Dieter Fechner: Goethe und Mühlhausen in Thüringen
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Goethe und Mühlhausen in Thüringen
- Ein regionalhistorischer Überblick -
- Buch

- Erscheinungstermin: 15.3.2011
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Detailinformationen
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Klappentext
94 Seiten mit 54 Abbildungen, darunter 13 Farbfotos, 9 s / w Fotos und 32 Zeichnungen. Inhaltsverzeichnis Ein Wort zuvor 5 Goethes Vorfahren väterlicherseits waren Thüringer 7 Der gebürtige Mühlhäuser Arzt Dr. med. Georg Christian Reichel - Lebensretter des Studenten Goethe in Leipzig (1768) 10 Erste Berührung des Dichters mit Mühlhausen nach seiner Harz-Reise (1777) 16 Klärendes Treffen in der Stadt mit dem Jugendfreund Johann Heinrich Merck (1780) 23 Wie Goethes bedeutendes Gedicht "Zueignung" 1784 auf einer Durchreise in Dingelstädt entstand 27 Zum Aufenthalt im früheren Gasthof "Zum faulen (fulen) Loch" (1801) 32D ie unsägliche Theateraufführung im einstigen "Fleischhaus" am Obermarkt (1801) 36 Goethes anschließende Weiterreise im Juni / Juli / August 1801 von Göttingen und nach Bad Pyrmont 40 Mühlhäuser Männerquartett trat mehrfach im Haus am Frauenplan in Weimar und in Jena auf 44 Goethes Kontakte zu dem Naturwissenschaftler, Arzt und Maler Carl Gustav Carus - dessen familiären Wurzeln in Mühlhausen zu finden sind 52 Der Besuch des Dichters beim "Wundermann von Helmstedt" Gottfried Christian Beireis (1805), der am Untermarkt 23 das Licht der Welt erblickte 59 "Goethe - Rubens - Mühlhausen" mit einem großen Fragezeichen 65E hrungen für den Klassiker der deutschen Literatur in Mühlhausen im 19. bis 21. Jahrhundert - Ein Überblick 68 Reisen "zu" Goethe (besonders seit dem 19./20. Jahrhundert) 73 Grundkenntnisse vom Leben und Schaffen Goethes, welche die Mühlhäuser Schülergenerationen bis 1989 / 90 erwarben 78 Gebürtiger Mühlhäuser der Gegenwart - Professor Dr. Holger Helbig - habilitierte über Goethes "Farbenlehre" (2004) 85 Dank und Anmerkungen 91 Anhang - Goethe über die Deutschen 93 Ein Wort zuvor Jeder Ort, den der Fuß des Dichters berührte oder dessen Namen er auch nur erwähnte, erinnert sich seiner. Vielfach wird gefragt: "Wo war Goethe eigentlich nicht?" - Die jeweilige regionale Heimatforschung beschäftigte sich längst mit Goethes Aufenthalten und Aussagen über Orte und Landschaften, Persönlichkeiten und Ereignisse. Der Dichter besuchte bzw. durchfuhr Mühlhausen insgesamt viermal: 1777, 1780, 1784 und 1801. Bis in die achtziger Jahre des 20. Jahrhunderts fiel in Mühlhausen eine schwarze Erinnerungstafel auf, die am damaligen Verwaltungsgebäude des Möve-Werkes etwa gegenüber der Martinikirche in der Langensalzaer Straße 1 / Ecke Lindenbühl hing. Sie erinnerte an Johann Wolfgang von Goethes Aufenthalt am 5. Juni 1801 in Mühlhausen. Der Geheimrat stieg im damaligen Gasthof "Zum fulen (faulen) Loch", dem späteren Hotel "Schwarzer Adler", ab. Jenes Gebäude musste Ende der achtziger Jahre abgetragen werden, als die Langensalzaer Straße verbreitert wurde. Der Mühlhäuser Gymnasialprofessor Dr. Emil Kettner (1855-1919) veröffentlichte 1890 Goethes Tagebucheintrag, in dem dieser einiges festhielt über seinen kurzen Aufenthalt 1801 in Mühlhausen. 1915 stellte Kettner in den "Mühlhäuser Geschichtsblättern" die Fakten zusammen, die er über Goethe ermittelt hatte. Dabei stützte er sich vornehmlich auf die Angaben Goethes. Stadtarchivar Dr. Ernst Brinkmann (1887-1968) erinnerte 1957 an den Dichter anlässlich seines 125. Geburtstages. Sein Beitrag "Goethe und Mühlhausen" erschien in der "Mühlhäuser Warte" (3 / 1957), die der Kulturbund herausgab. Ferner fanden sich Hinweise einiger Mühlhäuser Bürger über deren unterschiedliche Kontakte zu Goethe. Ein Arzt versorgte den erkrankten jungen Studenten in Leipzig. Ein singender Buchhändler trat in einem Quartett im Hause am Frauenplan auf. Der Geheimrat besuchte den am Untermarkt 23 geborenen Gottfried Christoph Bereis in Helmstedt und bewunderte dessen gesammelte Schätze. Darunter war ein vermeintliches Rubens-Gemälde, das von Helmstedt über das Gut Weidensee an den Lindenbühl gelangte. Aufschlussreich ist, mit welchem Grundwissen die Mühlhäuser in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts bis 1989 / 90 an Goethes Leben und Schaffen im Literaturunterricht der Klassen 5 bis 10 herangeführt wurden. Der gebürtige Mühlhäuser Germanistikprofessor Dr. Holger Helbig habilitierte zu Beginn des neuen Jahrtausends über Goethes "Farbenlehre". Mühlhausen, Januar 2011 Dieter Fechner