Jörg Klein: Inzest: Kulturelles Verbot und natürliche Scheu, Kartoniert / Broschiert
Inzest: Kulturelles Verbot und natürliche Scheu
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- Verlag:
- VS Verlag für Sozialwissenschaften, 01/1991
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert, Paperback
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783531122298
- Artikelnummer:
- 2596484
- Umfang:
- 208 Seiten
- Sonstiges:
- 204 S.
- Nummer der Auflage:
- 1991
- Ausgabe:
- 1991
- Copyright-Jahr:
- 1991
- Gewicht:
- 310 g
- Maße:
- 226 x 155 mm
- Stärke:
- 12 mm
- Erscheinungstermin:
- 1.1.1991
Inhaltsangabe
I. Inventur der Thesen zum kulturellen Inzestverbot und zur natürlichen Inzestscheu.- 1. Soziologische Positionen.- 1.1 Funktionen des Inzestverbots.- 1. These: Eifersucht (16) 2. These: Rollenverwirrung (17) 3. These: Reifung (20) 4. These: Allianz (21) 5. These: Soziale Erbhygiene (26) 6. These: Frauenraub, Ökologie des Frühmenschen und Altenfürsorge (28).- 1.2 Wirkungsweise des Inzestverbots.- 1. These: Ödipuskomplex und Tabuverbot (36) 2. These: Bewußte Erbhygiene (42).- 2. Biologische Positionen.- 2.1 Wirkmechanismen der biologischen Inzestvermeidung.- 1. These: Vertrautheit von Kindheit an (44) 2. These: Mutter und Sohn (72) 3. These: Altersunterschied (74) 4. These: Inzestvermeidung bei Tieren (76).- 2.2 Funktionen der biologischen Inzestvermeidung.- 1. These: Natürliche Erbhygiene (85) 2. These: Genetische Variabilität (92).- II. Zur Soziologie des Inzestverbots.- 1. Ist das Inzestverbot universal?.- Welche Universalitätsthese? (99) Falschmeldungen (100) Dynastischer und magischer Inzest (101) Inzestehen im ägyptischen Reich der römischen Periode und in Alt-Iran (105) Das Indiz des Inzestverbots (112) Fazit (115).- 2. Wie stark sind die Inzestwiinsche des Menschen?.- Die Existenz des Verbots (118) Träume (119) Poetische Fiktionen (125) Das Vorkommen des Inzests (140).- 3. Warum existiert das Inzestverbot?.- Die falsche Prämisse (156) Hat das Inzestverbot eine inzestverhindernde Wirkung? (157) Die soziologischen Funktionsthesen (160) Sexueller Mißbrauch (184) Verhaltenserwartungen und Sinnverlust (185) Abscheu (188).- Personenregister.
Klappentext
Die Arbeit verfolgt zwei Ziele: Zum einen wird ein systematischer Überblick über die seit Ende des 19. Jahrhunderts unter Wissenschaftlern vertretenen Positionen über die Stärke der menschlichen Inzestneigung und den Sinn des Inzestverbots gegeben. Zum anderen diskutiert der Autor die verschiedenen Standpunkte, wobei er entschieden die aus der Psychoanalyse stammende Idee vom starken Inzestwunsch des Menschen kritisiert und für die auf den finnischen Anthropologen Edward Westermarck zurückgehende Theorie von einer natürlichen, biologisch verankerten Inzestscheu des Menschen Partei ergreift. Das kulturelle Inzestverbot wird sozialpsychologisch als aus der natürlichen Inzestscheu hervorgehend gedeutet.
Anmerkungen:
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