Hank Roberts: Little Motor People auf CD
Little Motor People
Herkömmliche CD, die mit allen CD-Playern und Computerlaufwerken, aber auch mit den meisten SACD- oder Multiplayern abspielbar ist.
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Label:
- Winter & Winter
- Aufnahmejahr ca.:
- 1992
- Artikelnummer:
- 4585059
- UPC/EAN:
- 0025091906222
- Erscheinungstermin:
- 15.11.2004
*** 24 Bit remastered
Geboren und aufgewachsen in Indiana, begann Roberts seine musikalische Laufbahn mit Gitarre und Posaune in Rock- und Soulbands, bevor er sich schließlich ganz dem Cello widmete. Gegen Ende seiner Highschool-Zeit entdeckte er den Jazz für sich. Ein Schlüsselmoment in seiner Entwicklung war ein Sommerkurs am Berklee College of Music in Boston im Jahr 1973. Dort ermutigte ihn sein Lehrer Gary Burton, das Cello auf neue Weise zu nutzen, insbesondere durch das Spielen von Akkorden. Roberts erinnert sich: »Diese Spielweise fühlte sich für mich vollkommen natürlich an. Mein Hintergrund als Gitarrist, bei dem ich es gewohnt war, Akkordprogressionen zu kreieren und Melodien nach Vorbildern wie Dizzy Gillespie oder Miles Davis zu entwickeln, half mir enorm.«
Mitte der 1970er-Jahre fand Roberts seinen eigenen musikalischen Stil, sowohl als Musiker als auch als Komponist. Dabei entdeckte er den Blues sowie seine frühen musikalischen Einflüsse neu, die zuvor von seiner intensiven Beschäftigung mit Jazz überlagert worden waren. »Ich habe Jazz so intensiv studiert, dass alles andere in den Hintergrund trat. Doch nach einer Weile erwachten diese Elemente aus ihrem Dornröschenschlaf, und plötzlich fühlte ich mich wie zu Hause. Das gab mir die Freiheit, meine eigene Musik zu entwickeln – eine Musik, die Blues-, Rock-, Funk- und Jazzelemente miteinander verbindet.«
Neben der Weiterentwicklung seiner Technik arbeitete Roberts an seiner stilistischen und improvisatorischen Ausdrucksweise. Besonders fasziniert ihn der Prozess, wie sich in einem Ensemble frei improvisierte Klangskulpturen aus den individuellen Perspektiven der Musiker herausentwickeln und zu teils strukturierten Formen verschmelzen – sei es im Einklang oder im Widerspruch zur Tradition.
Nach erfolgreichen Projekten mit Formationen wie Miniature, Arcado und der Bill Frisell Band entschied sich Roberts für einen radikalen Schritt und verließ diese Ensembles, um sich auf seine Solokarriere zu konzentrieren. Diese Entscheidung brachte ihm zahlreiche Warnungen seitens seiner Kollegen ein, die befürchteten, er könnte damit seine Karriere gefährden. Der Neustart stellte für ihn eine enorme emotionale und psychologische Herausforderung dar. Dennoch entschied er sich, das Risiko einzugehen, um seinen eigenen Stil weiterzuentwickeln. Rückblickend nach der Veröffentlichung seines Albums »Little Motor People« sagte Roberts: »Ich bin heute ein anderer Cellist, ein anderer Komponist und eine andere Persönlichkeit als früher.«
Auf »Little Motor People« arbeitet Hank Roberts unter anderem mit Django Bates zusammen, einem vielseitigen Musiker, der mit der Big Band »Loose Tubes« bekannt wurde und durch sein Mitwirken an Bill Bruford's »Earthworks« sowie zahlreichen weiteren internationalen Projekten beeindruckte. Bates spielt auf dem Album Klavier, Synthesizer und Tenorhorn. »Django ist unglaublich sensibel in seinem Spiel und hat ein fantastisches Gehör«, lobt Roberts. »Von Anfang an hatten wir einen intensiven musikalischen Austausch.« Gemeinsam mit dem perkussiven Talent Arto Tuncboyaciyan fügten sie der Musik ein weiteres originelles Element hinzu. »Ich wollte den Rhythmuspart außergewöhnlich besetzen und fand in Arto genau die richtige Person. Er bringt amerikanische, türkische und persische Einflüsse ein, was unser Klangbild zu einer multikulturellen Einheit geformt hat.«
Das Album »Little Motor People« ist schwer in bestehende Genre-Schubladen einzuordnen. Zwar sind die musikalischen Zutaten – ethnische Klänge, Jazz, Standards, Folklore und zeitgenössische Improvisation – klar identifizierbar, doch das Gesamtergebnis überschreitet die Grenzen traditioneller Kategorien. Roberts und seine Mitstreiter vereinen ihre unterschiedlichen kulturellen Hintergründe – den Mittleren Westen der USA, England und Armenien – sowie ihre voneinander abweichenden Spielweisen zu einer kohärenten Einheit. Das Ergebnis ist ein grenzenloses Klangkonzept mit deutlichem Weltmusikcharakter.
Disk 1 von 1 (CD)
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1 Saturday / Sunday (Day dream dance / Beer hall commentary / On the job / Dark hours / three archetypal clowns...)
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2 Somewhere over the rainbow
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3 Only minutes left
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4 My favourite things
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5 Little motor people
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6 Donna Lee
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7 Black as a sunny day
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8 Autumn leaves
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9 30's picnic
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