Burkart Lutz: Arbeit, Arbeitsmarkt und Betriebe, Kartoniert / Broschiert
Arbeit, Arbeitsmarkt und Betriebe
(soweit verfügbar beim Lieferanten)
- Verlag:
- VS Verlag für Sozialwissenschaften, 01/1996
- Einband:
- Kartoniert / Broschiert, Paperback
- Sprache:
- Deutsch
- ISBN-13:
- 9783810016362
- Artikelnummer:
- 2597057
- Umfang:
- 444 Seiten
- Sonstiges:
- 6 SW-Abb.,
- Nummer der Auflage:
- 1996
- Ausgabe:
- 1996
- Copyright-Jahr:
- 1996
- Gewicht:
- 628 g
- Maße:
- 214 x 145 mm
- Stärke:
- 22 mm
- Erscheinungstermin:
- 31.1.1996
Inhaltsangabe
1. Schwächen und Verkürzungen der frühen Transformationsforschung.- 2. Ein neues Bild der Transformation von Arbeit und Beschäftigung: Drei Thesen.- 2.1 Strukturen und Prägungen aus der DDR-Zeit wirken fort.- 2.2 Die marktwirtschaftliche Sanierung der DDR-Wirtschaft mündet in einer möglicherweise dauerhaften industriellen Verödung durch beschleunigte Tertiarisierung.- 2.3 Es gab nach der deutschen Einheit nur ein schmales Zeitfenster der Neuverteilung von Chancen.- 3. Zur Entstehungsgeschichte und Struktur des Berichtes.- 3.1 Der Berichtsauftrag.- 3.2 Eine Zeitfalle.- 3.3 Zur Struktur des Berichtsbandes.- A Arbeitsmarkt, Beschäftigung und Erwerbsverläufe.- 1. Kapitel Das Beschäftigungssystem der DDR.- 1. Einige konzeptionelle Überlegungen.- 1.1 Die Theorie der Arbeitsmarktsegmentation.- 1.2 Die Regulationstheorie.- 2. Die Herausbildung des DDR-Beschäftigungssystems vor dem Hintergrund einer vorwiegend extensiven Wachstumsstrategie.- 2.1 Grundzüge des Beschäftigungssystems.- 2.2 Relative Erfolge des DDR-Beschäftigungssystems.- 2.3 Ungereimtheiten und Widersprüche des in der Phase überwiegend extensiven Wachstums entstandenen Beschäftigungssystems.- 3. Die Tendenz zu immer engerer Betriebsbindung d er Werktätigen .- 3.1 Der Diskurs: Schlüsselrolle der Stammbelegschaft und negative Bewertung von Fluktuation.- 3.2 Zielsetzungen und Instrumente betrieblicher Arbeitskräftepolitik.- 3.3 Fluktuation und Betriebszugehörigkeit.- 4. Der mißlungene Übergang zu intensivem Wachstum zunehmende Dysfunktionalitäten im Beschäftigungssystem.- 4.1 Intensives Wachstum und die Notwendigkeit der Reallokation von Arbeitskraft.- 4.2 Die neue Lage der 80er Jahre: Kaum noch zusätzliche Arbeitskräfte mobilisierbar.- 4.3 Geringer Erfolg von Kampagnen zur Freisetzung für neue Aufgaben .- 4.4 Zunehmende Blockierungen seit dem Beginn der 80er Jahre.- 4.5 Ausblick.- 2. Kapitel Der Zerfall der Beschäftigungsstrukturen der DDR 1989 1993.- 1. Allgemeine Tendenzen.- 1.1 Der Beschäftigungseinbruch als beherrschendes Ereignis der Jahre 1989 / 92.- 1.2 Arbeitsplatzabbau als sektorales Phänomen.- 1.3 Exkurs: Methodische Überlegungen und Entscheidungen.- 1.4 Betroffenheit und Arbeitsmarktchancen als individuelles Schicksal.- 1.5 Der Einfluß des Arbeitsplatzes von 1990.- 2. Der Zusammenbruch der Industrie.- 2.1 Die Rolle der Treuhandanstalt.- 2.2 Starke Differenzen in Umfang und Tempo des Personalabbaus zwischen Industriezweigen.- 2.3 Was wurde aus den Industriebeschäftigten des Jahres 1990?.- 3. Der Umbruch in der Landwirtschaft.