Gerhard Oberlin: Dehumanisation, Kartoniert / Broschiert
Dehumanisation
- Die Depotenzierung des Menschen
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- Verlag:
- Königshausen & Neumann, 06/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783826096686
- Artikelnummer:
- 12636931
- Erscheinungstermin:
- 30.6.2026
Klappentext
Kein Zweifel, dass die technische Automation, allem voran Künstliche Intelligenz, die psychosoziale Uniformierung und Schwächung des Individuums inmitten der Massengesellschaft beschleunigt. Mit der gleichzeitigen Ausprägung gesteigerter Subjektivität entsteht dabei ein neues, brisant paradoxes Menschenbild. U. a. wirken hier zehn gesellschaftliche Dynamiken mit, die auf eine Depotenzierung des Menschen hinauslaufen und den Verlust traditioneller Kulturtechniken und Handlungskompetenzen befürchten lassen (die Aufzählung entspricht Kapiteln in diesem Buch):
- Pädagogische Überprotektion und Permissivität; 2) Egalitarismus und Bildungsnivellierung; 3) Hedonismus und >Schlaraffenutopie<; 4) Puerilismus und Freizeitwahn; 5) De-intellektualisierung und Sprach(en)armut; 6) Wissenschafts- und Diskursskepsis; 7) Narzissmus und Irrationalismus; 8) Autoritarismus und Militarismus; 9) Rassismus und soziale Hostilität; 10) Kulturelle Indifferenz und Reisekolonialismus. Autonome Handlungsfähigkeit, kreative Intellektualität und Lebensfreude sind u. a. die >Baustoffe< der menschlichen Identität. Zu ihrer Förderung kommt der selbstbestimmten Bildungsarbeit eine immer wichtigere Rolle zu. Heutige Politik und andere gesellschaftsrelevante Diskursbereiche müssen sich daran messen lassen, wie sehr sie der Erlahmung eigeninitiativen Handelns und der Versandung der Bildungsarbeit entgegenwirken.
Biografie
Gerhard Oberlin ist freiberuflicher Literaturwissenschaftler mit Lehrverpflichtungen in Asien. Er schrieb Beiträge über Kafka, Rilke und Autoren der Goethezeit, darunter auch Heinrich von Kleist (2007 im Psychosozial-Verlag). Er lebt in Zürich.Anmerkungen:
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