Umdenkschrift zum Evangelischen Diskurs über Krieg und Frieden, Kartoniert / Broschiert
Umdenkschrift zum Evangelischen Diskurs über Krieg und Frieden
- Kritische Wortmeldungen aus der EKD-Kontroverse - Eine Sammlung, herausgegeben im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Herausgeber:
- Peter Bürger
- Verlag:
- BoD - Books on Demand, 01/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783695743476
- Artikelnummer:
- 12610269
- Umfang:
- 300 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 409 g
- Maße:
- 215 x 135 mm
- Stärke:
- 21 mm
- Erscheinungstermin:
- 29.1.2026
Klappentext
Die Evangelische Kirche in Deutschland hat Anfang November 2025 der Öffentlichkeit eine Denkschrift über Krieg und Frieden präsentiert. Seitdem will die Kritik einfach nicht mehr verstummen. Die hier vorgelegte Sammlung erschließt 35 Stellungnahmen zum neuen militärnahen EKD-Kurs aus kirchlichen Initiativen, Publizistik, Friedensbewegung, Wissenschaft und christlicher Basis. Die Journalistin und Schriftstellerin Bascha Mika meint zum jüngsten Dokument der protestantischen Kirchenleitung: ". . . die gefährliche Anbiederung an die Macht scheint kein Tabu mehr. Deutlich zeigt sich das in der Haltung zu Atomwaffen. Hier eiert die Denkschrift atemberaubend herum, um irgendwie christlich und dennoch staatsloyal daherzukommen . . . Statt Bewahrung der Schöpfung die mögliche Vernichtung der Welt als christliche Risikooption? . . . Wo bleibt die Verantwortung der Kirche als Gegenkraft, die es angesichts der fortschreitenden Militarisierung der Gesellschaft bräuchte? Wo ist der christlich-ideelle Überschuss für eine gewaltfreie Welt? Stattdessen legt der Rat ein Grundsatzpapier mit realpolitischem Visionsverlust vor. Und ein protestantisches Manifest, das die Kirche weiter in den selbstverschuldeten Bedeutungsschwund treibt" (Frankfurter Rundschau, 12.11.2025). Der Konfliktforscher Markus Weingardt resümiert: "Die große Schwäche der Friedens-Denkschrift . . . besteht darin, dass sie der Gewaltlosigkeit nicht traut. Das ist ebenso erschreckend wie traurig wie folgenreich . . ., denn indem die Idee und Praxis der Gewaltlosigkeit relativiert und marginalisiert wird, wird zugleich jener marginalisiert, der die Idee und Praxis der Gewaltlosigkeit lehrte und lebte, Jesus selbst . . . 'Unerlöste Welt' hin oder her: Wer den Glauben an die Kraft der Gewaltlosigkeit aufgegeben hat, was bleibt dem noch? Hoffnungslosigkeit, Resignation? Der Glaube an den 'Mythos von der erlösenden Gewalt'? . . . Wenn Kirche in . . . einer 'Welt in Unordnung' nicht anderes, nicht mehr zu sagen hat, dann . . . macht sie sich überflüssig."
edition pace - Band 43. Herausgegeben von Peter Bürger, im Auftrag der Solidarischen Kirche im Rheinland und des Ökumenischen Instituts für Friedenstheologie.
Biografie
Peter Bürger (Jahrgang 1961) ist Diplom-Theologe, examinierter Krankenpfleger und arbeitet als freier Publizist in Düsseldorf. Seit 1980 Mitglied der Internationalen Katholischen Friedensbewegung Pax Christi; langjährige Tätigkeit in psychosozialen Berufsfeldern; 1999 Mitinitiator eines ökumenischen Bündnisses für die Rechte von Menschen auf der Straße. Zahlreiche Veröffentlichungen zur sauerländischen Regionalkultur, Autor des Publik-Forum-Buches »Das Lied der Liebe kennt viele Melodien«, zuletzt vier Bücher zur Friedensfrage. Seine Studien über »Krieg und Massenkultur« wurden 2006 mit dem Bertha-von-Suttner-Preis ausgezeichnet.Anmerkungen:
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