, mit anderen Leuten durch meine Songs auf eine sehr emotionale Weise in Kontakt zu treten. Ich meine nicht einfach nur Entertainment. Es geht tiefer. Mir geht es dabei um den wirklichen Austausch von Energien. Es beflügelt mich jetzt schon. Als wir anfingen zu proben, stellte ich fest, dass ich mich als Front-Frau wohler fühlte als je zuvor", verrät Annie.
Für das Konzept des Albumcovers sowie für alle Fotos, die es zur Album-VÖ geben wird, zeichnet sich Annie zusammen mit dem Grafik-Künstler Allan Martin verantwortlich. "Ich liebe die visuelle Umsetzung von Projekten. Gleichzeitig habe ich mit so vielen Fotografen über die Jahre gearbeitet", erzählt sie. "Obwohl die Ergebnisse fantastisch sein können, bleibt doch die Tatsache: Du triffst sie zum ersten Mal, arbeitest mit ihnen einen Tag lang und bist für sie 'erledigt', sobald es vorbei ist - ohne Input deinerseits, außer natürlich deiner Anwesenheit und deiner Mitarbeit, was das unmittelbare Shooting betrifft. Ich wollte einfach nicht mehr dieses passive Ding sein. Diesmal wollte ich das Bild von Grund auf selbst erschaffen, ohne den Filter oder den Einfluss anderer. Und das Experimentieren war unglaublich befriedigend; Freiheit im wahrsten Sinne des Wortes."
Herausfordernd? Ganz klar. Nicht ganz leichte Kost? Mit Sicherheit. Und trotz der relativ düsteren Thematik ist "Bare" ein beflügelndes, ein triumphales Album einer Künstlerin, die lernte zu akzeptieren, sich zu entwickeln, sich für die Zukunft neu zu öffnen und sich mit diesem Meilenstein ihrer Karriere einmal mehr selbst übertroffen hat.
Rezensionen
S. Brandt in Musikexpress 7/03: "Es überrascht, dass sich eine nach außen oft so beherrschte Künstlerin wie Annie Lennox so ihrem Schmerz hingibt, so intensive Er- fahrungen mit ihrem Publikum teilt."Tracklisting
Disk 1 von 1 (CD)
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1 A thousand beautiful things
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2 Pavement cracks
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3 The hurting time
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4 Honestly
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5 Wonderful
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6 Bitter pill
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7 Loneliness
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8 The saddest song I've got
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9 Erased
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10 Twisted
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11 Oh God (prayer)
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12 * CD mit Kopierschutz
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