Michael Gehler: Akten zur Südtirol-Politik 1945-1958, Gebunden
Akten zur Südtirol-Politik 1945-1958
- Autonomiekrise, Rücksiedlungshindernisse und Selbstbestimmungsrufe 1949-53
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- StudienVerlag, 09/2025
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783706543705
- Artikelnummer:
- 12643695
- Umfang:
- 690 Seiten
- Gewicht:
- 1316 g
- Maße:
- 240 x 161 mm
- Stärke:
- 53 mm
- Erscheinungstermin:
- 30.9.2025
Klappentext
"Akten zur Südtirol-Politik" Band 4 dokumentiert das Spannungsverhältnis Österreichs und Südtirols zwischen 1949 und 1953.
Seit Ende der 1940er Jahre belasteten fortgesetzte Barrieren gegen eine zügige Rücksiedlung der Südtiroler die Beziehungen zwischen Österreich und Italien. Außenminister Karl Gruber erkannte, dass der Partner nicht loyal war, als er von "Vertragsbruch" sprach. Ein neues "Gentlemen's Agreement" sollte zur Revision des strittigen Optantendekrets von 1948 führen. Gegen weitere Zugeständnisse für Reoptanten war jedoch der Leiter des Grenzzonenamts im Rahmen des italienischen Ministerratspräsidiums, Staatsrat Silvio Innocenti, der auch als zentraler Akteur des Widerstands gegen eine die Südtiroler befriedigende Autonomielösung agierte. Stets intervenierender Widerpart war Johannes Schwarzenberg, Österreichs diplomatischer Vertreter in Rom. Innsbruck machte auf die Schwachstellen des Pariser Abkommens wiederholt aufmerksam. Fortgesetztes Drängen der SVP-Vertreter und Österreichs Unterstützung führten 1950 zur vorläufigen Klärung offener Fragen des Optantendekrets, eine Lösung ließ aber noch auf sich warten. Öffentliche Beschwichtigungen Alcide De Gasperis hinsichtlich der Autonomiekrise fruchteten wenig, während sich die SVP-Führung in drei Richtungen spaltete. Der Streit in der Schulfrage 1951 / 52 drohte zu eskalieren. De Gasperis Nachfolger Giuseppe Pella forderte 1953 Selbstbestimmung für Triest, was gleiche Rufe für Südtirol laut werden ließ. Nach Grubers Rücktritt bewegte sich die Südtirolpolitik seines Nachfolgers Leopold Figl weiter auf der Grundlage des Pariser Abkommens.
Biografie
Michael Gehler ist Inhaber des Jean Monnet Chair für Vergleichende europäische Zeitgeschichte und die Geschichte der europäischen Integration, Leiter des Instituts für Geschichte der Stiftung Universität Hildesheim und beschäftigt sich mit deutscher, österreichischer und europäischer Geschichte im 19. und 20. Jahrhundert sowie den internationalen Beziehungen nach 1945.Anmerkungen:
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