Die Anfänge der Eltern-Kind-Bindung drucken

Die Anfänge der Eltern-Kind-Bindung

Schwangerschaft, Geburt und Psychotherapie
  • Buch i
  • Erscheinungstermin: 15.11.2006
  • Verfügbarkeit: versandfertig innerhalb 24 Stunden i

Detailinformationen

  • Klett-Cotta Verlag, 11/2006
  • Einband: Gebunden
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-13: 9783608944280
  • Bestellnummer: 2184620
  • Herausgeber: Karl H. Brisch, Theodor Hellbrügge
  • Umfang: 304 Seiten
  • Gewicht: 605 g
  • Maße: 237 x 162 mm
  • Stärke: 34 mm

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Kurzbeschreibung

Bindung beginnt schon während der Schwangerschaft.
International renommierte Forscher und Kliniker stellen die neuesten Erkenntnisse zur vorgeburtlichen Bindung, zur Bedeutung von Hormonen sowie zu Störungen der Bindungsentwicklung vor. Sie berichten über Präventionsmaßnahmen und zeigen die Möglichkeiten und Grenzen psychotherapeutischer Interventionen auf.

Inhaltsangabe

Vorwort

Einleitung

GISELA SCHLESKE
Schwangerschaftsphantasien von Müttern und ihre psychoanalytische Bedeutung für die frühe Mutter-Kind-Beziehung

GERALD HÜTHER
Vorgeburtliche Einflüsse auf die Gehirnentwicklung

CAROLA BINDT
Ungetrübtes Familienglück oder neue Risikokonstellation?
Elternschaft und Kindesentwicklung nach reproduktionsmedizinischer Behandlung

RALPH KÄSTNER, KRISTIN HÄRTL UND MANFRED STAUBER
Das Konzept der psychosomatischen Betreuung von drogenabhängigen Schwangeren: Bedeutung für die Mutter-Kind-Beziehung

WULF SCHIEFENHÖVEL"Bedding-in"als Prophylaxe gegen Baby-Blues?
Evolutionsmedizinische und kulturenvergleichende Aspekte

MARSHALL KLAUS
Die Bindungsbereitschaft der Eltern - Grundlage für eine sichere Bindungsentwicklung des Kindes

HARALD WURMSER
Einfluß der pränatalen Streßbelastung der Mutter auf die kindliche Verhaltensregulation im ersten Lebenshalbjahr

JOHN H. KENNELLKontinuierliche Unterstützung während der Geburt: Einflüsse auf Wehen, Entbindung und Mutter-Kind-Interaktion

ALESSANDRA PIONTELLI
Zwillinge im Mutterleib
Die Entwicklung des Temperaments und das Verhalten der Zwillinge zueinander vor und nach der Geburt

KERSTIN UVNÄS-MOBERG
in Zusammenarbeit mit Eva Nissen, Anna-Berit Ransjö-Arvidsson und Anne-Marie Widström
Die Bedeutung des Hormons"Oxytocin"für die Entwicklung der Bindung des Kindes und der Anpassungsprozesse der Mutter nach der Geburt

DANIEL N. STERN
Das Thema"Liebe"NADIA BRUSCHWEILER-STERN
Momente der Begegnung und die Entwicklung der Eltern-Kind-Bindung

FERNANDA PEDRINA
Verarbeitung postpartaler Krisen in der Gruppenpsychotherapie

PHYLLIS KLAUS
Kurzzeitpsychotherapie in der perinatalen Zeit zur Verringerung von psychischen und körperlichen Symptomen und zur Erleichterung der Entwicklung der Eltern-Kind-Bindung

IAN BROCKINGTON
Die Notwendigkeit von Behandlungseinheiten für Mutter und Kind ("mother-baby units") in der Psychiatrie

