Alfred Pfoser: 15. Juli 1927, Gebunden
15. Juli 1927
- Chaos, Blutbad, Schock
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- Herausgeber:
- Hachleitner Bernhard, Isabel Langkabel, Schwarz Werner Michael
- Verlag:
- bahoe books, 04/2027
- Einband:
- Gebunden
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783903478893
- Artikelnummer:
- 13005891
- Umfang:
- 300 Seiten
- Erscheinungstermin:
- 15.4.2027
Klappentext
Was geschah am 15. Juli 1927? Was als spontane, friedliche Demonstration gegen ein Gerichtsurteil begann, endete in einer der größten Katastrophen in der österreichischen Geschichte. Der Einsatz der berittenen Polizei vor dem Parlament gab den Anstoß zur Eskalation. Die Demonstrierenden setzten eine Polizeistation, zwei Zeitungsredaktionen und schließlich den Justizpalast in Brand. Als die Polizei mit Karabinern eingriff, starben 89 Menschen, darunter viele Passanten und Schaulustige. Über 1.000 Personen wurden zum Teil schwer verletzt. Österreich geriet nahe an einen Bürgerkrieg. Die Weltpresse und die europäischen Regierungen verfolgten das Geschehen in Wien mit Argusaugen.
Der 15. Juli markiert einen Wendepunkt in der Geschichte der Ersten Republik. Der Kampf um die Deutung teilte Österreich und seine Menschen. Die Regierung mit Bundeskanzler Ignaz Seipel ließ sich als Retter des Landes feiern, Polizeipräsident Johann Schober beteuerte den Einsatz als 'maßvoll und menschlich', die faschistischen Heimwehren brachten sich als Hilfspolizei ins Spiel. Sie nutzten den 15. Juli als Lehrstück auf dem Weg zum autoritären Staat. Die Sozialdemokratie dagegen war am Boden zerstört, weil alle Versuche ihrer Führer zur Beruhigung nicht gefruchtet hatten, sie trauerte und schäumte über den 'Prälaten ohne Milde', der eine große Koalition verweigerte und einen Untersuchungsausschuss über die Polizeiaktion mit allen Mitteln verhinderte. Ein vielstimmiges Puzzle, das bisher wenig beachtete Akten und Zeitungsmeldungen einbringt, viele Akteure in den Zeugenstand holt und den vielen Rätseln und Zufällen der 'Wiener Schreckenstage' nachstellt. Mit Karl Kraus und Elias Canetti als literarische Kronzeugen der Tragödie.
Anmerkungen:
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