Gerald Heidegger: Ein Augenblick in Arkadien, Gebunden
Ein Augenblick in Arkadien
- Italien und das Idealbild vom eigenen Ich
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- Verlag:
- bahoe books, 03/2027
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783903478855
- Artikelnummer:
- 13005486
- Umfang:
- 250 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 15.3.2027
Klappentext
Warum wirkt gerade der Mensch der digitalen Gegenwart ohne massenhafte Bilder von sich verloren? Und warum ziehen wir so gerne mit dem Selfie durch die Welt? Die Selbststilisierung der digitalen Gegenwart verweist auf eine längere Kulturgeschichte der Koppelung von eigener Person und Raum. Nicht zuletzt der ersehnte Raum wird zum Ort, das eigene Ich besonders in Szene zu setzen. Und wenn in der Kulturgeschichte das Italien der Renaissance zu einem Schauplatz wurde, in dem sich der Mensch in den verschiedenen Sparten der Kunst neu in Szene setzte, so wurde Italien auch zum Sehnsuchtsraum und Thema für eine neue Selbsterkundung. Das, was in der Antike Arkadien war, ist in der Neuzeit nach Italien gewandert. Von den Landschaften eines Claude Lorrain und Nicolas Poussin zieht sich ein großer Bogen bis zu den Reisefotos der Nachkriegszeit oder den Reels und Selbstbebilderungen der digitalen Gegenwart: die große Gefahr wird gebannt - und das Ich schreibt sich ein in den Kanon der Landschaftsbetrachtung und der Entdeckung des Schönen. So steckt in jedem Selfie auch ein Stück von Goethes Italienischer Reise oder Madame de Staels Corinne. Ohne Italien ist keine Kulturgeschichte der Selbstinszenierung zu schreiben - und Italien ist Ort und Topos, sich in der Selbsterkundung bis in die digitale Gegenwart hinein wieder kennen zu lernen. Deutlich wird auch: Ohne die Lust der Selbsttäuschung ist keine Kulturgeschichte der Selbstinszenierung zu schreiben.
Anmerkungen:
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