Maria Herrmann: Einen Tempel sah ich nicht, Kartoniert / Broschiert
Einen Tempel sah ich nicht
- Über eine komplexitätssensible Kirche
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- BoD - Books on Demand, 10/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783696779160
- Artikelnummer:
- 12966356
- Umfang:
- 376 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 1092 g
- Maße:
- 297 x 210 mm
- Stärke:
- 26 mm
- Erscheinungstermin:
- 12.10.2026
Klappentext
'Einen Tempel sah ich nicht in ihr.' Mit diesen Worten beschreibt die Johannesoffenbarung das himmlische Jerusalem ... eine Stadt ohne Tempel, weil Gott selbst und das Lamm der Tempel sind. Was klingt wie eine Absenz, ist in Wahrheit eine theologische Aussage mit Sprengkraft: Heiliger Ort und institutionalisierte Form sind nicht das Letzte. Gott ist es.
Was bedeutet das für eine Kirche, die gerade dabei ist, viele ihrer vertrauten Orte, Formate und Gewissheiten zu verlieren? Diese Frage steht im Mittelpunkt der vorliegenden Arbeit.
Kirche heute ist komplex - und das ist mehr als ein Allgemeinplatz. Komplex ist nicht dasselbe wie kompliziert. Komplizierte Probleme lassen sich mit genug Fachwissen oder Geld lösen. Komplexe Situationen nicht: Sie erfordern eine andere Haltung - Neugier statt Kontrolle, Experiment statt Masterplan, Orientierung im Nichtwissen statt Rückzug in bewährte Routinen.
Maria Herrmann verbindet pastoraltheologische Reflexion mit Erkenntnissen der Komplexitätsforschung. Mithilfe des Cynefin-Frameworks, das zwischen einfachen, komplizierten, komplexen und chaotischen Kontexten unterscheidet, entwickelt sie ein Raster, das kirchliches Handeln und kirchliche Selbstdeutung neu beschreibbar macht. Als konkretes Gegenüber dient die internationale Bewegung der Fresh Expressions of Church: neue, kontextsensible Ausdrucksformen von Kirche, die nicht geplant, sondern in und mit Menschen entstehen.
Eine komplexitätssensible Kirche ist keine perfektionierte Version der Kirche, die wir kennen. Sie ist eine Kirche, die experimentiert und scheitert, die zuhört statt zu senden, die bereit ist, ihre institutionellen Sicherheiten loszulassen - und Gott nicht nur im Bestand zu suchen, sondern auch im Aufbruch.
Das Buch richtet sich an Theologinnen und Theologen, kirchliche Leitungspersonen und Praktiker: innen sowie alle, die an der Schnittstelle von Kirche, Innovation und gesellschaftlicher Komplexität arbeiten und denken.
Anmerkungen:
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