Klappentext

Die Entwicklung der Bindung zwischen Eltern und Kind beginnt bereits vor der Geburt. Sie wird entscheidend durch Erfahrungen beeinflusst, die während der Schwangerschaft, bei der Geburt und in den ersten Lebensmonaten gemacht werden. Diese sensible frühe Entwicklungszeit kann erheblich belastet sein, etwa im Falle vorzeitiger Wehentätigkeit, wenn eine postpartale Depression, eine Drogenabhängigkeit oder der Verdacht auf eine Fehlbildung des Fetus vorliegt oder wenn die Eltern traumatischen Erfahrungen ausgesetzt waren. Die Autoren erläutern, welche Möglichkeiten professioneller Hilfestellung heute in Prävention, Beratung und therapeutischer Begleitung bereitstehen. Sie zeigen, was die perinatale Psychotherapie zu leisten im Stande ist, und stellen bedeutsame Ergebnisse aus der Grundlagenforschung zur Bindungsentwicklung während der Schwangerschaft und Geburt vor. Das Buch richtet sich an alle Berufsgruppen, die Kind und Eltern in der Zeit vor und nach der Geburt betreuen, wie etwa Hebammen und Geburtshelfer, Kinderärzte, Kinderpsychologen, Kinderpsychiater, Psychotherapeuten, Heilpädagogen, Erzieher und Sozialarbeiter. Mit Beiträgen von: Carola Bindt, Ian Brockington, Nadia Bruschweiler-Stern, Hans-Peter Hartmann, Gerald Hüther, Ralph Kästner, John Kennell, Marshall und Phyllis Klaus, Fernanda Pedrina, Alessandra Piontelli, Wulf Schiefenhövel, Gisela Schleske, Daniel Stern, Kerstin Uvnäs- Moberg, Harald Wurmser, Theodor Hellbrügge und Karl Heinz Brisch.

Auszüge aus dem Buch

"Vorwort

Die Entwicklung der Bindung zwischen Eltern und Kind beginnt bereits in der vorgeburtlichen Zeit und wird entscheidend durch Erfahrungen während der Schwangerschaft und der Geburt sowie während der ersten Lebensmonate beeinflußt. So können etwa der Verdacht auf eine Fehlbildung des Fetus, vorzeitige Wehentätigkeit, eine postpartale Depression, Drogenabhängigkeit der Mutter oder traumatische Erfahrungen der Eltern diese frühe sensible Entwicklungszeit erheblich belasten, wenn die Eltern keine ausreichende Hilfestellung erhalten.

Die bahnbrechenden Arbeiten von John Kennell und von Phyllis und Marshall Klaus haben gezeigt, welche Möglichkeiten bestehen, um während der Schwangerschaft sowie im Kreißsaal während und nach der Geburt die Bindungsbereitschaft der Eltern (elterliches"Bonding") entscheidend zu fördern sowie Schwangerschafts- und Geburtsverläufe positiv und erleichternd auf den Weg zu bringen. Durch bahnbrechende Forschungen haben John Kennel sowie Phyllis und Marshall Klaus ihre Erkenntnisse vielen Generationen von Geburtshelfern, Hebammen und Klinikern verschiedener Professionen zur Verfügung gestellt. Insbesondere ihre Studien zum Rooming-in und zur Bedeutung der Bindungsförderung durch die Vermeidung von Trennungen zwischen Mutter und Kind nach der Geburt haben die Pflege- und Stillpraktiken weltweit verändert. Zu Ehren von Herrn Prof. John Kennell sowie Herrn Prof. Marshall Klaus und Frau Phyllis Klaus wurde von der Internationalen Akademie für Entwicklungsrehabilitation und der Theodor-Hellbrügge-Stiftung am 2. und 3. Dezember 2005 an der Kinderklinik und Kinderpoliklinik am Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig- Maximilians-Universität München ein Internationaler Kongreß mit dem Titel Die Anfänge der Eltern-Kind-Bindung: Schwangerschaft, Geburt und Psychotherapie (The beginning of parent-infant attachment: Pregnancy, birth and the role of psychotherapy) durchgeführt."

Biografie (Karl H. Brisch):

Karl Heinz Brisch, Privatdozent, Dr. med. habil, ist Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie sowie Nervenarzt und Psychoanalytiker. Er leitet als Oberarzt die Abteilung für Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Ludwig-Maximilians-Universität, in München.§Er ist Dozent sowie Lehr- und Kontrollanalytiker am Psychoanalytischen Institut Stuttgart.§Sein Forschungsschwerpunkt umfasst den Bereich der frühkindlichen Entwicklung zu Fragestellungen der Entstehung von Bindungsprozessen und ihren Störungen.§Er ist Vorsitzender der Gesellschaft für Seelische Gesundheit in der Frühen Kindheit (GAIMH e. V., German-Speaking Association for Infant Mental Health

Biografie (Theodor Hellbrügge):

Theodor Hellbrügge, Prof. Dr. Dr. h.c. mult., em. Professor für Sozialpädiatrie der Ludwig-Maximilians- Universität in München, ist ein Pionier und Begründer der Sozialpädiatrie in der modernen Kinderheilkunde.

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