Nuala O'Faolain: Dunkle Tage, helles Leben drucken

Nuala O'Faolain

Dunkle Tage, helles Leben

Roman
  • Buch i
  • Erscheinungstermin: 16.3.2010
  • Verfügbarkeit: versandfertig innerhalb 24 Stunden i

Detailinformationen

  • Diana Verlag, 03/2010
  • Originaltitel: Best Love Rosie
  • Einband: Gebunden
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783453290877
  • Bestellnummer: 2201759
  • Autor: Nuala O'Faolain
  • Übersetzung: Adelheid Zöfel
  • Umfang: 464 Seiten
  • Gewicht: 642 g
  • Maße: 215 x 135 mm
  • Stärke: 40 mm

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Rezension

"Einfühlsam und scharfsinnig zugleich blickt Nuala O Faolain tief in die weibliche Seele." Irish Times

Klappentext

Von der Sinnlichkeit des Augenblicks, von der Einsamkeit, vom Suchen und Finden der Liebe

Als Rosalynn Barry spürt, dass die Liebe zu Leo nach neun Jahren langsam erkaltet, kehrt sie in ihre Heimat Irland zurück. In Kilbride bei Dublin taucht die fünfzigjährige Journalistin in eine Vergangenheit ein, deren Schatten sie verfolgt haben, und entdeckt Wege der Liebe, die sie immer vermisst hat.
In ihrem letzten Roman erzählt die große irische Schriftstellerin Nuala O'Faolain so eindringlich wie leidenschaftlich von der Suche nach dem Sinn des Lebens.

In der Mitte ihres Lebens, das angefüllt war mit interessanten Jobs, Abenteuerlust und wechselnden Liebhabern kehrt Rosie zurück in ihre Heimat Irland. Sie fühlt sich ihrer Tante Min verpflichtet, die einsam ist und Hilfe braucht. Doch Min sieht das ganz anders und reist kurz entschlossen nach New York, um endlich ihren Träumen nachzugehen. Plötzlich allein, wird Rosie mit einem Leben in Irland konfrontiert, vor dem sie immer davongelaufen war. Erst als sie das verfallene Haus ihres Großvaters renoviert und eintaucht in die Vergangenheit, lernt Rosie mal schmerzlich, mal heiter mehr über sich selbst und findet Freundschaft, Familie und Liebe.

Auszüge aus dem Buch

Nuala O'Faolain, 14. Januar 2008
Ich wohne in einem Cottage im Westen Irlands, gar nicht weit vom Atlantik entfernt. Aber seit einigen Jahren - genauer gesagt, seit mein erstes Buch Are You Somebody (Nur nicht unsichtbar werden) so ein großer Erfolg in den USA war - teile ich mir meine Zeit zwischen Irland und einem Zimmer in Manhattan auf. Ich wollte die Immigranten-Energie dieser fantastischen Stadt anzapfen. Und ich wollte der Verzweiflung und Lethargie entkommen, die immer noch an den ländlichen Gebieten Irlands haftet.
Seither ist für mich das bestimmende Thema im Leben die Geschichte des Älterwerdens. Und das Älterwerden ist, meiner Beobachtung nach, auf den beiden Seiten des Ozeans eine völlig unterschiedliche kulturelle Erfahrung. Zum Beispiel: Wenn eine Frau, die aus einem traditionellen Land wie Irland stammt, nach New York fliegt, fallen die Jahre von ihr ab, sobald das Flugzeug auf der Rollbahn aufsetzt. Ich nenne das den JFK-Effekt - innerhalb von Sekunden werden aus sechzig Jahren fünfzig Jahre. Noch ein wichtiger Aspekt - die amerikanischen Frauen halten nicht viel von der Selbstverleugnung der europäischen Großmütter, sie bekämpfen das Älterwerden mit allen ihnen zur Verfügung stehenden Mitteln, und sie denken lieber nicht allzu viel über den Tod nach. Mir fällt auf, dass amerikanische Frauen bis ganz zum Schluss von ihrer eigenen Wichtigkeit überzeugt sind - etwas, was ich bewundere und was mir gleichzeitig nicht ganz geheuer ist. In Irland hingegen hat eine kinderlose, alternde Frau keine Funktion mehr in der "Stammeskultur" und muss sich selbst Rechtfertigungen für ihre eigene Wichtigkeit ausdenken.
Dunkle Tage, helles Leben ist aus diesen beiden Gedankensträngen entstanden. Was tut die Neue Welt mit einer Frau und für eine Frau, die von der Alten Welt geprägt ist? Und wie kann eine moderne Frau - die viel gereist ist, spannende Jobs und wechselnde Liebhaber hatte, die für nichts und niemanden verantwortlich war außer für sich selbst -, wie kann diese Frau den Herausforderungen begegnen, mit denen sie gegen Ende der mittleren Jahre konfrontiert ist, wenn die Faktoren, die bisher in ihrem Leben so zentral waren, nach und nach in den Hintergrund treten? Wie entdeckt ein Mensch neue Freuden, wenn die alten ihren Reiz verlieren?
Während die Geschichte von Min und ihrer Nichte Rosie sich immer weiter entwickelte, habe ich oft gestaunt, wie viel Spaß ich an dieser Entwicklung hatte. Ich glaube, das lag daran, dass Min - die Ältere der beiden - mit so viel Schwung und Vitalität ihre Chance ergreift, aus dem gewohnten Umfeld in Dublin auszubrechen, das ihr nichts Neues mehr zu bieten hat. Die Abenteuer, die sie in diesem Buch erlebt, haben mich ebenso entzückt wie Min selbst.
Mein Kopf gehört ihr. Aber mein Herz gehört ihrer Nichte, meiner lieben Rosie. Sie ist eine Frau, deren Bedürfnisse zu leidenschaftlich und zu komplex sind, als dass sie in Amerika befriedigt werden könnten. Also kehrt Rosie nach Irland und in die Vergangenheit zurück. Das Leben hat ihr viele Wunden zugefügt, und sie verkriecht sich in dem primitiven Haus ihres Großvaters, das neben dem Steinbruch steht, in dem er vor langer Zeit gearbeitet hat. Auf einer entlegenen, wunderschönen Halbinsel. Rosie erfährt, wie qualvoll und schwer das Leben dort war, vor allem für die Frauen. Und sie findet die harte Wahrheit über ihre eigenen Eltern heraus. Gleichzeitig begegnen ihr aber auch zahlreiche Formen von Liebe und Zuneigung: Freundschaft; ein kleiner, treuer Hund; die Schönheit der Natur; das bewusste Bemühen, Fehler wiedergutzumachen - lauter Dinge, die sie in ihrer Jugend nie besonders wichtig fand. Doch genau sie sind die Kraftquellen, aus denen Rosie Zuversicht schöpft, als sie an der Schwelle zur nächsten Etappe ihres Lebens innehält.
Tausende Meilen entfernt von ihr, in den Vereinigten Staaten, ist Min dabei, ebenfalls neue Facetten der Lebensfreude zu entdecken. Sie erlebt, wie befriedigend es i

Biografie:

Nuala O Faolain, geboren 1940 in Dublin, arbeitete nach dem Studium zunächst als Universitätsdozentin und als Produzentin, bevor sie Kolumnistin der Irish Times wurde. Mehrere internationale Bestseller. Die Autorin starb im Mai 2008 an Krebs.

Autor(en):

0180 510 42 04

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