Helmut Müller-Enbergs: Das Fanal, Gebunden
Das Fanal
- Das Opfer des Pfarrers Oskar Brüsewitz am 18. August 1976 und die evangelische Kirche (3., erweiterte Auflage 2026)
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- BoD - Books on Demand, 07/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783695700646
- Artikelnummer:
- 12831665
- Umfang:
- 478 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 902 g
- Maße:
- 226 x 160 mm
- Stärke:
- 34 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.7.2026
Klappentext
Mit seiner radikalen Tat protestierte Brüsewitz gegen die unterdrückte Kirche und diskriminierte christliche Jugendliche. Vier Tage später erlag er seinen schweren Verletzungen.
Sein Handeln war nicht nur ein Protest gegen den SED-Staat, sondern auch gegen die Haltung seiner eigenen Kirche im Sozialismus. Brüsewitz störte. Der unbequeme Pfarrer war zuvor staatlicherseits zur Ausreise in die Bundesrepublik aufgefordert worden, die evangelische Kirchenleitung in Magdeburg wollte ihn daraufhin auf eine andere Pfarrstelle versetzen.
Sein Opfer ließ den Riss zwischen Glaube und Diktatur schlagartig sichtbar werden. Dies ermutigte Gläubige und führte dazu, dass die Kirchen zu Schutzräumen für Friedens-, Umwelt- und Bürgerrechtsgruppen wurden, die schließlich den Boden für die Herbstrevolution von 1989 bereiteten.
Die Professoren Dr. Helmut Müller-Enbergs und Dr. Wolfgang Stock rekonstruieren minutiös den Lebensweg des Pfarrers, und wie der SED-Staat versuchte, den Märtyrertod erst zu vertuschen und den Pfarrer anschließend zu verleumden.
Mehr noch: Sie beschreiben die Versuche, die Aufarbeitung selbst im vereinten Deutschland zu behindern.
Die Autoren haben 1993 die erste Biografie über Oskar Brüsewitz vorgelegt (damals mit Heike Schmoll), deren dritte Auflage jetzt um bisher unbekannte Kirchen- und Polizeiakten ergänzt werden konnte.
Biografie (Helmut Müller-Enbergs)
Helmut Müller-Enbergs, Jahrgang 1960, ist Diplom-Politologe. 1986 - 1989 studierte er Politik an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der FU Berlin. 1989-92 war er wissenschaftlicher Mitarbeiter an der FU Berlin. Seitdem ist er als wissenschaftlicher Referent beim Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen tätig.Biografie (Wolfgang Stock)
Prof. Dr. Wolfgang Stock ist seit Jahren publizistischer Beobachter der deutschen Politik. Für die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" berichtete er 1990 als Korrespondent aus der DDR und anschließend viele Jahre aus Bonn. In leitenden Funktionen bei der "Berliner Zeitung", beim Nachrichtenmagazin "Focus" und als Politik-Chef der "Welt am Sonntag" hat er kontinuierlich das Geschehen in Berlin verfolgt. Als Universitätsprofessor für Journalistik beherrscht er zudem die Meta-Ebene der politischen Kommunikation und des Agenda Setting.Anmerkungen:
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