Jessica Schmidt: Intensitätspartikeln im Deutschen : Zur Semantik von deskriptiver und expressiver Verstärkung, Gebunden
Intensitätspartikeln im Deutschen : Zur Semantik von deskriptiver und expressiver Verstärkung
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- Language Science Press, 04/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Englisch
- ISBN-13:
- 9783985541836
- Artikelnummer:
- 12684646
- Umfang:
- 328 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 802 g
- Maße:
- 246 x 175 mm
- Stärke:
- 26 mm
- Erscheinungstermin:
- 8.4.2026
- Serie:
- Open Germanic Linguistics 17
- Hinweis
-
Achtung: Artikel ist nicht in deutscher Sprache!
Klappentext
Dieses Buch befasst sich mit dem in der theoretischen linguistischen Literatur stark diskutierten Phänomen der lexikalischen Adjektiv-Intensivierung. Dabei wird ein graduierbares Adjektiv - z. B. schön - durch eine Intensitätspartikel modifiziert.
Der Strand ist schön. Positiv Der Strand ist sehr schön. Deskriptiv Der Strand ist mega schön. Expressiv
Durch die Modifikation erfährt das Adjektiv eine Bedeutungsverstärkung, die sich in einer gesteigerten Intensität und einer höheren Position auf einer zugehörigen mentalen Skala niederschlägt. Im Fokus steht die experimentelle Untersuchung von deskriptiven und expressiven Intensitätspartikeln. Expressive Intensivierer (Gutzmann & Turgay 2012) wie mega und super treten vor allem in der Umgangssprache auf, meist in Gestalt von Adjektiven, und erfüllen eine ähnliche Funktion wie "deskriptive Intensivierer" (ebd.), etwa die deutsche Standard-Intensitätspartikel sehr. In beiden Fällen wird im Vergleich zum Positiv ein höheres Ausmaß der bezeichneten Eigenschaft ausgedrückt; bei expressiven Intensivierern wird dieser Grad jedoch - so die in der Literatur vorherrschende Annahme - intuitiv als stärker empfunden. Zudem offenbaren expressive Partikeln aufgrund einer emotional-expressiven Zusatzkomponente mutmaßlich auch die persönliche Einstellung der sprechenden Person zum Sachverhalt, die nicht Teil der Proposition ist. Obwohl die Erforschung von Expressivität in der formal orientierten Sprachwissenschaft in den letzten drei Jahrzehnten erheblich an Dynamik gewonnen hat, ist die Gültigkeit dieser grundlegenden Annahmen bislang nicht empirisch abgesichert. Die noch bestehende Lücke an experimentellen Untersuchungen zu schließen, ist eines der zentralen Ziele dieser Arbeit. Aufbauend auf der aktuellen Forschungslage unternimmt sie den ersten Versuch, durch eine breit angelegte Untersuchung neue Erkenntnisse über den semantischen Unterschied zwischen deskriptiven und expressiven Intensitätspartikeln zu gewinnen. Hierfür wird auf eine systematisch aufeinander aufbauende Kombination aus verschiedenen linguistischen Methoden wie Korpusanalyse (Empirieteil I) und Rating-Experimente (Empirieteil II) zurückgegriffen, mithilfe derer die aus der Literatur hergeleiteten Forschungshypothesen erstmals überprüft werden.
Anmerkungen:
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