- 3.1 Das Landwirtschaftsanpassungsgesetz und der Zwang zu rascher, radikaler Veränderung der Betriebsstrukturen.- 3.2 Die Herausbildung einer neuen Agrarstruktur und die Überlebenskraft vieler LPG-Nachfolger.- 3.3 Was wurde aus den Arbeitskräften?.- 4. Zwischenbilanz und offene Fragen.- 4.1 Gemeinsamkeiten und Unterschiede von Industrie und Landwirtschaft.- 4.2 Was geschah im Handel?.- 4.3 Welche Rolle spielte die Arbeitsmarktpolitik?.- 4.4 Welche Bedeutung hatten Regionaleffekte der Beschäftigungsentwicklung?.- 3. Kapitel Die mühsame Herausbildung neuer Beschäftigungsstrukturen.- Vorbemerkungen.- 1. Die Beschäftigungsentwicklung seit 1989 / 90: Sprung in die Dienstleistungsgesellschaft oder industrielle Verödung?.- 1.1 Die Erwartung beschleunigter Anpassung an die westlichen Verhältnisse.- 1.2 ... war wenig realistisch.- 1.3 Die massive Verkleinbetrieblichung des produzierenden Gewerbes.- 1.4 Die Entwicklung der Dienstleistungsbeschäftigung 1989 1994.- 1.5 Weiterhin sehr hohe Abhängigkeit der ostdeutschen Beschäftigung von Transferleistungen aus dem Westen.- 2. Wer blieb und wer ist neu dazugekommen? Die Konstituierung neuer Personalstrukturen.- 2.1 Stabilität und Mobilität zwischen 1990 und 1994.- 2.2 Große Unterschiede zwischen den Beschäftigungsbereichen.- 2.3 Alte und neue Segmentationslinien.- 2.4 Inkonsistente Politiken und instabile Strukturen.- 3. Neue Problemlagen.- 3.1 Der Fortbestand
Klappentext
Burkart Lutz 1. Schwächen und Verkürzungen der frühen Transformationsforschung Die tiefgreifenden Veränderungen in den wirtschaftlichen und politischen Verhältnissen Ostdeutschlands und in den Lebensbedingungen und Lebens chancen der ostdeutschen Bevölkerung, die im Gefolge der deutschen Einheit vonstatten gingen, lösten - unterstützt durch eine größere Zahl von Förder programmen - einen regelrechten Boom an Untersuchungen aus, für die sich sehr schnell der Oberbegriff der "Transformationsforschung" durchsetzte. Ih ren Fragestellungen und den Analysen und Interpretationen der Veröffentli chungen, die aus ihnen hervorgingen, lag nahezu durchgängig eine Argumen tationsfigur zugrunde, die weit über die Wissenschaft hinaus die öffentliche Diskussion bestimmte und die man geradezu als Paradigma der frühen Trans formationsforschung bezeichnen kann. Sie läßt sich ohne unzulässige Verein fachung in zwei Thesen zusammenfassen: 1. Der rasche Transfer der westdeutschen Institutionen in die ostdeutsche Wirtschaft und Gesellschaft löste Anpassungsprozesse in nahezu allen gesellschaftlichen Bereichen aus, die früher oder später - spontan oder mit Unterstützung staatlicher Hilfsprogramme - in einer weitgehenden Angleichung an die Verhältnisse münden werden, die sich in West deutschland (wie in allen anderen westlichen Industrienationen) seit dem zweiten Weltkrieg herausgebildet haben. 2. Die westlichen Verhältnisse liefern demzufolge die adäquate Folie und die zu ihrer Analyse entwickelten Konzepte und Methoden das geeignete Instrument zur Untersuchung der transformationsbedingten Veränderun gen.
Anmerkungen:
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