Claudio Gärtner: Erdmann ermittelt III, Kartoniert / Broschiert
Erdmann ermittelt III
- Fallakten zwischen Sandplatz und Schweigen
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- tredition, 10/2026
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783567013744
- Artikelnummer:
- 12966119
- Umfang:
- 504 Seiten
- Gewicht:
- 531 g
- Maße:
- 190 x 120 mm
- Stärke:
- 35 mm
- Erscheinungstermin:
- 12.10.2026
- Serie:
- Erdmann ermittelt - Band 3
Klappentext
Die großen Fälle des Kommissars a. D.
Es gibt Menschen, die verschwinden mit der Pensionierung aus der Welt, als hätte jemand das Licht über ihrem Schreibtisch ausgeknipst. Und es gibt Erdmann.
Inzwischen ist er einundsiebzig. Das Knie meldet sich an kalten Morgen, der Kaffee im Thermosbecher ist meistens kalt - und er sitzt noch immer dort, wo er immer gesessen hat: am Rand des Tennisplatzes, im Schatten, und sieht Leuten beim Spielen zu, bis ihm auffällt, wer nicht spielt.
Denn wer vierzig Jahre lang Menschen gelesen hat, der erkennt Muster, bevor andere überhaupt ein Problem sehen. Er registriert Stillstand im Schwung, Zögern im Schritt, Schweigen im Satz. Und er weiß: Ein Tennisclub zeigt nie nur Spielstände, sondern Zustände.
Diesmal sind es drei Fälle statt fünf - dafür reicht jeder über den Zaun hinaus, in Verbandsbüros, in Haushaltspläne, in Akten, die vier Jahre alt sind und immer noch jemandem gehören:
Ein Griffband mit einer Zahl darauf, grob geschrieben, von einer Hand, die zittert. Ein Spieler, der bei fünf zu vier verschwindet - und die Frage ist nicht, wohin, sondern wovor. Ein Sturm, der aussieht wie höhere Gewalt, und vierundzwanzig Minuten, die in Wahrheit vier sind.
Erdmann löst diese Fälle nicht mit Tempo, sondern mit Haltung. Er rennt niemandem hinterher - er wartet, bis die Wahrheit stolpert. Er glaubt nicht an Zufälle - höchstens an schlecht getarnte Muster. Und er weiß, dass Menschen selten das sagen, was sie meinen, und noch seltener das meinen, was sie sagen.
An seiner Seite: Schröder, der längst kein Assistent mehr ist - und es auch nicht mehr sein will. Lina Berg, deren journalistischer Blick die Lücken sieht, die Erdmann noch nicht so nennen will - und die diesmal etwas zu verlieren hat. Und der Leser, der wie ein weiterer Ermittler am Zaun steht. Alles, was Erdmann sieht, steht auch für ihn im Text. Wer mitzählt, kann vor ihm dort sein.
Diese drei Fallakten sind keine Fortsetzung - sie sind das, was passiert, wenn dieselbe ruhige Aufmerksamkeit auf etwas trifft, das zurückschlägt. Dichter, dunkler, manchmal grotesk, immer menschlich. Erdmann bleibt leise. Doch seine Welt spricht laut genug.
Anmerkungen:
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