J. M. Coetzee: Sigmund Freud und die Ehe, Kartoniert / Broschiert
Sigmund Freud und die Ehe
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- Verlag:
- Turia + Kant, Verlag, 04/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783985141333
- Artikelnummer:
- 12685922
- Umfang:
- 91 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 1.4.2026
Klappentext
Weder in seiner wissenschaftlichen Arbeit noch in seiner Beziehung zu Martha (Freud, geb. Bernays) zeigte Sigmund Freud großes Interesse an den geistigen Dimensionen der Ehe. Persönlich kann man ihm das nicht vorwerfen, aber es bleibt zu bedauern, dass der Begründer der Psychoanalyse die Disziplin nie in diese Richtung gelenkt hat. Unter den vielen Aspekten der Ehe nenne ich zwei, denen Freud seine Aufmerksamkeit hätte widmen können: Was zeichnet die Menschen aus, in die wir uns verlieben ('Objektwahl'), und wie funktioniert Eifersucht ('normale Eifersucht', wie er es nennt)? Trotz seiner soliden humanistischen Ausbildung kommt es Freud nicht in den Sinn, auf das Denken von Platon, Aristoteles und den Stoikern zu solchen Fragen aufzubauen. Ebenso enttäuschend ist seine Loslösung von den zeitgenössischen Bewegungen in Kunst und Literatur sowie der Revolution in sexuellen Beziehungen, die sich um ihn herum vollzog. Viel hätte er von seinem jüngeren Wiener Zeitgenossen Robert Musil lernen können.
Biografie
J.M. Coetzee, geboren 1940 in Kapstadt, stammt aus einer Afrikaaner-Familie, wurde jedoch englischsprachig erzogen. 1962 verließ er erstmals Südafrika, um bei IBM in Großbritannien als Programmierer zu arbeiten. 1965 zog er in die USA, wo er 1969 über Beckett promovierte. Er kehrte 1972 als Literaturprofessor nach Südafrika zurück. Der internationale Durchbruch gelang ihm 1980 mit "Waiting for the Barbarians". Er wurde für seine Romane mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet, u.a. zweimal mit dem Booker Prize. 2003 erhielt Coetzee den Nobelpreis für Literatur.Anmerkungen:
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