Julian Mainz: Gendersensible Sprache und Rechtsdogmatik, Kartoniert / Broschiert
Gendersensible Sprache und Rechtsdogmatik
- Von der Kontingenz des Geschlechtsbegriffs zur Genderperformanz: Ein rechtsphilosophischer Zugang mit arbeitsrechtlicher Deduktion
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- BoD - Books on Demand, 08/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783696778538
- Artikelnummer:
- 12905539
- Umfang:
- 134 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 150 g
- Maße:
- 190 x 120 mm
- Stärke:
- 9 mm
- Erscheinungstermin:
- 31.8.2026
Klappentext
Der Geschlechtsbegriff ist rechtlich wie sprachwissenschaftlich umstritten und changiert zwischen biologischem Essentialismus und sozialem Konstruktivismus, ohne sich einer eindeutigen Definition zuzuordnen. Die Untersuchung arbeitet diese Begriffspolyvalenz zunächst theoretisch auf, unter Rückgriff auf Gallies Überlegungen der essentially contested concepts sowie auf Butlers und Foucaults Arbeiten zu Performativität und Diskursmacht, und zeigt, wie sich der Streit um Geschlecht und Geschlechtsidentität auflösen lässt, ohne ihn einseitig zu entscheiden. Ergänzt wird dies um eine völkerrechtliche Einordnung anhand menschenrechtlicher Bezugspunkte sowie eine Analyse von Rechtsprechung und Gesetzgebung, vom obsoleten Transsexuellengesetz (TSG) bis zum Selbstbestimmungsgesetz (SBGG). Auf dieser Grundlage wird die begriffliche Offenheit in einer Deduktion auf das Arbeitsrecht und den arbeitsrechtlichen Diskriminierungsschutz übertragen: Ein eigens entwickelter dreistufiger Prüfungsmaßstab sowie ein neu konzipiertes subjektives Recht auf Genderperformanz bestimmen, unter welchen Voraussetzungen Arbeitgeber ihre Beschäftigten zur Nutzung geschlechtergerechter, gendersensibler Sprache verpflichten können. Ein rechtspolitischer Vorschlag de lege ferenda zur Ergänzung des Art. 3 GG (Gleichheitssatz) schließt die Darstellung ab. Das Werk richtet sich an Jurist: innen, Rechtsphilosoph: innen sowie an alle, die sich mit geschlechtergerechter Sprache, Diskriminierungsschutz und Gleichbehandlungsrecht auseinandersetzen.
Anmerkungen:
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