Oliver Decker: Der Warenkörper, Kartoniert / Broschiert
Der Warenkörper
- Zur Sozialpsychologie der Medizin
- Verlag:
- Klampen, Dietrich zu, 06/2011
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert, Paperback
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783866741492
- Artikelnummer:
- 9554881
- Umfang:
- 320 Seiten
- Copyright-Jahr:
- 2011
- Gewicht:
- 393 g
- Maße:
- 206 x 128 mm
- Stärke:
- 25 mm
- Erscheinungstermin:
- 15.6.2011
Klappentext
Die Ökonomisierung erfasst den menschlichen Körper, er wird zur Ware. Am deutlichsten ist das in der modernen Medizin. Sie braucht den Körper als Ressource, ob in der Stammzellforschung oder der Organtransplantation. So wird der menschliche Körper und werden seine Teile zum Handelsgut. Das war der Körper im historischen Umbruch zur Moderne schon einmal: Der ganz Europa erfassende Reliquienhandel machte menschliche Körperteile zum begehrtesten Handelsgut - und zum Heilsgut. Mit dieser Vorgeschichte wird auf einen Schlag sichtbar, dass der Griff nach dem menschlichen Körper keine ökonomische Landnahme ist: Waren-Gesellschaft und moderne Medizin verbindet mehr, als sie an ihrer Oberfläche zu erkennen geben. Der für die Psychoanalyse Freuds und für die Theorie Marx' so zentrale Begriff des Fetischismus wirft ein Licht auf den 'theologischen Glutkern' (Adorno) von kapitalistischem Markt und moderner Medizin. Die 'untergründige Geschichte des Körpers' (Horkheimer / Adorno) ist an zentraler Position in einer Dialektik der Aufklärung.
Biografie
Oliver Decker, geb. 1968, PD Dr. phil. habil., seit 2010 Vertretungsprofessor für Sozialpsychologie und Organisationspsychologie an der Universität Siegen, Privatdozent an der Philosophischen Fakultät der Leibniz Universität Hannover, seit 2012 Fellow an der University of London, Birkbeck College.Anmerkungen:
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