Spektrum Dossier 5/2026 Vom Molekül zur Medizin, Kartoniert / Broschiert
Spektrum Dossier 5/2026 Vom Molekül zur Medizin
- Wie Biologie die Medizin revolutioniert
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- Herausgeber:
- Spektrum der Wissenschaft
- Verlag:
- Spektrum D. Wissenschaft, 10/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783690410731
- Artikelnummer:
- 12940764
- Umfang:
- 84 Seiten
- Gewicht:
- 220 g
- Erscheinungstermin:
- 23.10.2026
Klappentext
Liebe Leserinnen und Leser, schaut man darauf, wie sich die Medizin entwickelt, ist ein Trend erkennbar: Die Diagnose- und Heilverfahren werden immer präziser. Mittlerweile sind sie auf der Ebene der Moleküle angekommen. Verfahren wie die CAR-T-Zelltherapie setzen darauf, einzelne Rezeptorsorten in Immunzellen zu verändern und die Zellen so zu 'lebenden Medikamenten' zu machen. Möglich ist das, weil die gentechnischen Verfahren, die man für solche Eingriffe benötigt - vom Gentransfer durch Viren über die 'Genschere' CRISPR-Cas bis hin zu ihrer Weiterentwicklung 'CRISPR 2.0' -, immer zielgerichteter funktionieren. Das kommt der gewünschten medizinischen Wirkung zugute und macht unerwünschte Nebenwirkungen weniger wahrscheinlich. Man habe 'sehr positive' Erfahrungen mit CAR-T-Zelltherapien gemacht, sagte etwa der Mediziner Michael Hudecek vom Uniklinikum Würzburg im Gespräch mit Spektrum (S. 12). Diese Behandlungen würden inzwischen routinemäßig gegen Erkrankungen des blutbildenden Systems eingesetzt und führten häufig zur kompletten Rückbildung der Krankheit. Viele Betroffene erhielten sie heute anstelle einer herkömmlichen Chemotherapie. Zur Wahrheit gehört auch, dass molekulare Therapieverfahren oft teuer sind: Eine CAR-T-Zelltherapie beispielsweise kostet mehrere Hunderttausend Euro. Laut Fachleuten relativiert sich dieser Betrag allerdings schnell, wenn man die ebenfalls hohen Gesamtkosten anderer Behandlungsmethoden dagegenhält. Zudem helfe die CAR-T-Zelltherapie, Ausgaben an anderer Stelle einzusparen. Fortgeschrittene Behandlungen wie diese gehen aus jahrzehntelanger Forschung und Entwicklung hervor. Am Anfang stehen oft grundlegende Erkenntnisse, die etwas über das 'Wesen der Dinge' verraten, aber nicht immer gleich mögliche Anwendungen erkennen lassen. Einsichten wie die, dass Mitochondrien, die 'Kraftwerke' unserer Körperzellen, viele Merkmale sozialer Wesen besitzen. Mitochondrien kommunizieren miteinander, bewohnen eine gemeinsame Umgebung, bilden Gruppen und synchronisieren ihr Verhalten untereinander (S. 18). Auch wenn nicht sofort klar ist, ob sich das medizinisch nutzen lässt: Die Ergebnisse der Grundlagenforschung ermöglichen es überhaupt erst, konkrete Anwendungen in den Blick zu nehmen. Der Weg vom Molekül zur Medizin dürfte daher auch weiterhin durch Gelände führen, das die Grundlagenforschung zuvor geebnet hat. Herzlich Ihr Frank Schubert
Anmerkungen:
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