Franz Grillparzer: Der arme Spielmann, Flexibler Einband
Der arme Spielmann
- Historisch-kritische Edition des Erstdrucks und der Handschrift
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- Herausgeber:
- Chao Li
- Verlag:
- Klostermann Vittorio GmbH, 06/2026
- Einband:
- Flexibler Einband
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783465047476
- Artikelnummer:
- 12605862
- Umfang:
- 220 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 30.6.2026
- Serie:
- edition TEXT - Band 20
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Preis |
|---|---|
| Buch, Kartoniert / Broschiert | EUR 14,90* |
| Buch, Gebunden | EUR 34,90* |
| Buch, Kartoniert / Broschiert | EUR 4,00* |
Klappentext
Grillparzers Erzählung "Der arme Spielmann", die 1847 im Pester Taschenbuch "Iris" erstmals abgedruckt wurde, ist wohl der erste Geniestreich dieser Gattung in der österreichischen Literatur. Nicht nur, dass sie im 20. Jahrhundert zahlreiche Bewunderer (Hofmannsthal, Thomas Mann, Kafka, Doderer usw.) fand, bezeugt ihren Rang, sondern bereits ihre Rezeption vor der Veröffentlichung. Stifter z. B. nannte sie ein "Meisterwerk". Chao Li liefert hier eine historisch-kritische Edition des Erstdrucks und der "Spielmann"-Manuskripte. Im Unterschied zu den bisherigen Grillparzer-Ausgaben, die einen gemischten "Spielmann"-Lesetext herstellen, folgt diese Edition streng der Form der Überlieferung. Orthographie und Zeichensetzung der handschriftlichen Zeugen und des Drucktextes werden getreu wiedergegeben. Die Handschriftenedition erlaubt durch die Konfrontation von Faksimile und zeichen- und standgenauer Transkription eine Überprüfung der Entzifferung. Die Darstellung ermöglicht, die Textgenese eingehend zu verfolgen. Der Grillparzer-Philologie wird hier erstmals eine authentische Basis für das Studium dieses berühmten Textes geboten. Einzelheiten zur Entstehungsgeschichte der Erzählung erläutert das ausführliche Nachwort. Eine kleine Sensation bildet die Auffindung einer französischen Übersetzung, die noch vor dem deutschen Erstdruck erschien und sich näher an der Handschrift orientiert.
Biografie (Franz Grillparzer)
Franz Grillparzer, 15.1.1791 Wien - 21.1.1872 ebd., Sohn eines Wiener Rechtsanwalts arbeitete nach Abschluss seines Jurastudiums (1807-11) zunächst als Privatlehrer, war dann Praktikant an der Hofbibliothek und hatte von 1813 an verschiedene Beamtenstellen inne (Hofkammer, Finanzministerium); von 1832 bis zu seiner Pensionierung als Hofrat 1856 amtierte er als Direktor des Hofkammerarchivs. 1816 lernte er Joseph Schreyvogel, den Direktor des Burgtheaters, kennen, der zu seinem wichtigsten Förderer wurde und 1817 'Die Ahnfrau', 1818 'Sappho' mit großem Erfolg aufführte. Nach dem Suizid seiner Mutter unternahm G. 1819 eine Italienreise; das nach seiner Rückkehr in einem Almanach 1821 veröffentlichte Romgedicht 'Campo vaccino' brachte ihm mit der Gegenüberstellung von großer Vergangenheit und 'neuer, flacher Zeit' den Ruf des Radikalismus ein und sorgte damit auch für künftige Zensurprobleme. Weitere Reisen führten ihn nach Deutschland (1826, 1847), Paris und London (1836) sowie Konstantinopel und Athen (1843). 1861 wurde er zum Mitglied des österreichischen Herrenhauses auf Lebenszeit ernannt. Nach dem Misserfolg seines Lustspiels 'Weh' dem, der lügt!' (UA 1838), zog sich G. vom Theater zurück; seine späten Stücke wurden erst postum veröffentlicht. G.s Dramatik verbindet Momente des spanischen Barocktheaters, der Wiener Theatertradition und der Weimarer Klassik, ohne die Spannungen zwischen zeitenthobener Ordnungsvorstellung und geschichtlicher Veränderung bzw. neuzeitlichem Subjektivismus verleugnen zu können. Er versuchte sich in den verschiedensten dramatischen Gattungen - Schicksalstragödie, Künstlerdrama, Besserungsstück, Traumspiel, Geschichtsdrama, Liebestragödie -, nahm deren Traditionen auf und erweiterte zugleich ihre Ausdrucksmöglichkeiten durch eine psychologisierende Charakterdarstellung und die Einbeziehung der Widersprüchlichkeit der Erfahrungen der Moderne. Gerade aus seinem Konservatismus heraus griff er die Degeneration des habsburgischen Herrscherhauses an, so wie er andererseits nach anfänglicher Bejahung der Revolution von 1848 durch diese den Zerfall des Staates durch separatistische Tendenzen befördert sah. Die Widersprüchlichkeit, die er sich selbst in seinen autobiographischen Schriften und Tagebüchern zuschrieb, und die Problematik der künstlerischen Existenz unter dem Regime Metternich reflektiert - vieldeutig - die Erzählung 'Der arme Spielmann'.Anmerkungen:
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