Paolo Godani: Melancholie und Ende der Welt, Kartoniert / Broschiert
Melancholie und Ende der Welt
- Originaltitel: Melanconia e fine del mondo
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- Übersetzung:
- Stephan Gregory
- Verlag:
- tentare Verlag, 07/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783911804042
- Artikelnummer:
- 12779667
- Umfang:
- 260 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 29.7.2026
Klappentext
Es gibt wohl keine Epoche ohne Melancholie, ohne tiefe individuelle Traurigkeit, ohne innere Qual, ohne Seelenschmerz. Doch es gibt eine Epoche, in der die Melancholie aufhört, ein bloß individuelles Gefühl zu sein, und zum Grundzug des Lebens wird: die Moderne. Denn erst in der modernen Welt geht die Melancholie mit einem radikalen Verlust des Weltsinns einher. Warum kommt es dazu? Warum erlebt man gerade im Zeitalter des Begehrens, der Praxis, der Technik, der verallgemeinerten Produktion eine epidemische Ausbreitung der Melancholie? Warum hört die Melancholie in den letzten zwei Jahrhunderten, besonders im zwanzigsten, auf, ein Phänomen persönlicher Natur zu sein, und wird zu einem sozialen, kulturellen, historischen, ja sogar metaphysischen Ereignis?
Das sind die Fragen, von denen Melancholie und Ende der Welt ausgeht - ein Buch, in dem Paolo Godani seine Leser auf eine schwindelerregende Reise mitnimmt - auf der Suche nach grundlegenden Begriffen wie Körper, Endlichkeit und dem Lebendigen. Die Moderne ist jene Epoche, in der jedes Wesen als lebendige, endliche, vergängliche Entität begriffen wird, unablässig bedroht von Auflösung und Tod, in beständigem Überlebenskampf gegen andere Entitäten. Für eine solche Entität tritt das 'Leben' an die Stelle der alten Begriffe von 'Sein' und 'Natur'. Die Existenz, die in der vormodernen Welt als Teil der kosmischen Ewigkeit gedacht wurde, wird nun vom Ganzen isoliert und in ihre Endlichkeit eingeschlossen, in ihre leibliche Sterblichkeit. Daher das typisch moderne Gefühl der Melancholie - getragen von der Überzeugung, dass jeder von uns im Grunde in sich selbst lebt, vom Ganzen abgetrennt, bestimmt von Neigungen oder Trieben, die unsere Einzigartigkeit ausmachen und die sie fortwährend der Wahrnehmung einer sinnentleerten Welt aussetzen.
Biografie (Stephan Gregory)
Stephan Gregory studierte Medizin in Marburg und Berlin, Philosophie und Literaturwissenschaft in München und Wien, arbeitete für den Bayrischen Rundfunk in München und lehrte an der Merz-Akademie in Stuttgart. Seit 2010 ist er Juniorprofessor für Mediale Historiographien an der Bauhaus-Universität Weimar.Anmerkungen:
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