Heinrich Walle: Die Tragödie des Oberleutnants zur See Oskar Kusch, Gebunden
Die Tragödie des Oberleutnants zur See Oskar Kusch
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- Miles-Verlag, 10/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783967761214
- Artikelnummer:
- 12961724
- Umfang:
- 340 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 1173 g
- Maße:
- 303 x 215 mm
- Stärke:
- 29 mm
- Erscheinungstermin:
- 9.10.2026
Klappentext
Am 12. Mai 1944 wurde der U-Bootkommandant und Hitlergegner Oberleutnant zur See Oskar Kusch in Kiel hingerichtet. Er hatte unter anderem angeordnet, das Hitler-Bild aus der Offiziersmesse seines Bootes zu entfernen ('Hier wird kein Götzendienst betrie- ben'), wurde von seinem Ersten Wachoffizier denunziert und nach einem fragwürdigen Kriegsgerichtsverfahren zum Tode verurteilt. Der bekannte Militärhistoriker Fregattenkapitän a. D. Dr. Heinrich Walle hat den 'Fall Kusch' bereits in den 1990er Jahren recherchiert und legt hier eine erweiterte und aktualisierte Neuausgabe seines Bu- ches von 1995 vor, das neben einem neueren rechtswissenschaft- lichen Gutachten auch mit einem Dokumentenanhang aufwartet, der in Leserzuschriften, Presseberichten und Briefen an den Ver- fasser ein bisher unbekanntes und spektakuläres Bild kontroverser Auseinandersetzung in Bundeswehr und Öffentlichkeit mit diesem tragischen Beispiel nationalsozialistischen Gegnertums an Bord von Einheiten der Kriegsmarine und dem Verhalten einer willfährigen, 'furchtbaren' Justiz bietet. Nach dem Krieg erhebt der Vater Kuschs Anklage wegen Mordes gegen den damaligen Richter im Kriegsgerichtsverfahren. Dieser wird vom Landgericht Kiel 1950 freigesprochen und Oskar Kusch damit, so Heinrich Walle, gleichsam zum zweiten Mal zum Tode verurteilt. Auf der Basis von Walles Forschungen hingegen gelingt schließlich eine Wiederaufnahme des Verfahrens, das 1996 zur Auf- hebung des damaligen Todesurteils und damit zur Rehabilitation Oskar Kuschs führt. Die Stadt Kiel hatte noch im gleichen Jahr die Straße an Kuschs Hinrichtungsstätte in 'Oskar-Kusch-Straße' um- benannt und im Jahre 2025 erfolgte die Einweihung einer durch eine private Bürgerinitiative gegründeten Gedenkstätte für Oskar Kusch im ehemaligen Marineuntersuchungsgefängnis in Kiel-Wik. Im gleichen Jahr benannte die Deutsche Marine die bisherige 'Scheer-Mole' im Marinestützpunkt in 'Oskar-Kusch-Mole' um. So ist Heinrich Walles Buch in seiner Neubearbeitung nicht nur ein strahlendes Beispiel profunder historischer Recherche, sondern vor allem auch ein wertvoller Beitrag zur Traditionsgeschichte und -pfle- ge der Bundeswehr geworden.
Anmerkungen:
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