Erwin Bratengeyer: Seelenfalle, Gebunden
Seelenfalle
- Die verborgene Architektur des Jenseits - Überlieferung und Gegenwart
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- BoD - Books on Demand, 09/2026
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783696392048
- Artikelnummer:
- 12927801
- Umfang:
- 368 Seiten
- Nummer der Auflage:
- 26001
- Ausgabe:
- 1. Auflage
- Gewicht:
- 733 g
- Maße:
- 226 x 160 mm
- Stärke:
- 29 mm
- Erscheinungstermin:
- 14.9.2026
Klappentext
Seelenfalle untersucht eine unbequeme Frage: Ist das, was nach dem Tod als Erlösung, Aufstieg oder Heimkehr erscheint, tatsächlich Befreiung, oder Teil einer Kontrollarchitektur? Ausgangspunkt ist die Seelenfalle-Hypothese, wonach der Reinkarnationszyklus weniger ein Weg spiritueller Reifung als ein Mechanismus der Bindung sein könnte. Das Buch nähert sich dieser Frage in zwei Teilen. Der erste analysiert die Jenseitsarchitekturen von 43 religiösen und kulturellen Traditionen, von den indisch-asiatischen Karmalehren über Gnosis, Hermetik und die abrahamitischen Religionen bis zu indigenen und modernen Bewegungen. Über kulturell weit entfernte Systeme hinweg kehren dieselben Strukturmotive wieder: Schwelle, Prüfung, Torwächter, Gericht, karmische Schuldlogik, erzwungenes Vergessen und die wiederkehrende Warnung vor einem trügerischen Licht. Der zweite Teil wendet sich dem gegenwärtigen Diskurs zu und wertet einen Korpus von 130 Autoren aus 37 Ländern aus, deren Positionen sich zwischen expliziter Bejahung, impliziter Andeutung und ausdrücklicher Verneinung des Seelenfalle-Motivs bewegen. Der stärkste Befund ist die Konvergenz der Mechanismen über Quellen, Methoden und Weltbilder hinweg. Aus Maya wird Matrix, aus Torwächter wird Interface, aus Samsara wird Recycling, doch die Grundstruktur bleibt konstant. Das Buch behauptet dabei keine metaphysische Gewissheit. Es hält die ontologische Wahrheitsfrage bewusst offen und versteht die Seelenfalle als operative Metaphysik, die bereits im Diesseits handlungsleitend wirkt, sowie als Vorsorgemodell, das auf den ungünstigsten Fall vorbereitet, ohne den günstigsten auszuschließen. Zugleich prüft die Arbeit ihre eigene Bewegung kritisch: Auch Befreiungslehren können autoritär werden. Als Maßstab gilt die Widerrufbarkeit jeder spirituellen Bindung. So entsteht weniger eine neue Lehre als eine Machtkritik, die Religionen und spirituelle Systeme zwingt, ihre verborgenen Autoritätsannahmen offenzulegen.
Anmerkungen:
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