Daniel Kaiser: Gatow, Kartoniert / Broschiert
Gatow
- Die goldene Grenze
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
Klappentext
Berlin, November 1923. Ein junger Mann verliert alles, was er für unveränderlich hielt: sein Haus, das Land, die Vorstellung von einer Welt, die Versprechen hält.
Paul von Gatow ist zweiundzwanzig Jahre alt. In wenigen Tagen wird er in einer Stadt ankommen, die ihm nichts schuldet und die ihm trotzdem alles geben wird - wenn er bereit ist, den Preis zu zahlen. Und er ist im Begriff, Chef einer der einflussreichsten Berliner Ringvereine zu werden.
Was folgt, ist kein Aufstieg. Es ist etwas Schwierigeres: eine Verwandlung. Berlin in seiner glanzvollsten und grausamsten Epoche - zwischen der Asche der Inflation und dem Glanz der 20er Jahre, zwischen Tanzmusik und Schüssen aus fahrenden Automobilen. Eine Stadt, die ihren Bewohnern täglich dasselbe anbietet: die Freiheit, sich selbst zu erfinden, und den Preis, der dafür fällig wird.
Um Paul versammeln sich Menschen, die alle eigenen Geheimnisse mit sich tragen: eine russische Emigrantin, die mehr weiß als sie sagt. Eine Schwester, die klüger ist als er und es nie als Waffe verwendet. Ein schweigsamer Mann mit einer Narbe, der Geheimnisse trägt wie andere Menschen Gepäck. Eine Frau aus Neukölln, die keine Angst vor ihm hat - die einzige in seinem Leben, die das von sich sagen kann.
Dazwischen: ein Mord, der nie ganz aufgeklärt wird. Ein Polizist, dem man nicht entkommt. Ein Staatsanwalt, der zur Gefahr wird. Und eine Schublade, die geschlossen bleibt - noch.
Die goldene Grenze ist die Geschichte eines Mannes, der lernt, dass Heimat kein Ort ist. Dass Schuld und Handeln oft dasselbe Gesicht tragen. Dass Güte keine Eigenschaft ist, die man besitzt, sondern eine Entscheidung, die man täglich neu trifft - und bei der man täglich scheitern kann.
Anmerkungen:
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