Helga Schubert: Und führe uns nicht in Versuchung, Flexibler Einband
Und führe uns nicht in Versuchung
- Klagenfurter Rede zur Literatur 2026
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- Heyn, Johannes, 06/2026
- Einband:
- Flexibler Einband
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783708407289
- Artikelnummer:
- 12766455
- Umfang:
- 45 Seiten
- Gewicht:
- 90 g
- Maße:
- 180 x 120 mm
- Stärke:
- 5 mm
- Erscheinungstermin:
- 25.6.2026
- Serie:
- Edition Meerauge - Special
- Gesamtverkaufsrang: 2570
- Verkaufsrang in Bücher: 33
Klappentext
Seit 46 Jahren ist Helga Schubert den Tagen der deutschsprachigen Literatur verbunden: 1980 als geladene Autorin, die nicht teilnehmen konnte, weil ihr die Ausreise aus der DDR verweigert wurde, 1987 bis 1990 als Jurorin und im dreißigsten Jahr danach schließlich als Bachmannpreisträgerin. 2026 kehrte sie nun noch einmal nach Klagenfurt zurück und eröffnete mit "Und führe uns nicht in Versuchung" den 50. Wettbewerb um den Ingeborg-Bachmann-Preis.
"Es ist ein Dickicht aus Umzügen, Drogen, zerschlagenem Porzellan, Übergriffen, Dior-Kleidern, vernichtetem Tagebuch des Geliebten und Zusammenbrüchen, durch das ich mich zum Werk durchkämpfen muss und das mich dann zu Demut und Respekt vor dieser außerordentlichen Dichterin führt."
Schubert würdigt in ihrer Rede das Werk Ingeborg Bachmanns, die heuer 100 Jahre alt geworden wäre. Sie insistiert darauf, Bachmanns Texte zu lesen, ihren Rhythmus zu hören, statt sich von ihrem Ruhm, ihrem Ruf, dem Geraune um ihr Leben und Sterben auf den Boulevard locken zu lassen. Kreisend und aus verschiedenen Perspektiven nähert sie sich der außerordentlichen Dichterin, indem sie erzählt: von ihrer persönlichen Faszination, ihren Erlebnissen, von den Begegnungen der DDR-Autorin mit Bachmanns Spuren in der österreichischen Stadt ihrer Jugend - und damit auch aus der Geschichte des nach ihr benannten Literaturwettbewerbs. Sie erinnert etwa an prägende Persönlichkeiten ("der berüchtigte Antikommunist Marcel Reich-Ranicki") und nicht zuletzt daran, dass Kunst mit medialer wie ideologischer Vereinnahmung rechnen muss.
"An diesem ersten Abend 1987 in Klagenfurt ging ich allein durch die Altstadt, überall in den Innenhöfen saßen junge, sehr schöne Menschen und tranken Wein, das waren sicher die Dichter vom Wettbewerb und ihre Geliebten, aber das konnte nicht sein, denn alle sprachen sie österreichisch. Es hatte etwas Elegantes, Dekadentes, Selbstironisches. Die Herren mit den Anzugjacken über der Schulter, wie Könige mit zu kurzer Schleppe."
Biografie
Helga Schubert, geboren 1940 in Berlin, studierte an der Humboldt-Universität Psychologie. Sie arbeitete als Psychotherapeutin und freie Schriftstellerin in der DDR und bereitete als Pressesprecherin des Zentralen Runden Tisches die ersten freien Wahlen mit vor. Nach zahlreichen Buchveröffentlichungen zog sie sich aus der literarischen Öffentlichkeit zurück, bis sie 2020 mit der Geschichte ›Vom Aufstehen‹ den Ingeborg-Bachmann-Preis gewann.Anmerkungen:
Bitte beachten Sie, dass auch wir der Preisbindung unterliegen und kurzfristige Preiserhöhungen oder -senkungen an Sie weitergeben müssen.
Mehr von Helga Schubert