Volker Leppin: Konfessionelle Spiegelungen, Gebunden
Konfessionelle Spiegelungen
- Studien zur katholischen und evangelischen Kirchengeschichtsschreibung im 19. und 20. Jahrhundert
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- Verlag:
- Vandenhoeck + Ruprecht, 11/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783525503805
- Artikelnummer:
- 12949573
- Umfang:
- 304 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 9.11.2026
- Serie:
- Forschungen zur Kirchen- und Dogmengeschichte - Band 129
Klappentext
Diese Sammlung verbindet Volker Leppins Interesse an Mittelalter und Reformation, an Forschungsgeschichte und am ökumenischen Dialog. Sie enthält siebzehn Aufsätze, die in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten entstanden sind und die evangelische wie katholische Rekonstruktionen der Vergangenheit in den Mittelpunkt stellen. Den Auftakt bildet Gotthold Ephraim Lessings Untersuchung des mittelalterlichen Abendmahlsstreits, mit welcher der Wolfenbütteler Bibliothekar mitten in die konfessionellen Auseinandersetzungen seiner Zeit hineinsprach. Im 19. Jahrhundert liegt, neben einer Studie zu dem Tübinger evangelischen Dogmenhistoriker Ferdinand Christian Baur, der Akzent besonders auf den katholischen Bemühungen um eine wissenschaftliche Betrachtung der Vergangenheit. Einen Schwerpunkt bilden hierbei Johannes Janssen und sein Schüler Ludwig Pastor, die das katholische Bild vom Zusammenhang zwischen Spätmittelalter und Reformation auf lange Zeit prägten. Auf andere Weise gilt dies auch für Heinrich Denifle, der hier allerdings vor allem mit seinen bahnbrechenden Forschungen zu Meister Eckhart in den Blick rückt. Editorisch gibt das Corpus Catholicorum dem katholischen Bemühen, evangelischen Forschungen etwas Eigenes entgegenzustellen, Ausdruck. Die evangelische Forschung zu Martin Luther ist bis heute von zwei Forschungswellen bestimmt: der Lutherrenaissance nach dem Ersten Weltkrieg, die eine große Studie in ihren Kontext rückt, und von Gerhard Ebeling, der in zwei komplementären Studien beleuchtet wird: als Theologe, der die historischen Aspekte der Lutherforschung hintanstellte - und als Lutherforscher, der in großartiger Weise die historische Erfassung Martin Luthers ermöglichte. Volker Leppin zieht die Linien weiter bis in jüngere Debatten um die Deutung der Reformation, wie sie sich zunächst im Gegensatz zwischen DDR- und bundesrepublikanischer Forschung niederschlugen und dann mehr und mehr als Debatte um die Einordnung der Reformation in Epochenschemata zeigte. In mehreren Studien schlägt Leppin auch Kreise über das unmittelbare Fach Kirchengeschichte hinaus, zum einen durch eine Auseinandersetzung mit Wolfhart Pannenbergs Konzept von Geschichte, zum anderen durch zwei Untersuchungen zu öffentlichen Debatten über kirchenhistorische Ereignisse: dem Streit um die Bedeutung der katholischen Reform im Anschluss an die Canisius-Enzyklika von 1897 und die Debatte um die Gemeinsame Erklärung zur Rechtfertigungslehre, in welcher sich in besonderer Weise die ökumenische Dimension der Befassung mit Kirchengeschichte zeigt.
Anmerkungen:
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