Jo Berger Myhre: Penta auf LP
Penta
Die gute alte Vinyl - Langspielplatte.
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- Label:
- Rare Diamonds
- Aufnahmejahr ca.:
- 2025
- Artikelnummer:
- 12669878
- UPC/EAN:
- 5060197762476
- Erscheinungstermin:
- 24.4.2026
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Preis |
|---|---|
| CD | EUR 16,99* |
Der norwegische Bassist, Komponist und Produzent Jo Berger Myhre setzt mit »Penta«, seinem dritten Album bei RareNoise Records, seine Erkundung unheimlicher Klanglandschaften fort.
Das neue Studioalbum folgt auf das von der Kritik gefeierte »Unheimlich Manoeuvre« (2021) und das Live-Album »Live Manoeuvres« (2025) und vollendet damit einen kreativen Bogen, der mit Solo-Bass-Experimenten begann und sich über Jahre hinweg durch Live-Auftritte weiterentwickelte.
In den vergangenen zehn Jahren hat sich Myhre als unverwechselbare Stimme der zeitgenössischen nordischen Musik etabliert und bewegt sich dabei fließend zwischen Projekten, die vom elektroakustischen Trio »Splashgirl« bis hin zu Kooperationen mit Künstlern wie Nils Petter Molvær, Ólafur Björn Ólafsson von Sigur Rós, Mariam The Believer, Jenny Hval & Susanna, Geir Sundstøl und dem Ensemble Finland.
Mit »Penta« verfeinert er die musikalische Sprache, die aus »Unheimlich Manoeuvre« hervorgegangen ist und sich während der anschließenden ausgedehnten Tournee auf der Bühne weiterentwickelt hat.
Auf dem Album ist dasselbe Quartett zu hören, das diese Musik bei Konzerten zum Leben erweckt hat: Morten Qvenild am Klavier und an Synthesizern, Kaveh Mahmudiyan an den iranischen Perkussionsinstrumenten Tombak und Daf sowie Jo David Meyer Lysne an Akustikgitarren, Resonanzsaiten und selbstgebauten motorisierten Installationen. Das tiefe musikalische Verständnis, das sich durch jahrelange gemeinsame Auftritte entwickelt hat, prägt jeden Moment von »Penta« und führt zu einem Ensembleklang, der Präzision, Offenheit und improvisatorische Energie in Einklang bringt.
Im Mittelpunkt der Musik steht nach wie vor Myhres höchst charakteristische Basssprache. Auf »Penta« spielt er den Kontrabass erneut größtenteils mit dem Bogen – oft mit einem Kamancheh-Bogen –, ein Ansatz, den er während seines Studiums im Iran bei dem Meistermusiker Zhubin Kalhor entwickelt hat. Auch hier taucht eine neue Farbe in seiner instrumentalen Palette auf: eine Vintage-Hagström-8-Saiten-Bassgitarre, ein seltenes Hybridinstrument, das vor allem mit Noel Redding in den späten 1960er Jahren in Verbindung gebracht wird. Myhre interpretiert das Instrument völlig neu und behandelt es weniger als Bass, sondern eher als eine mit den Fingern gezupfte, akkordische Gitarrenstimme, die sich auf komplexe Weise mit Mahmudiyans detailreicher Perkussionsarbeit verflechtet. Ihr enges Zusammenspiel, das sich bei der Komposition der Musik für die Theaterproduktion »Baqorban« weiterentwickelte, findet im zweiten Titel des Albums, »Augmentations in G-flat«, einen eindrucksvollen Ausdruck.
Inspiriert von den Erkenntnissen, die er bei den Live-Aufführungen von »Unheimlich Manoeuvre« gewonnen hatte, komponierte Myhre die Musik für »Penta« speziell für dieses Ensemble. Die sieben Stücke verbinden klar definierte kompositorische Rahmen mit sorgfältig bewahrten Freiräumen für Improvisation, wodurch sich die kollektive Chemie des Quartetts auf natürliche Weise entfalten kann. Das Ergebnis ist eine Suite, die vielschichtige Arrangements, organisches Zusammenspiel und subtile Studiokunst miteinander verschmilzt und Myhres einzigartige Fähigkeit unterstreicht, kompositorisches Denken mit klanglichen Experimenten zu verbinden.
»Penta« wurde an drei Tagen im Amper Tone Studio in Oslo mit dem Toningenieur Johnny Skalleberg aufgenommen. Myhre brachte die Aufnahmen später in sein eigenes Studio, wo er die Bearbeitung, zusätzliche Overdubs und den finalen Mix vornahm. Die Sopranistin Synnøve Sætre Hveem ist auf »Augmentations in G-flat« zu hören und fügt eine leuchtende Gesangslinie hinzu, die sich durch die Klangtextur des Ensembles zieht.
Während sich die früheren Alben oft um sich langsam entfaltende Drone-Strukturen drehten, betritt »Penta« Neuland. Myhre lässt sich insbesondere von der Musiksprache Olivier Messiaens inspirieren und integriert modifizierte Tonleitern, ungewöhnliche harmonische Abläufe und asymmetrische rhythmische Zyklen. Diese Elemente tragen zu der unverwechselbaren Atmosphäre bei, die zu einem Markenzeichen Myhres geworden ist: Musik, die sich zugleich verwurzelt und geheimnisvoll anfühlt, vertraut und doch seltsam beunruhigend. Auf dem gesamten Album erkundet er weiterhin thematische Dualitäten wie Licht und Dunkelheit, Schönheit und Gefahr, das Irdische und das Esoterische.
Zum ersten Mal in seinem RareNoise-Katalog hat Myhre zudem Titel gewählt, die die musikalische Struktur selbst in den Vordergrund stellen, anstatt bestimmte emotionale Zustände hervorzurufen. Zwar bleiben subtile Anspielungen erhalten (so ist beispielsweise »Abyss« in b-Moll zugleich eine Hommage an die norwegische Shoegaze-Band Serena Maneesh), doch liegt der Schwerpunkt auf der inneren Architektur der Musik.
Der Albumtitel »Penta« spiegelt diesen Fokus wider. Er bezieht sich auf die wiederkehrende Verwendung der Zahl Fünf in verschiedenen musikalischen Formen auf dem gesamten Album – manchmal explizit im Takt oder in der Phrasierung, manchmal verborgen in harmonischen oder strukturellen Mustern, die aufmerksame Zuhörer entdecken können.
Mit »Penta« vertieft Jo Berger Myhre die Klangwelt, die er erstmals mit »Unheimlich Manoeuvre« vorgestellt hat, und erschließt gleichzeitig neue kompositorische Wege. Es ist ein Album, das gleichermaßen von jahrelangen Live-Auftritten, interkulturellen musikalischen Begegnungen und einer unermüdlichen Neugier auf den Klang selbst geprägt ist: ein Album, auf dem sorgfältige Gestaltung und spontane Interaktion in einer sich ständig wandelnden musikalischen Landschaft nebeneinander bestehen.
Tracklisting
LP
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1 Theme And Variations
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2 Augmentations In G Flat
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3 Abyss In B Flat Minor
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4 Ancohemitonic Turn Of Events
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5 Solo Improvisation
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6 Melody And Arpeggios
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7 Ending On A Low Note