Friederike Potreck-Rose: Von der Freude, den Selbstwert zu stärken drucken

Friederike Potreck-Rose

Von der Freude, den Selbstwert zu stärken

Hilfe aus eigener Kraft
  • Buch i
  • Erscheinungstermin: 15.9.2011
  • Verfügbarkeit: versandfertig innerhalb 24 Stunden i

Detailinformationen

  • Klett-Cotta Verlag, 09/2011
  • Einband: Kartoniert / Broschiert
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783608861112
  • Bestellnummer: 9909117
  • Autor: Friederike Potreck-Rose
  • Umfang: 127 Seiten
  • Nummer der Auflage: 11007
  • Auflage: 7. Auflage.
  • Gewicht: 220 g
  • Maße: 210 x 135 mm
  • Stärke: 12 mm

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Klappentext

"Ich habe eben ein schlechtes Selbstwertgefühl." Diesen Satz, oft als Begründung für schmerzlich fehlende Kontakte, für nicht wahrgenommene Aufstiegsmöglichkeiten im Beruf, für ein Leben "in der zweiten Reihe" zitiert, sollten wenig selbstbewußte Männer und Frauen besser aus ihrem Repertoire streichen. Denn: Selbstwert kann wachsen - auch, wenn die in der Kindheit gelegten Grundlagen nicht optimal waren. Wie das auch ohne langwierige Therapie möglich ist, zeigt das Buch der "Selbstwert-Spezialistin" und renommierten Psychotherapeutin Friederike Potreck-Rose. Es bedarf allerdings einiger Ausdauer und Konsequenz, denn das Selbstwertgefühl ist ein zartes Pflänzchen, das gehegt werden will. Diese vorausgesetzt, können die Informationen, Übungen und Anregungen des Buches, z. B. - Achtsam werden - Den inneren Kritiker mäßigen - Den Faulpelz rehabilitieren - Sich selbst Vater und Mutter sein - Die Schatzkiste füllen zu mehr Selbstakzeptanz und Selbstvertrauen, und damit zu mehr Lebensfreude, verhelfen.

Auszüge aus dem Buch

"7. Sich selbst Vater und Mutter werden "Wenn ich groß bin, dann ..."Was war für Sie das Schönste und Wichtigste am Erwachsenwerden? Nicht mehr gesagt zu bekommen, was Sie tun und was Sie lassen sollen? Kommen und gehen zu können, wann und wie Sie wollen? Keine Vorschriften über Kleider, Essen, Trinken und Lebenswandel gemacht zu bekommen?

Bei jedem Menschen wird die Antwort etwas anders ausfallen. Wie sie ausfällt, hängt vor allem damit zusammen, welche Erfahrungen die Person in der Kindheit und Jugend gemacht hat. Ob mit diesem Lebensabschnitt eine Phase großer Fürsorge und liebevoller Begleitung zu Ende gegangen ist. Oder ob eine Phase von schmerzlicher innerer Einsamkeit und ständiger Bevormundung durch die Eltern ihren Abschluss gefunden hat. Im ersten Fall kann Erwachsenwerden vor allem mit dem Gefühl von Verlust verbunden sein: Verlust von elterlicher Fürsorge, von Geborgenheit, vielleicht sogar das Gefühl des Verlusts von Sorglosigkeit. Im zweiten Fall wird ein Gefühl von Befreiung wahrscheinlicher sein. Befreiung durch den Gewinn von Unabhängigkeit, Gewinn der Freiheit, das Leben selbst zu gestalten.

Gleichgültig, wie Kindheit und Jugend eines Menschen verlaufen sind - Erwachsensein bedeutet immer, Verantwortung für sich selbst zu tragen. Bedeutet, Fürsorge für sich selbst zu übernehmen und damit - unser Thema - sich selbst Vater und Mutter zu werden. Wie bewusst es jemandem ist, dass genau das die Aufgabe des Erwachsenenlebens ist - nämlich selbst so für sich zu sorgen, wie eigentlich Mutter und Vater für einen gesorgt hätten - und wie gut das dann klappt, das hängt nun allerdings tatsächlich wieder davon ab, wie viele Chancen ein Kind oder eine Jugendliche hatten, genau das zu lernen.

Die Zusammenhänge sind nicht so sehr kompliziert: Wenn ein Kind von Mutter oder Vater immer wieder erfährt, dass sein Wohlergehen nicht wirklich wichtig ist, dann lernt es: Nimm dich nicht so wichtig, andere und anderes sind wichtiger als du. Das kann sich auf vieles beziehen, auf Essen und Trinken oder auf Wärme und Geborgenheit, aber auch auf die Gesundheit, auf Sorgen in der Schule und tausend andere Dinge. Kinder erhalten solche Botschaften durch viele Sätze oder Gesten. Zum Beispiel durch Sätze wie:"Ich hab jetzt keine Zeit für dich", oder:"Sorg für dein Essen selbst, ich komme heute nicht dazu, dir etwas zu kochen", oder:"Deine Halsschmerzen sind schon nicht so schlimm, stell dich nicht so an", oder, oder, oder.

Das Kind lernt immer wieder das Gleiche: Meine Anliegen sind nicht so wichtig, ich bin nicht so wichtig. Also ist es das Beste, ich nehme mich selbst nicht wichtig. Dann werde ich auch nicht dauernd enttäuscht, wenn ich etwas nicht bekomme, was ich eigentlich brauche oder was ich mir gewünscht habe. Es ist leicht nachzuvollziehen, dass es für ein Kind sehr schwer ist zu lernen, für sich selbst zu sorgen, wenn das scheinbar nicht so wichtig ist. Genauso schwer ist es, das zu lernen, wenn die Eltern das auch für sich selbst nicht können. Dann fehlt es dem Kind an Vorbildern, und damit steht die Fürsorge für sich selbst im Erwachsenenalter oft auf wackligen Füßen.

Leichter ist es dagegen, wenn die Grundhaltung, auf sich zu achten und mit sich selbst respektvoll umzugehen, von den Eltern durch ihr Verhalten dem Kind gegenüber, sich selbst gegenüber und im Miteinander vermittelt wird. Auch hier liegt der Zusammenhang auf der Hand: Vermitteln Eltern ihren Kindern, dass sie Respekt vor ihrer Person haben, und sei das manchmal noch so schwierig, dass sie bemüht sind, dem Kind die notwendige Anerkennung, Aufmerksamkeit und Fürsorge zuteil werden zu lassen, dann erfährt das Kind genau das: Dass es mit seinen Anliegen wichtig ist, dass es Respekt und Anerkennung verdient. (...)"

Biografie:

Friederike Potreck-Rose, Priv.-Doz., Dr. phil., Dipl.-Psych., Ausbildung in Verhaltenstherapie und Gestalttherapie, ist in eigener Praxis in Freiburg i.Br. tätig. Supervisorin und Dozentin für Verhaltenstherapie; Privatdozentin an der Universität Freiburg.

Autor(en):

0180 510 42 04

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