Contemporary Jazz Quartet: Predetermination auf LP
Predetermination
Die gute alte Vinyl - Langspielplatte.
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- Label:
- Formalibera
- Aufnahmejahr ca.:
- 1964
- Artikelnummer:
- 12793448
- UPC/EAN:
- 0769791989498
- Erscheinungstermin:
- 31.7.2026
Das Contemporaray Jazz Quartet zusammen mit Gary Peacock und Sunny Murray! Das ist DER versunkene Schatz. Das ist Musik, von der ich bisher nur gehört habe. Und doch ist sie hier. Unglaublich. Unversehrt. Erhalten. Voller Energie und FREUDE! Das ist ein sensationeller Fund. Meine Lieblingsdänen, die gemeinsam mit meinem absoluten Lieblingskontrabassisten explodieren. Gary Peacock. Der Motor. Der Kraftmotor. Ich kann kaum atmen, wenn er spielt, und wenn er nach 10 Minuten in dieser allerersten Aufnahme von „Predetermination“ sein Solo beginnt und mit seinem Kollegen Steffen Andersen ein wunderschönes Kontrabass-Duett entfaltet – da weitet sich mein Herz, und die Welt sieht plötzlich ganz anders aus und klingt auch ganz anders. Und dazu noch Sunny Murray? Der Meister des unwirklichen Flusses und der Akzente. Sunny war damals ein echtes Biest. Aber was er der Musik hinzufügt, ist reine Poesie. Kein anderer Schlagzeuger hat Mitte der 60er Jahre auch nur annähernd so etwas geleistet. Dass Steinmetz und Beckerlee 1964 an der Seite von Peacock und Murray spielten, ist das Beste, was man sich vorstellen kann. Der absolute Nullpunkt des Free Jazz, „Spiritual Unity“, war gerade erschienen.
Das hat alles verändert. Das ist der Ursprung von allem. Die Geburt. Man könnte meinen, Steinmetz und Beckerlee hätten ein wenig Bedenken gehabt, sich dem amerikanischen Duo anzuschließen. Hier gibt es keinerlei Unsicherheit oder vages Spiel. Das ist echt. Auf den Punkt, keine Gefangenen machen, nicht zurückblicken. Zur A-Seite dieser mythischen Aufnahme mit kreativen Dänen und der Rhythmusgruppe von Spiritual Unity gesellt sich eine kleine improvisierte Miniatur: „In the Name of Beauty“. Der Titel beschreibt sehr treffend, was hier vor sich geht. TCJQ schafft pure gemeinschaftliche Schönheit. Steinmetz, Beckerlee und Andersen lassen es richtig krachen! Man beachte die Obertöne der letzten Note. Die Stücke „Spontaneity“, „Action“ und „Collusion“ auf der B-Seite sind einfach wild. Roh. Und absolut wunderschön. Die Gruppe praktiziert echtes Miteinander auf einem bisher beispiellosen Niveau. Während ich mir diese Musik unzählige Male anhöre und gleichzeitig versuche, etwas mit intellektuellem oder emotionalem Inhalt zu schreiben, passiert etwas … Ich verliere das Zeitgefühl. Die aufkommende Free-Jazz-Szene Dänemarks der frühen 60er Jahre ist etwas Spektakuläres und WILDES. Jahre bevor die anderen skandinavischen Länder den neuen Jazz überhaupt begriffen, machten die Dänen bereits damit. Angetrieben durch sehr wichtige Gastauftritte von Cecil Taylor, Sunny Murray und Albert Ayler sowohl in Clubs als auch bei Radio- oder Fernsehauftritten. Das waren die Zeiten, in denen der öffentlich-rechtliche Rundfunk tatsächlich neue Entwicklungen in Kunst, Musik und Literatur wahrnahm.“ (Mats Gustafsson)